GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Resident Evil - Operation Raccoon City: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Spätestens mit der Ankündigung von Resident Evil 6 hat Entwickler Capcom die Horrorreihe wieder einmal zu einem beliebten Gesprächsthema gemacht. Das hat natürlich auch einen Grund, denn jüngst erschien ein weiterer Ableger, der so werbewirksam in den Händlerregalen platziert werden konnte. Mit Resident Evil - Operation Raccoon City widmet man sich den Actionfans und versucht mit jeder Menge Krach, Schiessereien und vor allem Zombies ordentlich auf den Putz zu hauen. Ein Rezept, das Potenzial verspricht - oder etwa nicht?

Zurück nach Raccoon City

Die Resident Evil-Serie hat sich in den letzten Jahren immer mehr von den Survival-Horror-Elementen abgewandt und bietet inzwischen überwiegend handfeste Action. Damit schliesst sich Capcom zusehends dem Trend der Branche an, was den Verkaufszahlen bislang alles andere als geschadet hat. Mit einem neuen Ableger, der sich parallel zur Hauptreihe bewegt, hat man sich jetzt gänzlich den Shooter-Einlagen verschrieben. So zeichnen die Mannen von Slant Six für das neueste Werk mit dem Namen Resident Evil - Operation Raccoon City verantwortlich und bringen fernab von bereits entwickelten Titeln wie etwa SOCOM ein weiteres Spiel mit Online-Attributen heraus.

Eine ausgereifte Story, die eigentlich zu einem Franchise dieser Güte gehört, fehlt jedoch leider gänzlich. Zwischen Teil 2 und 3 spielt der Titel und bietet einige zusätzliche Einblicke in das Universum. Dieses Mal begibt sich der Spieler nämlich ausnahmsweise auf die Seite von Umbrella. Als Mitglied der Elitetruppe Wolfpack muss man nämlich die Drecksarbeit für den Konzern erledigen und die Spuren des Ausbruchs verschleiern beziehungsweise beseitigen. Dabei trifft man nicht nur auf befeindete Einheiten, sondern natürlich auch auf lebloses Zombiegetier, das mit netten Worten wohl kaum aus dem Weg geräumt werden kann. Klingt eigentlich vielversprechend, zumal der Handlungsort Raccoon City schon einmal eine beispiellose Atmosphäre bot.



Diese Klasse spiegelt sich an dieser Stelle leider keineswegs wider. Bekannte Darsteller wie etwa Leon oder Hunk haben selbstverständlich ihre Auftritte und sorgen so für einen kleinen Wiedererkennungswert, aber ansonsten bewegt sich die Handlung in einem niedrigen Fahrwasser. Bereits nach wenigen Stunden ist die Story, die keinerlei Tiefgang bietet, absolviert und lädt nicht wirklich zu einem erneuten Durchspielen ein. Für Fans ist das natürlich eine bittere Pille, denn die Unvergleichbarkeit, die einen Serienableger ausmacht, bleibt damit aus. Die Entwickler haben sich durchaus Gedanken gemacht, was man kleinen Details und der klassischen Charaktergestaltung, die ganz ohne unnötige Veränderungen auskommt, entnehmen kann.

Das genügt jedoch nicht, damit die Stimmung zu alten Glanzzeiten auferstehen kann. Das könnte auch daran liegen, dass die wenigen Schockmomente keine Wirkung entfalten und damit eher aufgesetzt wirken. Die USK-Fassung muss sich zudem weiteren Problemen stellen. Es wurden etwa explizite Darstellungen von Leichen herausgeschnitten, was für die Stimmung wenig förderlich ist. Zombies verschwinden, nachdem man sie abgeschossen hat, und Blutflecken weisen zahlreiche Fehler auf. So kann es schon mal vorkommen, dass Zombieblut an die Wand fliegt und plötzlich an einer anderen Stelle erneut auftaucht. Optisch kann sich das Spiel nur bedingt positiv hervorheben. Einige Areale sind wirklich nett gestaltet worden, doch das war es auch schon fast. Wer ein Highlight für das Auge erwartet hat, sollte sich diesen Gedanken lieber wieder abschminken.

Resident Evil - Operation Raccoon City
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Dyba


Resident-Evil---Operation-Raccoon-City
Playstation 3

Resident-Evil---Operation-Raccoon-City
Playstation 3

Resident-Evil---Operation-Raccoon-City
Playstation 3

Resident-Evil---Operation-Raccoon-City
Personal Computer

Daniel Dyba am 28 Mrz 2012 @ 11:42
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen