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Shank 2: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Bei all den 3D-Grafikgranaten, die den Markt überschwemmen, fragt man sich immer wieder, ob zweidimensionale Old-School-Spiele noch eine Chance bei der technikverwöhnten Kundschaft haben. Nun, haben sie - zumindest im Rahmen kostengünstiger Download-Titel. Das zeigen Spiele wie Super Meat Boy, Limbo und nicht zuletzt Shank. Zu der brutalen Comicprügelei erschien nun der Nachfolger Shank 2 - ebenfalls als reiner Download-Titel für Xbox 360, PS3 und PC (Steam). Haben die Entwickler von Klei Entertainment mit der Rückkehr des wortkargen Ramboverschnitts die Kritikpunkte des Vorgängers ausgebügelt?

Wortkarger Zeichentrickbrutalo auf nobler Rettungsmission

Shank 2 ist eine konsequente Fortsetzung, was man auch bei der Story merkt, die wieder ähnlich dünn ist wie die Atmosphäre auf dem Mond. Shank, ein geläuterter Auftragskiller, kommt nach Hause zurück und muss feststellen, dass seine alte Heimat von einer fiesen Militärjunta unterdrückt wird, die zudem seine Familie entführt hat. Shank schnappt sich also seine zwei altbewährten Messer und macht sich auf, um seine Familie zu retten und alle bösen Buben umzubringen. Hach ja, manchmal ist das Leben eben doch so einfach wie bei einem 1980er-Jahre-Spielautomaten.

Spielerisch orientiert sich Shank 2 wie der Vorgänger an alten Brawler-Klassikern: Double Dragon, Shinobi und Metal Slug schienen für Klei Entertainment eine Inspiration gewesen zu sein. Unser Held stellt sich am Anfang eines Levels ein kleines Waffenarsenal zusammen, das aus einer Nahkampfwaffe (Machete, Kettensäge, Vorschlaghammer), einer Fernkampfwaffe (Wurfmesser, Pistole, Shotgun) und einer taktischen Waffe (Handgranaten, Minen) besteht - dann geht's los.

Comichaftes Kettensägenmassaker

Shank durchläuft insgesamt acht Abschnitte und muss sich dabei auftauchender Gegner erwehren: Messerstecher, Soldaten, Amazonen und sogar Wölfe wollen Shank ans schweissgetränkte Stirnband. Dazu ist jede Waffenart einer Taste zugeordnet, sodass man blitzschnell zwischen Messerattacke, Kettensäge und Pistolen hin und her wechseln kann. Mit gekonntem Tastengehämmer lassen sich umfangreiche Kombos aneinanderreihen, was bei entsprechendem Geschick nicht nur stylisch ausschaut, sondern auch den Punktezähler in ungeahnte Höhen schnellen lässt. Natürlich ist es mit simplem Tastengedrücke auch nicht immer getan, denn einige Fieslinge erfordern eine spezielle Taktik. Fette Gegner versuchen etwa immer, einen umzurempeln, weshalb man hier Abstand halten sollte, um sie aus der Entfernung mit den Pistolen zu beharken. Besonders die übergrossen Bossgegner erfordern schon etwas Übung, bis man ihre Angriffsmuster so weit durchschaut hat, um ihre elend langen Lebensbalken mehr als nur ein paar Zentimeter anzuknabbern. Sie sind somit das spielerische Highlight eines jeden Abschnitts.

Die Levels bieten neben den Prügelszenen auch zahlreiche Jump & Run-Passagen, welche allerdings nicht sonderlich fordernd sind. Leicht ist Shank 2 aber keineswegs. Die oft hektischen Gefechte erforden einiges an Übersicht und Geschick. Um das Leben etwas zu erleichtern, finden sich in den schicken, von Hand gezeichneten 2D-Landschaften oft Fallen, die man benutzen kann, um die Gegner zu ärgern. Letztere verwenden diese Fallen leider (oder eher zum Glück) nie. Man kann etwa ein am Kran hängendes Auto ganz wie in Half-Life 2 per Schalter auf die Feinde plumpsen lassen, oder man schubst selbige durch eine Falltür in eine Zerkleinerungsmaschine. Immer wieder gern gesehen sind auch die allgegenwärtigen Gasflaschen, die bei Beschuss explodieren, oder gelegentliche Ballersequenzen am stationären MG, wo dann prinzipiell auch immer gleich dutzende Feinde anrücken.

Shank 2
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Alexander Boedeker

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Alexander Boedeker am 22 Feb 2012 @ 17:05
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