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Thief: Review

  Playstation 4 Xbox one 

1998 gelang dem Entwicklerstudio Looking Glass ein kleiner Geniestreich. Mit der Veröffentlichung von Dark Project: Der Meisterdieb (im Original: Thief - The Dark Project) erlebte die Videospielindustrie eine regelrechte Revolution, aus der sich (mit Unterstützung von Metal Gear Solid und Tenchu: Stealth Assassins) ein bis dato nie dagewesenes und bis heute noch populäres neues Genre erhob: die Stealth-Action. Seit der Veröffentlichung von Thief III im Jahre 2004 war es lange still um den geheimnisvollen Meisterdieb. Doch nun, knapp eine Dekade und sogar eine Konsolengeneration später, soll sich Dieb Garrett erneut erheben. Ob er dabei den vollen Phönix-aus-der-Asche-Zyklus durchgemacht hat und uns nun strahlend vor Augen treten kann oder sich noch im Zustand schwelender Glut befindet, erfahrt ihr bei uns im ausführlichen Test!

Freund der Dunkelheit

Im vierten Ableger der Thief-Serie schlüpfen wir abermals in die Haut des berüchtigten Meisterdiebs Garrett. Bis auf Setting und Hauptfigur hat der auf Reboot ausgelegte Titel jedoch mit seinen Vorgängerteilen kaum etwas gemein. Wir starten sofort ins Geschehen und begeben uns gemeinsam mit unserem Schützling Erin auf Beutezug. Gemeinsam erklimmen wir die Dächer einer Stadt im viktorianischen Baustil, deren Hausfassaden von warmem Sommerlicht umschmeichelt werden und aus deren Gassen angeheiterte und alkoholgeschwängerte Stimmen dringen, die einen Feiertag zelebrieren. Unser zwielichtiges Ziel: Der Wohnsitz des Baron Northcrest, denn unser Hehler hat uns auf ein mysteriöses sowie wertvolles Artefakt angesetzt, welches sich im Besitz des Herrschers befindet.



Während der Ausführung kommt es jedoch zwischen dem souveränen und erfahrenen Garrett sowie der hitzköpfigen und impulsiven Erin zum Konflikt, welcher in einen Unfall mündet. Aus dessen Folge stürzt Erin in die Tiefe, und selbst Garrett verliert unter einstürzenden Trümmerteilen das Bewusstsein. Als wir wieder erwachen, herrscht Chaos in der Stadt, und zwei Bettler helfen uns unter Einsatz ihres Lebens, dass wir unser Versteck, einen alten Glockenturm, erreichen und uns neu strukturieren können. Die zuvor noch so lebendige und fröhliche Stadt ist plötzlich von einem schwarzen Schleier umhüllt, in den Strassen grassiert eine Krankheit namens Schwermut, und die Armen und Schwachen, die ihr schutzlos erliegen, werden von den korrupten und tyrannischen Stadtwachen wie Fliessbandware gen Massenverbrennungsofen transportiert.

Wir erfahren kurz darauf bei einem Treffen mit unserem Hehler, dass wir für ein komplettes Jahr wie von der Erdoberfläche verschwunden und ebenso plötzlich wieder aufgetaucht seien. In der Zeit unserer Abstinenz habe der Baron begonnen, gewaltsam ein industrielles Zeitalter einläuten zu wollen, dessen Massnahmen aber nichts weiter als Krankheit, Tod und Misstrauen in den Strassen der Stadt gesät hat. Nun ist es an uns, unseren Profit als Dieb aus den geänderten Lebensumständen zu schlagen, denn wie es in einer wachsenden Industrie üblich ist, werden die Reichen in solchen Zeiten trotzdem immer reicher und die Armen immer ärmer. Auf unseren folgenden Diebeszügen kommen wir dabei so manch dunklem Geheimnis auf die Spur.

Thief
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Jessica Rehse

Jessica Rehse am 28 Feb 2014 @ 00:05
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