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Wolfenstein - The New Order: Review

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Was wäre wenn? Eine Frage, die wir uns alle schon einmal gestellt haben - und ebenso auch Machine Games in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg. In seinem Erstlingswerk Wolfenstein: The New Order haben die Nationalsozialisten aller Bemühungen der Alliierten zum Trotz den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die Demokratien weltweit in die Knie gezwungen. Die Nazis haben die Weltherrschaft übernommen, hissten über dem Weissen Haus ihre Hakenkreuzflagge, betraten als Erstes den Mond, und die Beatles haben sich in "Die Käfer" umbenannt und singen auf Deutsch. Schlimmer kann es gar nicht kommen, doch zum Glück hat der Widerstand einen letzten Joker in der Hand: William B. J. Blazkowicz. Der wird den Nazis das Fürchten lehren! Das Problem: Unser Protagonist kommt gerade aus einer Nervenheilanstalt, lag 14 Jahre im Wachkoma und wir befinden uns bereits im Jahr 1960. Klingt irgendwie entfernt nach einem trashigen B-Movie mit Nazis vom Mond? Ja, aber wir lieben es trotzdem und erläutern euch im folgenden Test, warum wir schon lange Zeit nicht mehr so viel Spass mit einem Singleplayer-Shooter hatten!

1946: Die letzte Offensive

Es ist das Jahr 1946 einer alternativen Zeitlinie, der Krieg neigt sich dem Ende zu und die alliierten Streitkräfte starten ihre letzte, grosse Offensive auf die Festung von General Totenkopf. Die Sachen gepackt und ab ins Flugzeug. Auf dem Weg zum General wird unser Bombengeschwader von futuristischen Naziflugzeugen unter Beschuss genommen, und wir stürzen kurz vor unserem Ziel ab. Direkt zu Beginn wird uns eingetrichtert, dass dies die letzte Chance sei, den Krieg doch noch zu gewinnen, also legen wir uns gewaltig ins Zeug, kämpfen uns durch einen brandgefährlichen Strandabschnitt und Bunkeranlagen, erklimmen von aussen die Festung, widersetzen uns zahlreichen Regime-Soldaten sowie Roboterhunden und treffen am Ende, mehr unfreiwillig, auf den General. Dann sind nur noch wir und zwei unserer Kameraden am Leben und dem Willen des Generals ausgesetzt. Dieser stellt uns vor die Wahl, welchen Kameraden er für seine perversen und abstossenden Experimente sezieren soll, und das Spiel offenbart uns etwas, was wir so nicht erwartet haben: Die Handlung basiert eingeschränkt auf unseren Entscheidungen. Je nachdem für welchen Kameraden wir uns entscheiden, eröffnet sich dadurch eine alternative Zeitlinie, was indirekt bedeutet, dass es sich durchaus lohnen könnte, das Spiel mindestens ein weiteres Mal anzugehen.



Nach dieser recht intensiven und packenden Einführung ins Spiel versetzt uns der Titel ins Jahr 1960, denn Blazkowicz gelingt die Flucht nur knapp - und nicht unbeschadet. Ganze 14 Jahre verbringt Blazkowicz im Wachkoma in einer polnischen Nervenheilanstalt. Begleitet wird dieses gut inszenierte Intro durch innere Monologe unseres Protagonisten, der zwar nicht aktiv am Geschehen teilnimmt, durchaus aber alles mitbekommt, was in diesen 14 Jahren passiert. Zum Glück erwacht B. J. Blazkowicz zum richtigen Zeitpunkt, entledigt sich der Regime-Soldaten und bekommt die bittere Wahrheit wenig später eiskalt serviert: Die Nazis haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen!

Zugegeben, die Story verdient keinen Oscar, noch ist sie wirklich neu. Spiele wie Turning Point: Fall of Liberty haben diese alternative Erzählweise des Zweiten Weltkriegs bereits aufgegriffen und umgesetzt. Trotzalledem ist die Geschichte auf ihre eigene Art und Weise gut erzählt, wenn auch etwas trashig (Stichwort "Mond"), dafür aber umso ernsthafter und bedrückend zugleich.

Wolfenstein - The New Order
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Marco Peters

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Marco Peters am 02 Jun 2014 @ 22:24
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