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F.E.A.R. 2 - Project Origin: Review

 
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Hersteller: Monolith
Publisher: Warner Bros.
Genre: Action: 3D-Shooter
USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 18+ Violence Bad Language
Spieler: 16
Testversion: 1.01
Weitere Infos: Game-Facts zu F.E.A.R. 2 - Project Origin

Fazit von Daniel Boll (PC)

F.E.A.R. 2 ist nicht mehr und nicht weniger geworden als ein würdiger Nachfolger des ersten Teils. Ein Old-School-Shooter mit Hinguckergrafik, die wie eine moderne Mixtur aus Source- und DOOM 3-Engine wirkt. Vor allem Splatterfans werden sich an den übertriebenen Blutschmierereien, entstellten Körpern und herumfliegenden Köpfen, Torsos, Armen und Beinen erfreuen. Dass die Gefechte trotz eigentlich pfiffiger Gegner-KI doch eher anspruchslos geraten sind, ist vor allem den grosszügig verteilten Medikits und den sehr starken, präzisen Wummen zu verdanken. Aber auch der Tatsache, dass die künstliche Intelligenz in derart linearen und beengten Arealen kaum zu voller Stärke aufblühen kann.

Der Solomodus alleine stellt mit seiner kurzen Spieldauer im Hinblick auf den Kaufpreis im 40-Euro-Bereich kein handfestes Kaufargument dar, auch wenn er eine Lawine an Grusel- und Actionszenen losbrechen lässt. Mehr Rätsel, mehr Zwischensequenzen und eine interaktivere Umgebung hätten dem Spiel wirklich gut getan. Auch eine bessere deutsche Vertonung wäre schön gewesen, wirken die hiesigen Sprecher doch oft emotionslos und wenig überzeugend. Und was sich Monolith beim Weglassen einer Schnellspeicher- und Lehnfunktion gedacht hat, bleibt wohl ein Geheimnis der Spieleschmiede.

Was F.E.A.R. 2 nun vor dem Abrutsch in den Sieben-Punkte-Bereich rettet, ist der spannende Mehrspielermodus mit seinen abwechslungsreichen Spielvarianten. Mit Teamkameraden auf verschachtelten Maps strategisch wichtige Ziele einnehmen und verteidigen, macht einfach Laune. Zwar ist die Ranglistenfunktion bisher noch eher nebensächlich und witzlos, doch kann sich das mit steigender Spielerzahl, mittels Patch nachgebesserten Features und überdachter Spielbalance durchaus in Zukunft noch ändern. Es wäre schade, wenn Monolith sich in diesem Punkt ausruhen würde, ist Project Origin für mich doch jetzt schon online die spirituelle Ablöse für Soldier of Fortune II. Hier muss ich mich nämlich nicht mit Superkräften, gigantischen Arealen und zig Fahrzeugen beschäftigen, sondern kann problemlos und direkt in die schnelle Action einsteigen. Klasse!

Ach so: Sowohl im Solo- als auch Mehrspielermodus gibt es freischaltbare Auszeichnungen. Dies sei nur am Rande erwähnt, denn extrem spielspassfördernd ist dieses Gimmick nun wirklich nicht.

Fazit von Martin Weber (Xbox 360)

Hier kommt eine weitere potenzielle Gruselgranate angeflogen. Wer jetzt aber darauf hofft, wie bei Dead Space, Silent Hill oder F.E.A.R. 1 den richtigen Thrill zu finden, der wird leider etwas enttäuscht sein. Zwar kommen immer noch einige Erschrecker zum Tragen und auch der Blutgehalt ist enorm, allerdings wirken die Schocks im Sequel um Horror-Chick Alma allzu kalkuliert und lehren in den seltensten Fällen das Fürchten. Dagegen winken dem Shooter-Freak harte Begegnungen mit Replica-Soldaten und fiesen Erscheinungen. Die Gegnerschaft ist dieses Mal von der klügeren Sorte und keinesfalls blosses Kanonenfutter. Leider werden abseits von knackigen Konfrontationen kaum Neuigkeiten geboten. Ein paar Zwischenstationen mit Mechs, einige neue Wummen, das war’s dann aber auch schon. Auch die Räumlichkeiten wirken immer leicht schlauchartig, so dass nicht der Gedanke an freies Gaming aufkommen kann. Solide ausgestattet sind sie trotzdem, wobei sie auch ein paar taktische Finessen aufbieten. Zusätzlich macht die gute Story mit den intelligenten Gegnern einen Grossteil der Motivation aus und hebt F.E.A.R. 2 auf einen Platz über der Dutzendware.

Warnung: Die deutsche USK-Version, erkennbar am USK 18-Logo auf der Vorderseite der Verkaufsbox, ist heftig geschnitten. Ein Uncut-Patch ist bereits verfügbar - für die Funktionsfähigkeit übernehmen wir aber keine Garantie. Des Weiteren geht natürlich ein Hinweis an die Eltern unter euch: Ob unzensiert oder nicht, F.E.A.R. 2 gehört keinesfalls in Kinderhände.



Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Bombastische Action
+ Extrem flüssige Steuerung (PC)
+ Gegner-KI
+ Gruselatmosphäre
+ Hoher Splatter-Gehalt
+ Hübsche Grafik
+ Motivierender Mehrspielermodus
+ Viele Skriptereignisse
- Anspruchslose Gefechte (PC)
- Autospeicherung verursacht Ruckler
- Kein Schnellspeichern
- Lehnfunktion fehlt
- Müde deutsche Sprachausgabe
- Online-Spielbalance mit Mängeln
- Sehr linear und interaktionsarm
- USK-Fassung mit Zensuren

Gesamtwertung:  
GBase Score:
8.0
Abwechslung: Befriedigend
Atmosphäre: Gut
Bedienung: Sehr Gut
Langzeitmotivation: Gut
Herausforderung: Befriedigend
Spieldauer: Befriedigend
Multiplayer: Gut
Preis/Leistung: Gut

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Daniel Boll am 24 Feb 2009 @ 01:02
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