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Portal 2: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Gerade noch rechtzeitig zu Ostern erreichten uns die Testmuster des heiss erwarteten Portal-Nachfolgers. Portal, Synonym für Spiel des Jahres 2007, Bester Charakter, Innovativstes Spielprinzip, Bestes Puzzle-Spiel, Bester Sidekick. Dies ist nur ein kleiner Auszug aller Auszeichnungen, die dem Spiel durch hochrangige Organe der Videospielindustrie zugesprochen wurden. Kaum zu glauben, dass Portal eigentlich nur als kleine Bonusdreingabe für die Half-Life 2 Orange Box gedacht war.

Trotz der überwältigend positiven Resonanz wurde erst 2010 klar, dass Valve an einer Fortsetzung des wahrlich innovativen Puzzle-Shooters arbeitet. Die Freude war gross, der Hype ebenso. Auch dank der Ankündigung eines kooperativ spielbaren Mehrspielermodus. Online wie offline. Und gerade auch wegen der Steam-Kompatibilität der PlayStation 3-Version hätten wir den Online-Modus gerne ausprobiert. Doch pünktlich zur Veröffentlichung von Portal 2 wurde das PlayStation Network wegen eines Hackerangriffs lahmgelegt. Aus diesem Grund gehen wir in diesem Testbericht vornehmlich auf den Einzelspielermodus ein. Einen Test zur Kooperativkampagne liefern wir zu einem späteren Zeitpunkt nach. Wir bitten um Nachsicht.

Update 16.05.2011: Mittlerweile ist das PlayStation Network auch in unseren Breitengraden zum Teil wieder online.

Willkommen zurück

Aller Anfang ist schwer - dies eine Aussage, die nicht nur auf die Realität, der wir alle schutzlos ausgeliefert sind, zutrifft, sondern auch auf Chell, die stumme Heldin, die allen schon aus dem Vorgänger bestens bekannt sein dürfte. Chell wacht, nach ewig andauerndem Hyperschlaf, in einem Schlafzimmer auf - und bleibt dort erstmal für eine Weile. Das Zimmer zu verlassen ist schlicht unmöglich. Dafür werden wir freundlich, aber bestimmt aufgefordert, uns doch etwas im Zimmer umzusehen - und uns zum Beispiel Kunst in Form eines Gemäldes anzuschauen. Geschickt versteckt hinter diesen Aufforderungen findet sich ein kleines Tutorial, welches den Spieler erstmal mit der an sich einfachen Steuerung vertraut macht. Danach geht's dann aber auch schon gleich zur Sache, und Chell versucht unter Mithilfe von Roboter Wheatley, aus dem gemütlichen Gefängnis zu entfliehen. Wheatley nimmt dabei den ganzen Aufwand auf sich und zeigt Chell auf, in welcher ungemütlichen Lage sie sich in Wahrheit befindet.

Der kleine, künstliche, deswegen aber nicht minder freundliche Helfer entreisst Chells Wohncontainer seinen Grundfesten und reisst mit ihm gleich ganze Wände ein. Schlussendlich kann sich Chell ihrer aufgezwängten Umgebung entfliehen und findet sich an einem Ort wieder, den sie vor langer Zeit schon mal durchwandert hat. Nur hat sich die gewaltige Forschungseinrichtung der Aperture Science mittlerweile stark verändert und alles wirkt heruntergekommen, ja, wurde gar zu grossen Teilen von Pflanzen und Gestrüpp überwuchert. Um sich von Raum zu Raum durchzuschlagen, gilt es also erstmal, sich wieder mit der aus Teil 1 bekannten Portalkanone auszustatten. Mit Hilfe der futuristischen Knarre schiessen wir zwei Löcher, so genannte Portale, in geeignete Oberflächen, laufen durch das eine durch und kommen durch das andere wieder raus - wobei sich der Spieler hier auch die Fliehkräfte zu Nutze machen muss. Was in der Theorie so einfach klingt, entpuppt sich in der virtuellen Realität vor allem auch im späteren Spielverlauf als knifflige Angelegenheit.



Die Mischung macht's

Bezüglich Gameplay schafft Portal 2 beinahe den perfekten Spagat zwischen Zugänglichkeit und Anspruch. Wie erwähnt, gibt sich die Steuerung unverändert und wunderbar einfach - ebenso die Aufgabenstellung. Sofort ist klar, was zu tun ist. Nur wie - und hier kommt der Anspruch ins Spiel - etwas zu schaffen ist, erschliesst sich dem Spieler nicht immer sofort auf den ersten Blick. Denn Portale können nicht auf jede beliebige Oberfläche gebrannt werden, und ab und an stellt sich dem Spieler auch ein Energiefeld in die Quere, welches erst einmal umgangen werden muss. Und man darf den Entwicklern an dieser Stelle ruhig ein grosses Lob aussprechen, denn viel kreativer könnten die Rätsel eigentlich kaum sein. Man kommt sich stellenweise unglaublich dämlich vor, weil man weiss, dass es eine Lösung für das Rätsel geben muss - und obwohl besagter Lösungsweg dem Spieler je nach Rätselkammer praktisch auf dem Silbertablett präsentiert wird, kommt man einfach nicht auf die Lösung. Umso befriedigender ist das Gefühl, wenn man es denn nach unzähligen Versuchen doch geschafft hat. Und umso heftiger fallen Reaktionen wie "Scheisse, war ich blöd!" aus. Ein solches Erlebenis bieten in der Tat wirklich nicht viele Spiele. Bei Portal 2 hat man das Gefühl, dass dem Spiel das mit links glückt.

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Andy Wyss

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Andy Wyss am 16 Mai 2011 @ 22:31
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