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WET: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Eine coole weibliche Hauptdarstellerin, Retrofilmoptik, eine Menge Geballer und Akrobatik - das klingt schon mal nach einer Menge Spass. Doch kann das Spiel Wet den Erwartungen standhalten?

Feuchte Arbeit

Bei dem Namen Wet denkt man schnell mal an etwas Schlüpfriges, jedoch ist mit Wet "Wetwork" gemeint, was umgangssprachlich für Auftragsmorde steht, wie gleich zu Anfang des Spiels durch eine Texteinblendung klargestellt wird. Und um solch "Feuchte Arbeit" geht es auch im Spiel. Die Hauptdarstellerin Rubi Melone kennt sich in dem Metier bestens aus. Sie sieht nicht nur verdammt gut aus und hat akrobatisch einiges drauf, sondern weiss auch wie man allerlei Waffen bedient. Mehr zu Rubi im Laufe des Artikels.

Aber zunächst die Story: Im Prolog hat Rubi einen Auftrag eines gewissen Travor Ackers angenommen. Ihr Ziel ist ein Koffer, der ein neues Herz für den gebrechlichen Vater des Auftraggebers enthält. Klar, dass die momentanen Besitzer alles daran setzten, den Koffer zu behalten. Der Spieler wird also mit der ersten Schiesserei und danach mit einer wilden Autoverfolgungsjagd konfrontiert. Und nein, hier fährt man nicht selbst ein Auto, sondern bewegt sich hüpfenderweise von Fahrzeug zu Fahrzeug und ballert, was das Zeug hält. Nachdem das Kapitel erfolgreich abgeschlossen ist, wird Rubi ein Jahr später von Travors Vater William besucht, der ihr einen neuen Auftrag anbietet. Rubi soll nun den Sohnemann in Hongkong suchen, denn der Vater möchte ihn aus den Kreisen einer Gang herausholen. Nachdem die Entlohnung Rubi überzeugt, geht es los zum ersten richtigen von zwölf Kapiteln. Die Story entwickelt sich nach und nach, und ein Twist im Plot werden manche schon erwartet haben. Ab da geht es dann um Rache, frei nach dem Motto Kill Bill... äh Kill Rupert. Wer dieser Rupert ist, möchten wir euch selbst herausfinden lassen, um euch nicht die Spannung zu nehmen.

Kill Rupert

Ihr werdet die Anspielung auf Kill Bill und damit Quentin Tarantino bemerkt haben. Wet ist nämlich voll und ganz im Stile des Action-Movies gestaltet und zusätzlich mit einem Filter in Grindhouse-Optik verfeinert. Ihr wisst schon, diese auf alter Film getrimmten Störstreifen über dem normalen Bild à la Planet Terror. Ähnlich wie The Bride (Uma Thurman) im Film Kill Bill ist auch Rubi Melone eine hübsche, stylische Kampfsau. Entschuldigung für den Ausdruck, aber das Spiel verleitet einen zu solch einer Verbalisierung. Ebenso nimmt auch Rubi kein Blatt vor den Mund. Die ständig etwas schlecht gelaunte Dame flucht am laufenden Band, und wir haben bestimmt noch nie bei einem Spiel so viele Schimpfwörter aus den Boxen kommen hören. Die deutsche Synchronisation ist zwar recht gut gelungen, aber wer des Englischen mächtig ist, sollte auf den Originalton schalten, denn nicht nur Rubis, sondern auch der Rest der Sprecher machen ihren Job sehr gut. Kein Wunder, denn hinter den Stimmen versteckt sich unter anderem Eliza Dushku (Faith aus Buffy), die Rubi ihre Stimme leiht. Und niemand Geringeres als Malcom McDowell (A Clockwork Orange) spricht den ominösen Rupert. Der Soundtrack zu Wet passt musikalisch sowie textlich wie die Faust aufs Auge und ist auch wieder inspiriert durch Kill Bill und Co. Teilweise sind sogar richtige Ohrwurm-Lieder dabei, wenn etwa The Arkhams singen "my baby's lost control, my baby's lost controoohhool... she is a danger to herself and to society."

Rubi "Coolness" Melone

Gesteuert wird Rubi aus der Third-Person-Perspektive, und das Ganze ist inszeniert wie ein guter, alter 90er-Jahre Actionfilm des Hongkong-Kinos, John Woo lässt grüssen. Gewisse Parallelen zu John Woo presents Stranglehold sind dabei nicht zu verleugnen. Rubi hat genau wie Inspektor "Tequila" Yuen einiges an akrobatischen Moves parat. So springt oder rutscht man auf Knien durch die Gegnerreihen, hangelt sich an Vorsprüngen entlang oder gleitet kopfüber Leitern herunter. Die akrobatischen Moves lassen sich im Laufe des Spiels, genauso wie die Waffen, mit gesammelten Stilpunkten upgraden. Natürlich wird in Wet geballert, was das Zeug hält, während der Turneinlagen meist gar beidhändig. Als Waffen gibt es standardmässig zwei Colts mit unendlich Munition, später dann noch Schrotflinten, Maschinenpistolen und eine Armbrust mit Explosivgeschossen. Für die letzten drei muss man allerdings immer wieder Munitionspakete aufsammeln. In guter, alter Bullet-Time-Manier verlangsamt sich das Geschehen, sobald man sich stylisch durch die Gegnerreihen mäht. Rubi hat, wie ihr Vorbild aus Kill Bill, auch noch ein schickes Katana auf dem Rücken, mit dem man zusätzlich noch Gegner zersäbeln kann. Ms. Melone macht dabei eine verdammt gute Figur, gemixt mit jede Menge toughen Sprüchen strotzt die Dame nur so vor Style, der Tequila aus Stranglehold wohl vor Neid erblassen lassen würden. Rubi Melone ist ein Platz im Olymp der coolsten Videospielcharaktere schon mal sicher. Wenn sie mit Dante aus Devil May Cry ein Kind haben würde, wäre das wohl der Inbegriff der Coolness.


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Stefan Vogel

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Stefan Vogel am 09 Okt 2009 @ 12:57
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