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UFC 2009 Undisputed: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Freefight, brutale Käfigkämpfe, Todeskämpfe im achteckigen Ring - die Betitelungen, welche die deutsche Presse bislang für den Mixed Martial Arts-Kampfsport der Liga UFC gefunden hat, sind vielfältig, haben jedoch allesamt eins gemein: Sie sind nicht sehr schmeichelhaft. Es scheint fast, als hätten sich die Vertreter der Presse mit ihren fundierten Recherchen auf das Nötigste konzentriert, kurz bevor die amerikanische Kampfsportliga Mitte Juni erstmals eine Grossveranstaltung auf deutschem Boden ausgetragen und sie live in aller Herren Länder übertragen hat. Und trotz aller negativer Kritik war die Kölner Lanxess Arena für UFC 99 packevoll. Das hatte die Liga wohl nicht zuletzt der stark angestiegenen Publicity in den Monaten vor dem Event zu verdanken. Immerhin überträgt seit geraumer Zeit das DSF jede Woche die spannendsten Fights aus dem Octagon und von THQ kam vor Kurzem auch ein massentaugliches Spiel zur vermeintlich brutalen Kampfsportart in den Handel. Und genau das - um diese langatmige Einleitung zu einem Ende zu bringen - haben wir uns im ausführlichen Test angesehen.

Nur eine Regel: keine Regeln?

Wer glaubt, die UFC würde in ihrem achteckigen, von einem mannshohen Zaun umgebenen, Octagon genannten Ring trainierte Kampfmaschinen ohne tieferes Reglement aufeinander loslassen, der täuscht sich. Tatsächlich ist das Regelwerk der UFC mit 31 Regeln sogar umfangreicher als das des Boxsports. Die Vermutung, dass es bei einem UFC-Fight brutaler als anderswo zugeht, rührt daher, dass Schläge und Tritte nicht nur an den Kopf, sondern den gesamten Körper erlaubt sind und die Gegner sich auch am Boden liegend mit Aufgabegriffen, Schlägen und Kniestössen beharken können. Eines gilt aber auch hier: Sobald sich ein Kontrahent nicht mehr sinnvoll zur Wehr setzt, bricht der Ringrichter den Kampf ab. Also alles halb so wild.

Dennoch ist UFC Undisputed 2009 nur ein Spiel für Erwachsene. Das liegt in erster Linie an den plastisch dargestellten Cuts, die die virtuellen Kämpfer während der Fights kassieren, und den daraus resultierenden Blutflecken, die sich realistisch auf der Ringmatte verteilen. Überzogen dargestellt wird hier jedoch nichts. Es gab schon echte UFC-Kämpfe, die unappetitlicher anzusehen waren als alles, was ihr im Spiel zu sehen bekommt.

UFC Undisputed 2009 gilt als harter Konkurrent zu Titeln wie der Fight Night-Reihe, obwohl man sich einer anderen Sportart bedient. Im achteckigen Ring stehen sich grundsätzlich zwei Kämpfer derselben Gewichtsklasse gegenüber, die sich drei Runden à fünf Minuten gegenseitig auf die Omme geben. Nur bei Titelkämpfen wird die Kampfzeit auf fünf Runden verlängert - selten jedoch geht ein solcher Titelkampf über die volle Distanz.

Mit Arm und Bein

Die über 80 Kämpfer im Spiel sind allesamt realen Vorbildern nachempfunden und sehen dank einer grandiosen grafischen Darstellung ihren Ebenbildern wie aus dem Gesicht geschnitten. Prominenteste Vertreter der UFC-Zunft sind Wanderlei Silva, Chuck Lidell, Frank Mir und Ex-Wrestler Brock Lesnar. Neben ihnen bilden auch noch zahlreiche, mal mehr und mal weniger bekannte Gesichter den Roster des Spiels. Alle Spieler besitzen zwei von insgesamt sechs Kampfstilen: Brasilian Jiu-Jitsu, Boxen, Ringen, Judo, Kickboxen und Muay Thai. Somit spielen sich die virtuellen Kämpfer abhängig von Gewichtsklasse und Kampfstilen sehr unterschiedlich, was jeden Kampf und jeden Gegner aufs Neue zu einer Herausforderung macht.

UFC 2009 Undisputed
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Tobias Kuehnlein


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Tobias Kuehnlein am 10 Jul 2009 @ 17:21
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