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Project CARS: Review

  Personal Computer Playstation 4 

Project CARS hat eine interessante Geschichte hinter sich: Zunächst als Crowdfunding-Projekt mit Mitspracherecht der Spender gestartet, erwuchs daraus einer der Hoffnungsträger des Rennspielgenres. Auf PC, Xbox One und PlayStation 4 startete das Projekt vor einem Monat durch, ist aber erst nach zig Patches der feuchte Traum der Autofetischisten.

Es schien ein Sieg zum Greifen nahe: Zwei Stunden Donnington im verregneten England. Im Qualifying gelang nur eine Rundenzeit, die fürs Mittelfeld reichte. In der Kategorie der Formelboliden ein grosses Vorzeichen dafür, dass das Rennen zum Vergessen sein wird. Nach ersten Runden im Sonnenschein in den Morgenstunden pflügte der Bolide zuverlässig durchs Feld. Platz 17, 13, 10, 8. Eine gute Platzierung. Einen planmässigen Boxenstopp und 30 Runden später aber ein kleiner Konzentrationsfehler. Nur ein winzig kleiner. Die Folgen: Auffahrunfall, Frontspoiler weg, Aufhängung beschädigt. Während die Konkurrenz weiter Kreise zieht, endet das eigene Rennen in der Boxengasse. Beim nächsten Mal wird es besser. Bestimmt.

Project CARS Bild

Realismus pur

Was Project CARS von Genrevertretern wie Forza Motorsport 5 oder Gran Turismo 6 unterscheidet, ist der Simulationsanspruch. Mit allen Schadensdetails aktiviert, kann nach einer Kollision schon mal das hübsche Blechkleid abfallen, die Aufhängung brechen oder sich die Bremsscheibe mit einem lauten Knall verabschieden. Auch ein schleichender Plattfuss, diverse Motordefekte oder kaputte Getriebezahnräder setzen euren Rundenzeiten zu. Solch ein hoher Realismusgrad kommt nicht von ungefähr, denn die federführenden Slightly Mad Studios spalteten sich von SimBin ab – einem Studio, dessen GTR-Reihe bis heute zum Authentischsten gehört, was auf dem PC verfügbar ist.

Doch keine Sorge, auch Einsteiger werden in Project CARS glücklich. Zahlreiche Fahrhilfen, optionale Flaggenregeln und ein einstellbarer KI-Schwierigkeitsgrad erleichtern die ersten Schritte im Simulationsgenre. Das spiegelt sich im umfangreichen Karrieremodus wider: Zunächst nur in untermotorigen Karts unterwegs, führt euch der Weg über Werksfahrzeuge und Prototypen bis in die LMP1-Klasse der WEC, die unter anderem das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans austrägt.

Obgleich der Karrieremodus dafür geeignet ist, mit jeder Klasse in Berührung zu kommen und dabei fast jedes im Aufgebot befindliche Fahrzeug einmal um die Kurse zu pilotieren. Ob das allein aber die Motivation hochhält? Eher nicht. Dafür ist das repetitive Vorgehen der Kampagne zu monoton – spassige Nebenmissionen, wie sie GT6 bot, gibt es leider nicht.


Gut, möglicherweise würde dies den Simulationsanspruch verwässern, aber ein spielerischer Zugewinn wäre dies allemal. Dafür gibt es hier echte Rennwochenenden mit Trainings, Qualifyings und auf Wunsch auch mit mehreren Sprintrennen. Von der Gegnerstärke über die Startposition bis hin zu Flaggenregeln und der Dauer der einzelnen Sessions ist alles frei einstellbar. Puristen nehmen natürlich alles mit, was geht; Einsteiger verschaffen sich durch die Erleichterungen eine reelle Siegchance.

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Daniel Wendorf

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Daniel Wendorf am 14 Jun 2015 @ 13:34
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