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Sniper Elite V2: Review

  Personal Computer Playstation 3 

Die Nazis haben die V2-Rakete während des Zweiten Weltkrieges schon in diverse europäische Grossstädte geschickt und mit dieser Wunderwaffe für Chaos und Vernichtung gesorgt. Damit muss jetzt Schluss sein. Zum Glück ist da Karl Fairburne, der Elite-Scharfschütze der US-Army. Willkommen bei Sniper Elite V2, dem Nazi-Killerspiel mit trashiger Geschichte und enormer Pixelgewalt.

Ein Held hinter feindlichen Linien

Historikern dürfte es bei der Handlung von Sniper Elite V2 eiskalt den Rücken herunterlaufen, denn die Entwickler orientierten sich nur lose an dem Verlauf des Zweiten Weltkrieges sowie den Ereignissen in Europa und speziell in Berlin. Sei's drum, letztlich soll das Spiel ja unterhalten. Und so schlüpft man in die Haut des Snipers Karl Fairburne, der in Berlin kurz vor Ende des Krieges abgesetzt wird. Sein Ziel ist es, die Pläne des V2-Raketenprogramms der Deutschen nicht in die Hände der Russen kommen zu lassen. Ebenfalls muss er unter anderem die Waffenfabrik, in der die V2 gefertigt wird, zerstören und vor allem den beteiligten Wissenschaftlern die Flucht in die USA ermöglichen. Keine leichte Aufgabe, wie sich schnell herausstellt.

Meist ist man in dem zerstörten Berlin unterwegs; nicht ganz so häufig besucht man andere Schauplätze wie die besagte Waffenfabrik. Die Missionen wirken auf den ersten Blick abwechslungsreich, sind aber nach ein paar Spielstunden viel zu ähnlich gestrickt. Man läuft von A nach B, sucht Informationen, bringt Sprengstoff irgendwo an und erledigt zig Nazis und Russen. Nebenbei hilft man Überläufern oder wichtigen Personen, sich in Sicherheit zu bringen. Trotz dieser dezenten Einfältigkeit schafft es Sniper Elite V2 durchaus, Spannung zu erzeugen, und die Motivation, sich durch die Missionen zu kämpfen, im grünen Bereich zu halten. Es ist den Entwicklern also gelungen, keinen totalen Mumpitz zu erschaffen - auch wenn die Geschichte hanebüchen und historisch falsch ist. Beispielsweise entdeckt man Luftschiffe über Berlin, die es 1945 sicher nicht in dieser Anzahl gab. Und wieso Reichskriegsflaggen an fast vollständig zerstörten Häuserwänden hängen, wissen wohl nur die Entwickler. In anderen Bereichen kann der Titel auch nicht hundertprozentig überzeugen.

Schema F

Für diejenigen, die den Vorgänger nicht kennen: Sniper Elite V2 ist an sich ein regulärer Action-Shooter, bei dem man seinen Helden aus der Sicht einer dritten Person betrachtet. Die Besonderheit ist freilich die Tatsache, dass der Protagonist kein dick bewaffneter Soldat ist, sondern vorzugsweise durch die Botanik schleicht und mit seinem Scharfschützengewehr aus der sicheren Entfernung Gegner in die ewigen Jagdgründe schickt. Bei Direktkonfrontationen greift Karl entweder zu einer Pistole oder zu einem Maschinengewehr - maximal drei Waffen kann er gleichzeitig tragen. Doch Nahkämpfe sind nicht zu empfehlen - besser ist es, man agiert unauffällig oder sucht Schutz. Hier fällt das erste Problem auf: Hinter manchen Gegenständen kann man nicht richtig Deckung nehmen oder um die Ecke schiessen. Eine wirkliche Flexibilität bieten die Entwickler leider nicht, was oftmals dazu führt, dass man nicht rechtzeitig einen geeigneten Platz findet und dann von einem anderen Schützen erledigt wird. Zusätzlich wird einem die spielerische Freiheit nur vorgegaukelt. Die Wege, auch in weitläufigeren Gebieten, sind quasi vorgegeben. Genauso die Orte, wo das Nehmen von Deckung sinnvoll ist. Völlig andere Herangehensweisen beim Absolvieren eines Auftrages funktionieren nur im Rahmen von Kleinigkeiten wie bei der Frage "Gehe ich nun zuerst hier oder da entlang?". Das ist etwas ernüchternd.

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Sven Wernicke

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Sven Wernicke am 16 Mai 2012 @ 17:48
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