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Brütal Legend: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Progressive Metal: Metzeln mal strategisch

Nachdem ihr die fantastisch inszenierte Spielwelt von Brütal Legend in den ersten Spielstunden mit eurem eisernen Höllengefährt, dem so genannten Deuce, erkunden dürft, entschliessen sich Eddie und seine Kollegen bald zum Start einer eigenen Tournee. Ziel des Unternehmens: Dem übelgelaunten Grafen Doviculus den Kampf anzusagen! Die Tournee stellt das Kernstück der Kampagne dar und besteht neben Konvoimissionen, bei denen ihr euren Tourbus verteidigt, hauptsächlich aus so genannten Stage Battles. In letzteren gilt es, mit eurer Konzertbühne als Basis, in schnellstmöglicher Zeit eine Armee auf die Beine zu stellen und damit eine gegnerische Bühne zu zerstören. Dabei könnt ihr wie in einem Echtzeitstrategiespiel Einheiten bauen, die euch auf dem Schlachtfeld zur Seite stehen. Zur Finanzierung eurer Truppen baut ihr über so genannten Fangeysiren eure Merchandising-Stände auf und gewinnt so die Seelen der Fans für eure Seite. Obwohl das Grundkonzept einer mit Rohstoffen finanzierten Armee aus Strategiespielen bekannt ist, hebt sich die Action in Brütal Legend doch massgeblich von Konventionen des Genres ab.

Die Herrschaften bei Double Fine haben das Strategieelement des Titels so stark vereinfacht, dass ihr euch kaum um das individuelle Herumkommandieren einzelner Truppengattungen kümmern müsst. Zwar könnt ihr euch mit Eddie in die Lüfte schwingen, um einen besseren Überblick zu erhalten und gewisse Ziele zu markieren, meist zieht ihr aber gleich mit euren Truppen mit und stürzt euch selbst in die Schlacht. Gerade für alte Strategiehasen dürfte diese aggressive Spielweise anfangs eher ungewohnt sein - für Neulinge dagegen sind die Instruktionen und Hilfestellungen wiederum zu spärlich gesät. So geht es während der ersten Schritte auf dem Schlachtfeld jeweils etwas zu chaotisch zu. Erst wenn man sich mit der Idee dieser sehr actionlastigen Variation des Strategiegenres abgefunden hat, beginnt man, die spielerischen Finessen des Kampfsystems zu erkennen. Und tatsächlich: Die Stage Battles machen einen Heidenspass, wenn man seiner Armee erst einmal mit unterstützenden Gitarrensoli Feuer unter dem Hintern macht und dann gleich selbst mitmischt.

Die direkte Interaktion mit euren Truppen wird zusätzlich durch die Verfügbarkeit von Partner-Moves angekurbelt. So könnt ihr jederzeit mit einer befreundeten Einheit zusammenarbeiten, um einen vernichtenden Spezialangriff vom Stapel zu lassen. Einmal schwingt ihr euch etwa auf den Rücken eines herbeigerufenen Feuerbiests und benutzt dieses als lebendigen Flammenwerfer, während ihr andernorts eine befreundete Kriegerin auf die Schulter nehmt, um sie dann in eine Gruppe von Gegnern zu katapultieren. Allgemein kann sich das Spektrum an Einheiten und die dargebotene Abwechslung in Sachen Partner-Moves sehen lassen. Am spektakulärsten kommt aber eindeutig Eddies eigenes Repertoire an Attacken daher. Abwechslungsweise heizt ihr euren Kontrahenten mit wuchtigen Axtkombos ein oder spielt mittels vorgegebener Tastenkombinationen vernichtende Gitarrensoli. Ein besonders effektives Solo lässt euch etwa einen brennenden Zeppelin beschwören, der dann in einer riesigen Explosion auf das Schlachtfeld herunterkracht - Metal pur!

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Ettore Trento am 23 Okt 2009 @ 15:05
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