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WWE SmackDown! vs. RAW 2011: Review

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Wrestling-Fans sind schon ein ganz eigenes, spitzfindiges Völkchen. Das Videospiel zu ihrer heissgeliebten, Testosteron geschwängerten Wrestling-Soap kann ihnen gar nicht detailliert genug sein. Bereits Monate vor der Veröffentlichung wird jede neue Information, jeder Screenshot und jedes abgefilmte Video in den Foren im Detail seziert und kommentiert. Da wird über Kleinigkeiten gemeckert wie "Die Gürtel sehen immer noch zu klein aus" oder "Die haben ja wieder keine Minitrons eingebaut". 80 Prozent aller Forennutzer wollen sich das Spiel eh nicht kaufen, weil es ja doch wieder kaum Änderungen zum Vorjahr gibt. Aber sobald das Spiel dann da ist, finden sie es dann doch alle ganz toll und freuen sich über den neusten Ableger. Jetzt ist es wieder so weit, ein neues WWE SmackDown vs. RAW schlägt in den Läden auf und wir klären auch dieses Jahr in aller Ausführlichkeit, was im Vorfeld berechtigt war - meckern oder jubeln?

Moment mal!

"This is your Moment" - unter diesem Slogan läuft das neue WWE-Spiel in diesem Jahr. Und im Wrestling gibt es sie wahrlich, diese Gänsehautmomente, die kein WWE-Fan jemals vergisst. Einer der wohl berühmtesten WWE-Momente aller Zeiten dürfte das Hell-in-a-Cell-Match zwischen dem Undertaker und Mick Foley gewesen sein, als der Taker seinen Gegner vom Dach der Zelle stiess und Foley hart auf dem Kommentatorenpult aufprallte. Solche Momente gibt es in der mittlerweile familienfreundlich ausgerichteten WWE kaum mehr, dennoch schafft es die Stamforder Wrestling-Liga immer wieder, besondere Aha-Momente zu erzeugen. Und genau diese Aha-Momente tragen in diesem Jahr auch das Spiel auf die nächste Ebene.

Dabei hat sich an der grundlegenden Spielmechanik zwischen den Ringseilen nichts verändert. Na gut, sagen wir fast nichts. Ein bisschen wurde dennoch an der Steuerung geschraubt. Alle Griffattacken führt ihr jetzt ausschliesslich mit dem rechten Stick aus. Eine Abstufung mit Hilfe des rechten Buttons findet nicht mehr statt, stattdessen entscheidet das Spiel aus der Match-Situation heraus, ob ihr einen starken oder etwas schwächeren Griff-Move auslösen könnt. Auch könnt ihr während vieler Manöver jetzt noch rudimentär die Fallrichtung eures Gegners bestimmen. Sei es ein Superplex vom obersten Seil, ein Back Suplex oder ein Back Bodydrop - habt ihr euren Gegner in der Luft, könnt ihr mit dem linken Stick noch etwas justieren, wohin euer Gegner fallen soll. Wozu das Ganze? Das Zauberwort heisst Havok.



Tischlein brich nicht!

Anstatt die Wrestler wie bisher nur mit vorberechneten Spezialmanövern auf Metallstühle oder durch Holztische zu befördern, sorgt die Havok-Engine jetzt mit korrekt berechneter Physik für mannigfaltige neue Möglichkeiten in den Materialschlachten, etwa Extreme Rules- oder TLC-Matches. Steht euch beim Superplex ein Tisch im Weg, krachen die Wrestler spektakulär durch das Klappmöbel und die Trümmer fliegen durch den ganzen Ring. In den Vorjahren rutschte das Gerät wie durch Geisterhand zur Seite und machte Platz für die anfliegenden Wrestler - doch diese Zeiten sind nun vorbei. Auch wenn ihr eine Leiter mit einem Kontrahenten umstosst, ist nicht klar, ob der Gegner aus dem Ring fliegt, auf den Seilen landet oder vielleicht sogar durch einen "zufällig" herumstehenden Tisch stürzt. Die Gimmick-Matches leben mehr denn je von ihrer absoluten Unberechenbarkeit, und gerade das macht sie noch spassiger als je zuvor. Neben der 360-Version bekam allerdings nur die PlayStation 3-Version die umfangreichen Physikspielereien spendiert. Sowohl auf der Wii als auch auf der PlayStation 2 fällt die Physik-Engine weg und es bleibt alles nahezu wie im Vorjahr.

WWE SmackDown! vs. RAW 2011
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 09 Dez 2010 @ 17:32
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