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The LEGO Movie Videogame: Review

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Pünktlich zum Start des LEGO-Kinofilms läuft auch Traveller's Tales' Videospiel-Legebatterie wieder auf Hochtouren und versorgt Fans der genoppten Steinchen einmal mehr mit einem Haufen bunter digitaler Klötzchen. Wir hegten derweil die Befürchtung, die Plastikfigürchen könnten nach dem gefühlt hundertsten Auftritt an Charme verlieren, das Spielprinzip könnte sich abnutzen, der Bastel- und Zerstörungsspass verfliegen. Der Test zeigt jedoch: Alle Ängste sind unbegründet. The LEGO Movie Videogame hat sogar ein paar frische Ideen im LEGO-Set.

Der Wecker kreischt, die Vögel zwitschern, durchs Fenster weht eine sanfte Brise. Es ist ein wundervoller Tag für den Bauarbeiter Emmett, der allerdings schon am Abend eine tragische Wendung erfahren soll. Nach Dienstschluss entbrennt auf der Baustelle eine knallharte Verfolgungsjagd. Lord Business und Bad-Cop wollen mit dem Kreggle die Welt erobern, und ausgerechnet Emmett soll das mit dem Relikt des Widerstands verhindern. Wer jetzt keine Probleme hatte, sich aus diesem Absatz die Hintergrundgeschichte zu The LEGO Movie Videogame zusammenzureimen, kann sicher auch das Titellied "Everything is awesome" beziehungsweise im Deutschen "Hier ist alles super" mitsingen - was vermutlich daran liegt, dass er den Kinofilm gesehen hat.

The LEGO Movie Videogame Bild

Erst Film gucken, dann Spiel spielen

Das Videospiel erzählt nämlich die gleiche Geschichte wie der zugehörige Streifen in den Lichtspielhäusern und verknüpft die insgesamt 15 Levels immer wieder mit Originalsequenzen aus dem Film. Das hat einen Vor- und einen Nachteil: Während dadurch auch Nichtkenner der Vorlage problemlos dem roten Faden folgen können, ärgern sich Kinobesucher über die miese deutsche Sprachausgabe. Statt der deutschen Sprecher von Hollywood-Grössen wie Morgan Freeman und Liam Neeson wurden für das Videospiel offenbar ein paar Studenten vors Mikro gezerrt, die ihre Textzeilen lustloser als ein Faultier vortragen. Da kommt keine Freude auf, zumal viele Gags sowie der situationskomische Humor gar nicht mehr zünden.

Das liegt auch an der unterschiedlichen Übersetzung aus dem Englischen. Die Entwickler mussten offenbar aus Zeitgründen mit dem US-Originalfilm vorliebnehmen und sämtliche Dialoge auf eigene Faust, unabhängig von der deutschen Filmversion, übersetzen. So wird etwa aus dem treffenderen "Katzending" ein "Katzenviech". Einige Szenen sind sogar völlig verhunzt worden, etwa wenn Lord Business den Bombenzähler auf "30 Sekunden, ganz genau!" einstellt und die Roboterstimme den Countdown plötzlich mit "29, Mississippi", statt mit "29, ganz genau" einleitet. Es gibt noch einen verheerenderen Übersetzungsfehler, der eine der lustigsten Stellen ad adsurdum führt, den wir aus Spoiler-Gründen aber nicht verraten wollen. Echte Fans sollten sich den Film ohnehin vorher einmal angeschaut haben - vor allem der einzigartige Animationsstil ist es wert.

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Mirco Kaempfer

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Mirco Kaempfer am 12 Mai 2014 @ 11:59
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