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Shadows of the DAMNED: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Dämonenjäger Garcia "Fucking" Hotspur hat drei Probleme. Erstens: Seine Bude wird von Dämonen überrannt. Zweitens: Seine Freundin wird entführt, was zu drittens führt: Der Kidnapper ist niemand Geringeres als Fleming, seines Zeichens Herr der Unterwelt. Mitsamt seines besten Kumpels Johnson, einem Ex-Dämonen in Form eines mit Kristallen besetzten fliegenden Schädels (Damien Hirst lässt grüssen), macht sich das spanische Heissblut auf, die Hölle zu entern, den Untoten gehörig den Arsch zu versohlen und Darling Paula zu befreien.




Das Spiel ist dabei aus zweierlei Aspekten einzigartig. Zum einen ist diese Version der Hölle ungemein heimelig und gemütlich. Anstatt den lieben langen Tag in brütend heissen Lavahöhlen zu sitzen und ab und an den Dreizack in die Hintern von Höllenneuankömmligen zu rammen, hat Fleming neben Wohnvierteln (mit Taverne) auch Vergnügungsviertel und Parkanlagen errichtet und thront über all dem in seinem Schloss. Tatsächlich fühlt sich der Spieler schnell ins Mittelalter versetzt, wenn auch hier und dort immer wieder moderne Elemente integriert wurden.

Alles neu? Oder nur gebraucht?

Alles wie aus der Realität bekannt? Nein. Alle paar Ecken werdet ihr von der Dunkelheit überrascht, die euch Lebensenergie entzieht. Wie kann man diese vertreiben? Kerze anzünden? Licht anknipsen? Nö, in einer ganz eigenen Logik muss ein Ziegenkopf beschossen werden, was zu Aspekt 2 führt: All die verrückten Ideen, die euch begegnen, sind dem Triumvirat Suda 51 (Killer 7, No More Heroes), Shinji Mikami (Resident Evil 4 & 5) und Akira Yamaoka (Komponist der Silent Hill-Serie) zuzuschreiben. Obwohl sich Shadows of the Damned über weite Strecken sehr konventionell gibt, blitzt hier und da die Genialität der drei kreativen Japaner auf. Wer sonst käme schon auf die Idee, dass die Dämonen das ihnen verhasste Licht in Holzfässer stecken, oder Garcia mit dem Big Boner in Schritthöhe auf elefantenähnliche Roboter feuern kann, oder das Genre im späteren Verlauf sprichwörtlich plattgewalzt wird? Eben.



Shadows of the Damned übertreibt es nie mit seinen Einfällen, weiss aber gleichwohl den einen oder anderen Lacher zu entlocken. Wenn ihr in bester Resident Evil 4-Spielmechanik die Horden der Untoten niederböllert, Gegenstände sammelt und euch über die Sprüche des vorlauten Johnson amüsiert, unterhält das einfach gut. Die Bekanntschaft mit dem Halbdämonen Christofer oder die Nahtoderfahrung mit der Flamme Garcias verkehrt sich oft vom Komischen ins Tragische und umgekehrt. Der Plot gefällt durchaus, wenngleich er gerade am Anfang einen kleineren Hänger hat. Spieler, die sich davon nicht entmutigen lassen, werden bis zum Abspann allerbestens unterhalten und mit einem wahnwitzigen Cliffhanger belohnt/bestraft. Schade: Ein "Spiel+" wie in Resident Evil, wo ihr die bereits aufgerüsteten Waffen in einen neuen Spieldurchgang mitnehmen könnt, wurde nicht implementiert.

Shadows of the DAMNED
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Daniel Wendorf


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Daniel Wendorf am 21 Jul 2011 @ 13:57
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