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Rango - The Video Game: Review

  XBOX 360 Wii Nintendo Dual Screen 

Passend zum neuen Animationsfilm des Fluch der Karibik-Regisseurs Gore Verbinski, hat Electronic Arts das gleichnamige und hoch offizielle Videospiel parat. Rango erzählt dabei eine völlig andere Geschichte, in der der Protagonist Rango in der Wildweststadt Dirt neue Abenteuer erlebt. In einem Saloon erzählt er von seinen vermeintlichen Heldentaten und der Suche nach Teilen eines Meteors. Doch besonders aufregend ist das leider nicht.

Chamäleon im Wilden Westen

Dabei wurde die Handlung durchaus nett inszeniert. In Form stimmungsvoller Zwischensequenzen wird die recht komische Odyssee des schrägen Chamäleon-Sheriffs erzählt, der durch die Prärie fiese Gauner jagt, kurz bei den unheimlichen Menschen vorbeischaut und seine ebenfalls tierische Freundin aus den Klauen der Widerlinge befreit. Hach, das Drumherum hätte genügend Potential für ein nettes Action-Adventure für grosse und kleine Kinofilmfans bessessen. Doch die Realität sieht speziell auf der Wii trostlos und wenig spassig aus.



Miese Wii-Version

Das liegt zum einen an der Technik. Auch die Wii kann technisch weit mehr leisten als diese Tristesse bei Rango. Allein die Farbarmut ist erschreckend und wirkt alles andere als zeitgemäss. Dazu kommen langweilige Schauplätze, immer gleiche Klongegner und ein Leveldesign der einfallslosen Art. Viel schlimmer ist aber das eigentliche Spielprinzip, welches aus nur drei Elementen besteht: Man läuft mit Rango durch die Gegend, zerkloppt Kisten und klettert hier und da ein wenig herum. Das ist alles streng linear gehalten, zum Erkunden gibt es schlichtweg nichts.

Unterbrochen wird diese maue Hüpferei durch Ballerszenarien, bei denen Feinde abgeschossen werden. Auf extrem simple Art und Weise gibt es sogar ein Deckungssystem, was nicht einmal ordnungsgemäss funktioniert. Da die Gegner im Verlauf immer schwerer zu besiegen sind, sollte man auf sammelbare Power-ups achten, die die Waffe für kurze Zeit verstärken. Erreicht eine Action-Anzeige das Maximum, kann man ohne die Notwendigkeit eines Nachladens mit der Pistole dauerhaft schiessen und somit effektiver die unzähligen Kreaturen ins Nirwana schicken. Manchmal warten sogar Endbosse auf Rango, diese sind aber weit entfernt von Kreativität und Herausforderung. Und dann gibt es noch automatische Reitszenen, in denen Rango auf Schilder, Barrieren und Schurken feuert - quasi im Stil billiger Railshooter.

Diese drei Aspekte wechseln sich ständig ab, es kommt keine weitere Abwechslung ins Spiel. Zwar werden die Kletterparcours später etwas ausufernder, aber immer wieder durch lästige und absolut dämliche Ballerorgien unterbrochen, die nach zwei Stunden gehörig nerven. Zum Glück hat das digitale Trauerspiel flott ein Ende: Nach spätestens vier Stunden hat man den Schluss erreicht. In dieser Zeit wird man mit furchtbaren deutschen Synchronsprechern belästigt, schon alleine Rango hat nichts mit dem Filmsprecher von Johnny Depp gemein.

Rango - The Video Game
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Sven Wernicke

Rango---The-Video-Game
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Sven Wernicke am 15 Mrz 2011 @ 20:00
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