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Borderlands: Review

 
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Hersteller: Gearbox Software
Publisher: Take-Two Interactive Software
Genre: Action: 3D-Shooter
USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 18+ Violence Bad Language
Spieler: 4
Testversion: Retail
Weitere Infos: Game-Facts zu Borderlands

Fazit von Stefan Vogel (Xbox 360)

Nach den zwei Entwicklerpräsentation, die ich miterlebt habe, war ich sehr angetan und konnte den Release kaum erwarten. Als ich dann endlich die DVD in meine Xbox 360 eingelegt und die ersten Stunden allein in Pandora verbracht habe, war ich erst einmal enttäuscht. Zwar sind Sound und Grafik vorzüglich, aber es ist sehr langwierig, es gibt weite Fusswege zu bewältigen und von der Story bekommt man auch nichts mit. Als ich aber dann mit ein paar Mitstreitern per Koop losgelegt habe, wollte ich gar nicht mehr die Finger von Borderlands lassen. Hier merkt man, dass das Spiel defintiv auf das kooperative Gameplay ausgelegt ist. Jetzt stand einer stundenlangen Jagd nach Beute nichts mehr im Wege. Hier noch Leveln, da noch ein Quest erledigen, da noch ein paar Gegner niedermachen und alles einsammeln, was geht. Schon sind wieder einige Stunden ins Land gegangen. Borderlands rockt also doch, auch wenn der Story-Mangel immer noch vorhanden ist. Das Coole zum Schluss: Hat man das Spiel durch, kann man direkt mit dem selben Charakter neu anfangen und Gegner werden entsprechend stärker. Wie bei Super Mario früher. Sehr gut. Das Spiel hat sich also zum Dauerbrenner etabliert und ich muss auch schon wieder los und meinen Jäger aufleveln.

Fazit von Martin Weber (PlayStation 3)

Wenn man ein Spiel über einen längeren Zeitraum beobachtet, seine Entwicklung mitverfolgt und sieht, wie es vorangeht, kann man schon eine Prognose abgeben. Bei Borderlands hätte man trotzdem grundlegend falschgelegen. Alles deutete knapp zwei Jahre lang auf einen zwar gross angelegten, aber eher unspektakulären Shooter hin, der sich in erster Linie über Waffen definieren und einen guten Mehrspielerpart einbringen möchte. In diesem Jahr gingen die Entwickler plötzlich neue Wege und spendierten dem Game ein komplett neues Antlitz. Der Comic-Look war das Beste, das dem Spiel passieren konnte. Auf diese Weise kommt die abgefahrene Endzeit-Welt noch viel besser zur Geltung. Er intensiviert die skurrile Atmosphäre mit den verschrobenen Charakteren, ohne sich an dem thematisch ähnlichen Hit Fallout 3 anzubiedern.

Der im Vorfeld viel besprochene Rollenspiel-Aspekt ist zwar deutlich vorhanden, spielt aber nur dann eine Rolle, wenn die Gegner mindestens zwei Stufen über einem stehen. Dann nämlich wird das Game zu einem harten Brocken mit schier unlösbaren Aufgaben. Glücklicherweise gibt es genügend Side-Quests, mit denen die eigene Spielfigur schnell aufgepimpt werden kann. Das gigantische Waffenarsenal musste ebenfalls nicht weichen, was vor allem bei Sammlernaturen mitten ins Suchtzentrum trifft. Wer Sympathien für Mad Max, Fallout 3 und kaputte Typen in einem rundum gelungenen Shooter-RPG-Abenteuer hegt, liegt bei Borderlands auf jeden Fall richtig - hier wird der Comic zum Krieg.

Fazit von Daniel Boll (PC)

Ich kannte Borderlands ja schon von einer Vorschauversion für die Xbox 360, kann darum sehr gut einschätzen, inwiefern sich die PC-Version unterscheidet. Die Maus-Tastatur-Steuerung ist natürlich ein Segen, macht wegen fehlender Schwierigkeitsstufen vor allem die ersten Stunden aber recht einfach. War Bonehead auf der 360 noch ein harter Brocken, ist er auf dem PC mit wenigen gezielten Scharfschützengewehrtreffern Geschichte. Macht aber nichts, denn später gibt es trotzdem massig Missionen, an denen man sich mangels höherer Charakterstufe die Zähne ausbeisst, weil sich hochstufige Gegner von reaktionsschnellen und zielsicheren Treffern eben weit weniger beeindruckt zeigen. Generell zieht das Spiel seinen grossen Reiz aus abwechslungsreichen Quests und dem hohen Sammelfaktor. Ständig finden sich neue, bessere Ausrüstungsteile - seien es Waffen mit schnelleren Feuerraten, höheren Trefferschäden oder Elementareffekten wie Feuer und Säure, jede Besserung ist sofort spürbar.

Was mich an Borderlands stört, ist gar nicht mal die schwache Hauptgeschichte - und auch den Solomodus finde ich weit weniger trocken als Kollege Vogel. Vielmehr nerven die extremen Respawn-Raten der Gegner - da hilft nicht mal stumpfes Ignorieren, weil vor allem Skags sehr ehrgeizig und stur bei der Verfolgungsjagd sind. Wegrennen ist trotzdem oft die einzige Möglichkeit, um relativ zeitsparend durch erneut mit niedrigstufigeren Feinden bevölkerte Areale zu gelangen. Das empfinde ich als störend und als einen deutlichen Designfehler. Ausserdem steuern sich die Panzerwagen genauso seltsam wie auf der 360, muss ich doch auf dem PC mit der Maus die Lenkrichtung bestimmen. Blöd auch, dass die Spielwelt so schrecklich statisch ist und sich selbst dünne Blechschilder beim Gegenfahren keinen Millimeter rühren. Nicht selten bleibt der Wagen irgendwo stecken und muss zurückgelassen werden.

Davon abgesehen ist Borderlands für PC aber durchaus den Kauf wert. Humorvoller als STALKER, geradliniger und weniger komplex als Fallout 3 - und dazu mit einer sehr solide eingesetzten Unreal-Engine 3. Greift aber besser zu einer Importversion, ist die deutsche USK-Fassung doch um Splatter-Effekte erleichtert worden.

Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Viele, viele Beute
+ Tolle Optik
+ Im Koop der Hammer
+ Splitscreen-Möglichkeit
+ Süchtig machend
- Kaum Storytelling
- Allein etwas öde
- Umständliche Kartennavigation
- Gebiete werden ständig wieder bevölkert
- Spielwelt sehr statisch
- USK-Fassung zensiert

Gesamtwertung:  
GBase Score:
8.5
Abwechslung: Gut
Atmosphäre: Gut
Bedienung: Gut
Langzeitmotivation: Gut
Herausforderung: Gut
Spieldauer: Sehr Gut
Multiplayer: Sehr Gut
Preis/Leistung: Gut

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Stefan Vogel am 13 Nov 2009 @ 00:00
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