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RUSE: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Generäle können sich keine Verzögerungen auf dem Schlachtfeld erlauben, trotzdem verschob Ubisoft den hauseigenen Strategietitel R.U.S.E. satte drei Mal. Wir haben uns die Kommandeursmütze aufgesetzt und uns an die Fronten begeben. Und wir sahen einen Krieg, der zwar durch neuartige Impulse überraschte, dabei aber etablierte Genrestandards ausser Acht liess.

R.U.S.E. ist ein bisschen wie Poker, denn in beiden Spielen schiebt man Chips über die Spielfläche. Wie? Pokerchips? In einem Strategiespiel? Richtig: Ubisofts neuer Strategietitel präsentiert sich nämlich gänzlich unkonventionell. Als kommandierender General befehligt ihr eure Truppen nicht über ein Schlachtfeld im eigentlichen Sinne, sondern agiert vielmehr auf einer an einen Generalstisch erinnernde Landkarte. Und besagten Tisch kann man sogar während der Gefechte bestaunen, denn das beeindruckendste Geschütz im R.U.S.E.-Arsenal ist die gigantische Zoomfunktion. Die Ansicht lässt sich dabei stufenlos regeln. Von extrem nah - wo wir kleinere Fahrzeuge und selbst Infanterie genauestens ausmachen können - bis extrem fern, sodass wir selbst in andere Bereiche des Militärzeltes sehen können. Etwa in einen Raum, wo wir gerade mit unserem Vorgesetzten stehen und unsere Mission besprechen. Dadurch entwickelt das Spiel ein enormes Befehlshaberflair, das es aufgrund der seichten Story auch mehr als nötig hat. Diese hat leider nicht viel mehr zu bieten, als uns einen Spion quer über den gesamten Globus verfolgen zu lassen.



Die beeindruckende Blicktiefe ist allerdings zugleich des Titels Pferdefuss, denn während der Gefechte werdet ihr des Öfteren hektisch die Kameraperspektive ändern müssen, ohne dabei die optimale Einstellung zu finden. In der komfortablen mittleren Ansicht behalten wir zwar am besten den Überblick, allerdings haben wir dann erhebliche Probleme bei der Einheitenauswahl. Je nach Entfernung stapelt R.U.S.E. die chipartigen Truppen auf der Karte, weswegen das Selektieren aus Verbänden heraus zum Geduldsspiel wird. Wollen wir dem Feind beispielsweise einen einzelnen Panzer zu Besuch schicken, müssen wir erst umständlich hinein- und anschliessend wieder herauszoomen - das nervt während der zuweilen recht hektischen Missionen tierisch.

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Mirco Kaempfer

Tags:
R.U.S.E.

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Mirco Kaempfer am 20 Sep 2010 @ 16:43
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