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Spider-Man - Edge of Time: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Wenn sich Comicfans miteinander unterhalten, geht es manchmal zu wie im Bundestag: da wird diskutiert, gezankt und gestritten. Vor allem über die Frage, ob die DC- oder die Marvel-Marke die Bessere sei, sind sich Bilderbuchliebhaber uneins. Wir als Videospieler hingegen haben's einfacher. Während Batman derzeit in seinem zweiten Rachefeldzug Traumwertungen einheimst, sind die Spider-Man-Spiele lediglich okay. Auch mit Spider-Man - Edge of Time kann der Netzschwinger nicht aus dem Schatten des Flattermanns heraustreten.

Ein echtes Spinnenproblem

Es ist ein Morgen wie jeder andere: Peter Parker alias Amazing Spider-Man hockt in der Redaktion des Daily Bugs und schlürft seinen Kaffee. Hätte er gewusst, dass er an jenem Tag von einem fiesen Fleischklops totgeprügelt werden würde, hätte er zum Frühstück eine doppelte Portion Cornflakes verschlungen. So aber raubt ihm der mutierte Anti-Venom all seine Kräfte und macht mit dem Spinnenmann kurzen Prozess. Das will der Spider-Man aus dem Jahre 2099, auch bekannt als Miguel O'Hara, natürlich verhindern. Er reist mithilfe der von Walker Sloans Forschungskonzern Alchemax erbauten Zeitmaschine zurück in die Vergangenheit. Das Branchenurgestein Peter David hat als Autor ganze Arbeit geleistet, denn die Story wird bis zum Schluss nicht langweilig. Allerdings wird die Welt der beiden Superhelden durch derart fragwürdige quantenphysikalische Kräfte zusammengehalten, dass selbst überzeugte Sience-Fiction-Fans ins Zweifeln kommen.



Ähnlich wie Batman - Arkham Asylum erzählt auch Spider-Man - Edge of Time seine Geschichte in Dialogen und netten Videosequenzen. Nur mit der Besonderheit, dass wir die Handlung aus den Blickwinkeln beider Spider-Mans erleben und so immer wieder durch die Zeit reisen. Abgesehen von verschiedenen Kostümen und jeweils speziellen Fertigkeiten macht es spielerisch keinen Unterschied, mit welcher Krabbelspinne wir die Gegner verprügeln. Trotzdem laufen die ständigen Kämpfe teils unterschiedlich ab, weil Miguel O'Hara über Manöver und Gadgets verfügt, über die Peter Parker nur staunen kann. So erschaffen wir als Spider-Man 2099 etwa ein Ebenbild von uns, das die Aufmerksamkeit unserer Feinde auf sich lenkt, währenddessen wir hinterrücks zum Rundumschlag ansetzen. Das sieht dank der bunten Effekte nicht nur schick aus, es spielt sich auch angenehm flott.

Ausserdem können wir Unholde mit Spinnennetzprojektilen fesseln oder gleich an die Wand pappen. Anfänglich beschränkt sich das Kampfsystem auf wenige Angriffe. Später können wir aufgesammelte Energie, die in der Spielwelt überall in Form purpurner Kügelchen vorkommt, in zusätzliche Fähigkeiten investieren. Und dennoch verkommen die ständigen Gefechte schnell zur Fleissarbeit. Im Minutentakt tauchen neue Soldaten und Blechroboter - die mit ihren Helmen glatt einem Star Wars-Streifen entsprungen sein könnten - auf, die wir alle ins Jenseits kloppen müssen, um weiterzukommen. Einer der Schergen trägt nämlich meist einen Schlüssel bei sich, der das Tor zum nächsten Spielabschnitt öffnet. Dort geht das Ganze wieder von vorne los. Kein Vergleich zur packend-düsteren Atmosphäre der Batman-Spiele.


Spider-Man - Edge of Time
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Mirco Kaempfer


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Mirco Kaempfer am 09 Nov 2011 @ 11:52
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