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Tour de France 2012: Review

  Personal Computer XBOX 360 

Wir wissen nicht genau, welches Doping-Gerücht, -Verfahren, -Mittel oder welche Sperre eines Fahrers oder Teams dafür gesorgt hat, doch mittlerweile scheint es tatsächlich so weit zu sein, dass man sich als Normalsterblicher für die Tour de France kaum oder gar nicht mehr interessiert. Habt ihr bemerkt, dass die Tour längst wieder über die Bildschirme flimmert? Wisst ihr, welche Fahrer eures Landes diesmal antreten? Nein? Macht nichts. Wer definitiv sauberen Radsport bei der Tour erleben möchte, der sollte sich mit der Manager-Umsetzung für den PC beschäftigen.


Konsolenversion: Kaum Fortschritte

Werfen wir zunächst aber einen Blick auf die Umsetzung für die Xbox 360. Konsolenspieler bekommen ähnlich wie im vergangenen Jahr eine Version spendiert, welche mit der Manager-Ausgabe nichts gemein hat. Hier übernehmt ihr vielmehr die Kontrolle über die Fahrer und leitet ihre Geschicke mit Hilfe von angezeigten Balken im Bereich Leistungsfähigkeit, Kondition und Sprintvermögen. Ob ihr dabei die Steuerung eines der lizenzierten Teams oder lieber eines frei erfundenen Radstalles übernehmt, bleibt euch überlassen. Ein reines Actionspiel ist die Umsetzung jedoch nicht, denn es kommt auch hier sehr viel auf die Taktik und das bestmögliche Platzieren der Fahrer im Feld an. Neben der kompletten Tour könnt ihr auch in Einzelrennen oder in Duellen gegen einen anderen Spieler antreten.

Dabei solltet ihr die speziellen Eigenschaften der Radfahrer bestmöglich nutzen. Habt ihr etwa einen Sprintexperten im Team, lohnt sich die mühevolle Positionierung des Fahrers an der Spitze, ohne dass er vorher zu viel Kraft auf der Strecke verbrennt. Schützenhilfe könnt ihr hierzu auf Knopfdruck von anderen Teammitgliedern anfordern. Jede Etappe ist in fünf Abschnitte unterteilt, die ihr entweder selbst fahren oder auf Wunsch auch simulieren könnt. Allerdings bekommt ihr bei den simulierten Abschnitten dann nur einen Live-Ticker zu sehen, was dem Spannungsgehalt eines Bremsvorganges am Berg gleichkommt. Dann doch lieber die minutenlangen Fahrten durch Frankreich erleben, denn immerhin sehen die virtuellen Fahrten ansprechend aus, und einige schöne Details des Landes lassen sich auch erkennen.

Während der fahrbaren Abschnitte gebt ihr das Tempo durch mehrfachen Tastendruck vor und haltet anschliessend dieses Niveau bei gehaltener Taste bei. Nun gilt es, auf die Ausdauerwerte zu achten und mit Hilfe der zwei verschiedenen Übersetzungen zu agieren. Während der Rennen könnt ihr bis zu drei Nahrungsmittel zu euch nehmen, welche die drei Balken einmal komplett wieder auffüllen. Um sie Spielbalance beim Endspurt kurz vor dem Ziel beibehalten zu können, haben die Entwickler jedoch dem Sprint-Cheaten einen Riegel vorgeschoben. Während ihr von den Powersnacks esst, sind keine Sprints oder Konterangriffe möglich. Wie auch im Vorgänger, kommt dem Lenken eine untergeordnete Rolle zu. Eher seid ihr damit beschäftigt, eure Positionen im Feld zu optimieren oder euch im Windschatten eurer Vordermänner auszuruhen.

Ebenso unverändert ist aber auch die Langeweile beim Spielen. Wenn man dem Titel eines nicht vorwerfen kann, dann ist es die Umsetzung der Langatmigkeit so mancher Tour de France-Etappe. Ausreissversuche helfen da auch nicht weiter, um die Spannung zu erhöhen, denn da zwischen den einzelnen Abschnitten gnadenlos simuliert wird, fallt ihr einfach wieder ins Hauptfeld zurück. Also haltet ihr euch in den Einzelabschnitten zurück - es sei denn, ihr wollt zusätzliche Sprintpunkte erhaschen. Ist dies aber nicht euer Ziel, ödet die Fahrerei schnell an, selbst wenn man die fahrbaren Elemente zusätzlich simuliert. Nur die letzten Fahrabschnitte können für kurzweilige Spannung sorgen, weil hier die Positionskämpfe packend sind und es vor allem in den Bergankünften auf das richtige Timing für den letzten Angriff ankommt.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 17 Jul 2012 @ 11:52
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