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WWE 2K15: Review

  Playstation 4 Xbox one 

Vor gut drei Wochen erschien mit WWE 2K15 für die PlayStation 3 und die Xbox 360 eine Last-Gen-Unverschämtheit. Anstatt den Spielern wirklich Neues zu bieten, verpackte 2K eine fast identische Kopie des Vorjahrestitels WWE 2K14, inklusive aller Fehler, aber mit kleinerem Roster und weniger kreativen Möglichkeiten, und verscherbelte das den treudoofen Wrestling-Fans als neues Spiel zum Vollpreis. Der Ärger war entsprechend gross. Jetzt, drei Wochen später, erscheint unter dem selben Namen das Wrestling-Debüt für die aktuelle Konsolengeneration. 2K hat hierfür versucht, das Rad respektive den Ring neu zu erfinden und ordentlich an Gameplay und Optik geschraubt - und landet damit irgendwo zwischen Revolution und Totalausfall.

Mach mal langsam!

John Cena steht über seinem Gegner. Brock Lesnar liegt angeschlagen auf der Matte, beide Wrestler sind völlig ausgepowert. Mit letzter Kraft wuchtet Cena seinen Gegner auf die Schultern und hämmert das Schwergewicht mit seinem Finisher, dem Attitude Adjustment, auf die Matte. Lesnar ist k. o., Cena am Ende seiner Kräfte. Beide liegen regungslos da, der Ringrichter zählt die Wrestler an. Doch da ... Cena bewegt sich! Mit letzter Kraft kriecht er Zentimeter für Zentimeter in Richtung seines Gegners, legt seinen linken Arm auf Lesnars Oberkörper. Der Ringrichter zählt durch ... 1, 2, 3! John Cena ist neuer WWE-World-Heavyweight-Champion!

WWE 2K15 Bild
Episch? Aber voll! Solche Szenen gab es bisher allerdings nur im realen WWE-TV zu sehen. In den bisherigen WWE-Spielen ging das Ganze weniger dramatisch vonstatten. Verzweifelte Pins mit letzter Kraft? Gab es nie. Bisher, denn für das Current-Gen-Debüt der WWE-Reihe haben 2K und Yukes mächtig an dem Wrestling-Titel geschraubt und spielerisch einen Gang runtergeschaltet. Die Kämpfe im Seilgeviert spielen sich jetzt nicht mehr so schnell und arcadig wie in den Last-Gen-Fassungen, sondern haben durch die nun reduzierte Spielgeschwindigkeit und ein spürbar integriertes Ausdauersystem wesentlich mehr Dramatik und erfordern mehr taktisches Vorgehen. Denn: Jeder Move kostet Ausdauer, und die regeneriert sich im Match-Verlauf nur noch bis zu einem gewissen Punkt. Verpasst ihr eurem Gegner nach einem langen Kampf euren Signature Move, kann es sein, dass euer Recke danach erschöpft auf die Knie geht und eine Sekunde braucht, ehe er zum Cover ansetzen kann. Dieser neue Kniff beim Gameplay sorgt für wesentlich spannendere Kämpfe und kann ein augenscheinlich aussichtsloses Match bis zur letzten Sekunde drehen. Auch sonst spielt sich WWE 2K15 auf den neuen Konsolen fühlbar anders, auch wenn die grundlegende Steuerung und Spielmechanik weitestgehend unverändert blieben. Das Gameplay fühlt sich realistischer, komplexer und unberechenbarer an. Dazu gesellt sich ein neues Minispiel in der Anfangsphase der Kämpfe. Geht ihr per Grifftaste mit eurem Gegner in einen Lock-up, so beginnt ein Stein-Schere-Papier-Minispiel, in dem jener Wrestler die Oberhand gewinnt, der die stärkere Position auswählt. Dann müsst ihr mit dem Analogstick einen vibrierenden Hotspot finden, um euren Gegner in dieser klassischen Ringersequenz zu dominieren. Zwar wirkt dieses Minispiel wie ein Fremdkörper innerhalb des übrigen Gameplays, da es aber nur in der Anfangsphase der Matches auftritt und so einen realistischen Kampfaufbau simuliert, kann man diese Neuerung durchaus für gut befinden. Wen es nervt, der kann das Minispiel aber auch deaktivieren.

WWE 2K15
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Tobias Kuehnlein

Tobias Kuehnlein am 27 Nov 2014 @ 14:18
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