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Mafia II: Review

  Personal Computer XBOX 360 

Der Sieg des Kommerzes

Wozu all das hart verdiente Geld, wenn man es nicht ausgeben kann? In Empire Bay gibt es eine Reihe von Läden, in denen der kleine Hunger zwischendurch gestillt, neue Kleidung gekauft und der aktuelle Wagen aufgemotzt werden kann. Bessere Wumme oder mehr Munition gefällig? Dann auf zum nächsten Waffenladen. Unabhängig von der Dicke des Portmonees darf auf Wunsch der niedere Instinkt siegen. Folglich die Ladentür mit gezückter Knarre eintreten, den wehrhaften Besitzer abknallen und dann Kasse samt Regal leer räumen. Das ruft natürlich die Polizei auf den Plan. Also entbrennt eine Schiesserei und nach Vitos Visage wird künftig gefahndet. Einmal Kleidung oder Autokennzeichen wechseln und man ist den Status wieder los.

Ein wenig Action zwischendurch und die Illusion von spielerischer Freiheit - einen tieferen Sinn hat das Ganze nicht. Lebensenergie auffrischen geht auch am heimischen Kühlschrank. Die eigentlichen Missionen sind ausserdem - mit einer Ausnahme - ohne Geld und Extrawaffen schaffbar. Statt dieses halbgaren Sandkastenmodus hätten wir lieber wieder Nebenmissionen à la Lucas Bertone gesehen. Die sind aber genauso der Schere zum Opfer gefallen wie ein optionaler Freie-Fahrt-Modus. Schade. Dafür gibt es jetzt diverse Steam-Errungenschaften, sammelbare Playmate-Fotos und Gangster-Steckbriefe.

Dennoch: Empire Bay sprüht vor Atmosphäre. Werbeplakate preisen Filme, Getränke und Zigaretten an oder empfehlen einen Militärdienst. Passanten lesen Zeitungen, telefonieren und quatschen. Alles geht einem scheinbaren Tagesablauf nach. Fährt man einem Typen in die Karre, beschwert dieser sich lautstark oder er wird gar handgreiflich. Ähnlich verhält es sich mit Streitereien auf Bürgersteigen. Rempelt man beim Sprinten einen Fussgänger an, kann daraus eine waschechte Prügelei entstehen. Je nach Laune des Zeitgenossen. Ein Polizist würde stattdessen erst mal die Personalien aufnehmen - und sich danach wie der letzte Depp vom Dienst herumschubsen lassen. Zumindest war das in unserer Testphase mit einem Ordnungshüter möglich.

Technik

Nun gehen wir etwas näher auf die technischen Eigenschaften von Mafia II ein. Zunächst sei unser Testsystem genannt: Core 2 Quad Q9550 @ 3.4 GHz, 4 GB RAM, GeForce GTX 460 Sonic Platinum, SuperTalent Ultradrive GX-SSD. Gespielt haben wir auf einer Auflösung von 1920x1080. Mit allen Grafikdetails auf Maximal inklusive PhysX Hoch und aktivierter Kantenglättung erreichten wir im integrierten Benchmark-Modus durchschnittlich gerade mal 26 Bilder pro Sekunde. Weil der Benchmark-Level aber ein absolutes Worst-Case-Szenario darstellt, war von den Leistungseinbrüchen im eigentlichen Spiel nur selten etwas spürbar.

Dennoch haut vor allem PhysX auf Hoch mächtig rein. Nicht, weil Trümmerteile in Schiessereien dann detaillierter ausschauen und länger liegen bleiben. Auch nicht, weil Qualm physikalisch korrekt in die jeweilige Windrichtung verweht wird. Vielmehr ist die physikalische Kleidung an allen auf dem Bildschirm sichtbaren Personen der ausschlaggebende Punkt. Mit diesem Trick lässt sie sich vollständig oder teilweise deaktivieren, was in unserem Fall einen Zugewinn von rund 6 Bildern pro Sekunde brachte, ohne auf Trümmer verzichten zu müssen.

Generell lässt sich aber sagen, dass die Mafia II-Engine sehr performant ist. Mit deaktiviertem PhysX - was dem Physikmodell der Konsolenfassungen entspricht - schaffen selbst Grafikkarten der GeForce 8800-Reihe noch spielbare Frameraten auf maximaler Detailstufe. Wohlbemerkt muss nicht auf hübsche Schadenseffekte an Autos, Obstständen, Betonsäulen, Zäunen und anderen Objekten verzichtet werden. Es wirkt nur nicht mehr alles so übertrieben.

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Daniel Boll am 24 Aug 2010 @ 04:37
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