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Red Faction Armageddon: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Für die Entwickler von Volition scheint im Fall Red Faction das Experiment "offene Spielwelt" gescheitert zu sein. Denn nach Red Faction Guerrilla kehrt man dem Erkunden der riesigen Marsoberfläche den Rücken zu. Bei Red Faction Armageddon geht es linear zu Sache. Etwas zu linear.

Die Zeit...

Wer die Vorgänger verpasst hat, erhält mit Red Faction Armageddon trotzdem eine leicht verständliche Episode, für die man keinerlei Vorkenntnisse benötigt. Seit den letzten Ereignissen in Guerrilla sind 50 Jahre vergangen, Die Diktatur der Earth Defense Force (EDF) ist längst vorbei und vergessen, nun macht sich eine neue Macht auf dem Mars der Zukunft breit. Und natürlich ist auch wieder ein Mason dabei. Darius Mason ist der Enkel des Revolutionsführer Alec Mason, der nun für Recht und Ordnung sorgen soll. Und das hat die kleine Nation auf dem Himmelskörper dringend nötig. Neben einer mysteriösen Gestalt breiten sich befremdlich aussehende Aliens unter anderem in der Siedlung Bastion aus. Jetzt muss Darius ran: Menschen retten, ekelhafte Kreaturen töten, Missionen erfüllen, Dinge zerstören... eben all das, was man in einem Third-Person-Shooter so alles erledigen muss.

Die Geschichte wird etwas ruckartig und stellenweise sehr dilettantisch erzählt, viele Hintergründe kommen einem zudem bekannt vor. Denn aus anderen Genrevertretern der Vergangenheit wurden Elemente genutzt und in das düstere Endzeitszenario von Red Faction manövriert. Das ist bedauerlich, denn zumindest inhaltlich bleibt die Spannung auf der Strecke. Bei der eigentlichen Action sieht es zwar besser aus, aber auch hier sprühten die Entwickler nicht gerade vor Kreativität.

So wird's gespielt

Vorrangig sind es die Missionen in den linearen Abschnitten, die für Routine statt Begeisterung sorgen. Hier was reparieren, da Gegner erledigen, dort jemanden eskortieren. Die Aufträge wiederholen sich regelmässig und sorgen während der rund achtstündigen Kampagne fast für Langeweile. Dass das "offene Welt"-Konzept an den Nagel gehängt wurde, ist bedauerlich, denn so pilgert man durch überschaubare Szenarien - und das meist auch noch unterhalb der Marsoberfläche. Das ist ernüchternd, vor allem wenn man den direkten Vorgänger genossen hat. Geblieben ist glücklicherweise die herausragende Geo-Mod 2.0-Engine. Diese erlaubt tatsächlich das fast beliebige Zerstören der Umgebungen. Ist ein Haus im Weg? Dann schnappt man sich einen gewaltigen Hammer und schlägt das Gebäude zu Brei. Aufgrund der nicht mehr allzu umfangreichen Areale kommt der destruktive Aspekt nicht mehr ganz so gut zur Geltung. Grund dafür ist das häufig exorbitant hohe Feindesaufkommen, auf das man sich zwangsläufig konzentriert. Ebenfalls sind viele der Missionen nicht auf das Kaputtmachen der Szenarien ausgelegt, sondern auf das Töten der Feinde, die frappierend an einen Mix aus Aliens und den Gegnern aus Halo erinnern.



Aber: Die Geo-Mod 2.0-Engine kommt in anderer Form zum Einsatz. Denn oftmals muss man Brücken oder Häuser reparieren, also Dinge wiederherstellen. Mittels Knopfdruck erledigt man solche Jobs auf erstaunlich beeindruckende Art und Weise. Es ist sogar möglich, erst etwas zu zerschiessen oder zu zertrümmern, um es danach wieder in den Ursprungszustand zu bringen. Selten hat man so etwas bisher in anderen Spielen gesehen, hier wirkt sogar ein Crysis 2 sehr statisch dagegen. Dazu kommen clever integrierte Physikspielereien. Mit Magnetismus lässt man Steine aufeinander stürzen, man ballert elektrisch geladene Ebenen von der Decke, sorgt für explosive Kettenreaktionen - das sieht ausgesprochen gut und ungewöhnlich realistisch aus. Sicher, viele Zerstörungen sind übertrieben, aber dadurch sorgen sie auch für das eine oder andere Staunen. Der Clou: Nur äusserst selten kommt dabei die Xbox 360 ins Schwitzen, fast immer ist der Spielverlauf flüssig. Andererseits ist Red Faction Armageddon wie gesagt auch von der Grösse der Levels stark limitiert.

Red Faction Armageddon
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Sven Wernicke


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Sven Wernicke am 08 Jun 2011 @ 12:44
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