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The Elder Scrolls V - Skyrim: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Die Figur des Spielers wird zum Henkersblock geführt und kniet für den finalen Axthieb nieder. Ego-Perspektive. Die Kamera dreht das Bild um 90 Grad, auf den fetten Wanst des Henkers gerichtet. Angst. Der Scharfrichter holt aus ... und plötzlich landet auf einem der Wachtürme hinter ihm ein gewaltiger Drache. Panik, Chaos, Unsicherheit. Schnell wird die Situation zusammen mit anderen Figuren für die Flucht genutzt. Das Spiel führt kurz und knapp mit sparsam gefüllten Textboxen in die grundlegende Bedienung von Skyrim ein. Eine Taste zum Springen, zum Rennen, eine für den Schildblock, eine weitere für den Angriff. Längeres Festhalten der Taste forciert einen kräftigeren Schlag, der rasend schnell eine grüne Ausdauerskala leersaugt. Grün für Ausdauer. Rot die Lebensenergie. Ist die Ausdauer weg, die Figur aus der Puste, haut sie weniger kräftig zu, kann auch nicht mehr rennen. Ohne Lebensenergie ist das alles aber egal - dann geht gar nichts mehr und der jüngste Spielstand wird geladen.

Was nun? Hersteller Bethesda setzt den Spieler in einer unglaublich grossen, mit komplexen Orten gespickten Welt aus - im frostigen, nordisch angehauchten Skyrim. Der hat nun herauszufinden, was es mit dem Drachenangriff, was es mit seiner Person auf sich hat. Theoretisch kann er nun überall hingehen, alle Grenzen der Karte erforschen, die sich auf Tastendruck öffnen und die bereits entdeckte Orte im Schnellreisemodus anpeilen lässt. Vermutlich wird die hühnerbrüstige Spielfigur aber schon nach wenigen Schritten von Riesen mit einem Schlag gen Himmel katapultiert. Was soll's. Auch schön dort oben. Ob Tag- oder Nachthimmel: Tageslicht zwängt authentisch anmutende Schatten durch Gebirge und Nadelgehölz. Im sternengetränkten Nachtfirmament baden gleich zwei ansehnliche Monde.

Spagat zwischen Schönheit und Missgestalt

Weniger schön wird dann die harte Landung auf dem Boden der Tatsachen mit dem Gesicht nach unten. Aus der Nähe betrachtet sehen die Oberflächentexturen nämlich durchweg ähnlich matschig aus, wie das Gesicht der Spielfigur, die gerade die Keule eines Riesen geküsst hat. Vor allem hinsichtlich der Konsolenversionen muss der Hersteller bangen, dass der Spieler zu nah am Fernsehgerät sitzt und die fehlenden Details in der Texturendarstellung bemerkt. Die besser aussehende PC-Version spielt dank höherer Grafikauflösung und meist kleineren Bildschirmen ihre Trümpfe voll aus. Wer mit Hardware auf neuestem Stand Skyrim betritt, Pixel mindestens mit einer GeForce GTX 560 Ti oder vergleichbarer Grafikkarte auf den Bildschirm feuert, erfreut sich an maximalen Details und scharfer Oberflächenvisualisierung. Das bei ziemlich flüssigem Bildlauf. Dennoch: Skyrim ist die etwas betagtere, wenn auch ordentlich aufpolierte Grafik-Engine anzusehen. Spiele wie Battlefield 3 zeigen, dass in grafischer Hinsicht vor allem auf modernen PCs noch deutlich mehr machbar ist. Konsolen werden sichtbar immer mehr abgehängt, was ohnehin nur eine Frage der Zeit war.

The Elder Scrolls V - Skyrim
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Thomas Richter am 17 Nov 2011 @ 19:12
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