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Vancouver 2010: Review

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Bald versuchen sich die Biathleten wieder an lupenreinen Fünfer-Serien, auf dem Eis krachen Eishockeyspieler wuchtig aneinander, die Langläufer erobern die verschneiten Waldwege, und anmutige Mädels ziehen irrwitzige Pirouetten auf das Eis, während es beim Curling eher gemütlich zugeht. Ja, die Rede ist von Vanouver 2010, der Umsetzung der Olympischen Winterspiele 2010 von SEGA. Und sämtliche oben erwähnten Sportarten sind nicht dabei. Zumindest nicht bei SEGAs Olympiade.


Das ist insofern nicht verwunderlich, weil es noch nie eine komplette virtuelle Wintersport-Olympiade gegeben hat, seit Anbeginn der Videospiele. Und doch mutete die diesjährige Zusammenstellung der Disziplinen etwas merkwürdig an. Von den nordischen Sportarten hat es gerade einmal der Skisprung von der Grossschanze ins Spiel geschafft, alle anderen Disziplinen erhielten keine Berücksichtigung. Dafür jedoch darf im Eiskanal mit Zweierbob, Skeleton und Schlitten der Geschwindigkeitswahn erlebt werden.

Auch bei den alpinen Wettbewerben gibt es von den reinen Nennungen keine grosse Meckermöglichkeit. Sowohl die populären Events wie Abfahrt, Slalom, Super-G und Riesenslalom gilt es zu absolvieren, als auch die mittlerweile ins olympische Programm aufgenommenen Snowboard-Cross und Parallelslalom-Wettbewerbe. Insgesamt bietet euch das Spiel 14 Disziplinen an. Erstaunlicherweise könnt ihr lediglich die einzelnen Events hintereinander abspulen, in umständlich eigens gewählter oder in zufälliger Reihenfolge.

Dann tretet ihr gegen lächerliche drei Gegner um die Medaillen an. Ein Feld aus vier Skispringern haben wir in dieser Form auch noch nicht gesehen. Doch nicht nur das! Ebenso könnt ihr nicht frei wählen, ob ihr als weiblicher oder männlicher Sportler die Pisten herunterdüst, dies wird euch vom Programm vorgeschrieben. So könnt ihr nur als Frau beim Ski-Cross teilnehmen und nur als Mann beim Snowboard-Parallelslalom. Merkwürdige Sportwelt! Einen eigenen Sportler zu erstellen und mit diesem dann Bestleistungen zu bringen ist nicht möglich, immerhin erkennt das Programm zum Beispiel euer Xbox-Profil und speichert eure Erfolge online ab. Vergleiche mit den besten Spielern dieser Welt sind also möglich. Gerade im Online-Modus sieht es dann aber auch atmosphärisch echt toll aus, wenn KillerXX13 gegen Sacklaus52, Luke78 und FuckYouall23 antritt. Da kommt doch waschechtes Olympia-Feeling auf!

Immerhin, die Steuerung bei den einzelnen Disziplinen ist zumeist gut gelungen, wenn auch nicht immer besonders einfallsreich. So langweilt der Eisschnelllauf mit ständiger Knöpfchendrückerei sehr schnell, auch wenn es zu begrüssen ist, dass endlich mal die wesentlich interessanteren Shorttrack-Wettbewerbe den Weg ins Spiel fanden. Erheblich anspruchsvoller sind da die Fahrten im schwierigen Eiskanal gelungen. So müsst ihr beispielsweise im Zweierbob mit den beiden Analogsticks sowohl den Bob als auch die Bewegungen des Hintermannes simulieren, um nicht mit dem Gefährt zu stürzen. Auch das Anlaufen mit dem Bob ist gut simuliert, hier zeigt SEGA, dass es durchaus Potential gibt.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 20 Jan 2010 @ 19:30
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