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Trine 2: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Die Rätsel: Fordernd und clever

Doch auch der Rest des Trios hat seine Daseinsberechtigung. So kann sich die Diebin Zoya mit ihrem Enterhaken an hölzernen Plattformen anheften und sich so bequem über Lavabecken und Stachelgruben schwingen, während sie Feinde mit Pfeil und Bogen auf Distanz hält. Im Kampf ist schliesslich der Haudrauf Pontius die erste Wahl. Das Rittermoppelchen schlachtet umliegende Feinde quasi im Vorbeigehen. Selbst stabile Felswände zerbröselt er mit seinem Vorschlaghammer. Dabei klappt die Bedienung jederzeit tadellos, zumal wir stets zwischen den Protagonisten wechseln dürfen. Egal, ob wir mit Zoya über einstürzende Steinbrocken turnen oder uns mit Pontius durch Gegnerfleisch hacken - das Knobeln, Hüpfen, Kraxeln und Knüppeln fliesst nicht zuletzt aufgrund der geschmeidigen Animationen.

Angenehm ist auch der Schwierigkeitsgrad: Wo wir zu Beginn noch mühelos Kisten stapeln, um in den nächsten Bereich zu gelangen, sehen wir uns spätestens im dritten Kapitel mit schwierigeren Knobelaufgaben konfrontiert. Da gilt es beispielsweise, fleischfressenden Pflanzen auszuweichen, Wasserläufe umzuleiten und eine zischende Riesenschlange auszutricksen. Sogar Portalrätsel haben es ins Spiel geschafft, die augenzwinkernd an Valves Knobelspiel Portal erinnern. Dennoch hätte das eine oder andere Hindernis fordernder ausfallen dürfen. Zwar sind wir des Öfteren beinahe wahnsinnig geworden, aber nicht, weil die Rätsel so knifflig waren, sondern weil wir den banalsten Lösungsweg nicht erkannt haben. Wer ebenfalls Tomatensträucher auf den Augen hat, kann regelmässige Rätselhilfen aktivieren. Diese dienen allerdings eher als Lösungsansätze und verraten nur das, was ohnehin schon offensichtlich ist.



Wie schon im Vorgänger, dürfen wir unsere Heldengruppe im Laufe des Spiels aufpeppeln. Dazu sammeln wir bläuliche Fläschchen, die überall in der Spielwelt verstreut und zuweilen verflixt gut getarnt sind. Es lohnt sich also ein zweiter Durchlauf, denn die geräumigen Levels laden an jeder Ecke zum Erkunden ein. Der Lohn der Mühe: Nach 50 eingesackten Zaubertränken erhalten wir einen Talentpunkt, den wir in neue Fähigkeiten für jeden Held investieren. So lernt Pontius etwa eine mächtige Sturmattacke, und Zoya freut sich über Eis- und Feuerpfeile. Nanu, Feuerpfeile? Sturmattacke? Gab's die nicht bereits im Vorgänger? Genau so ist es. Der Talentbaum ist in Trine 2 nicht gewachsen, sondern eher verkümmert. Wir trainieren dieselben Fähigkeiten, die das Heldentrio bereits beherrschen müsste. Neu ist lediglich Zoyas Schattenaffinität, die wir aber nie benutzt haben, weil das Metzeln mit Pontius' Feuerschwert viel mehr Laune macht. Und gerade bei Amadeus haben wir uns neue Zauber gewünscht. Wo verdammt noch mal bleibt der Feuerball, Opa?!


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Mirco Kaempfer am 15 Dez 2011 @ 08:56
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