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Brütal Legend: Review

 
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Hersteller: Double Fine Productions
Publisher: Electronic Arts
Genre: Action: Adventure
USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 18+
Spieler: -
Weitere Infos: Game-Facts zu Brütal Legend

Fazit von Ettore Trento

Man kann sich durchaus darüber streiten ob die Metal-Szene noch das ist, was sie einmal war - ob Kiddiekultur und Keyboardklänge die Metal-Götter von damals in ihren dunkeln Gräbern rotieren lassen. Eines steht aber fest: Mit Brütal Legend lässt Double Fine die Sternstunden des Musikstils in würdiger und urkomischer Weise noch einmal Revue passieren. Schon beim Titelbildschirm des Spiels wird klar, wie viel Liebe zum Detail und persönliche Erfahrungen seitens der Entwickler hier ins Spiel geflossen sind. Da ist es schade, dass die praktische Ausführung der Vision von Brütal Legend stellenweise hinterherhinkt.

Die zentralen Stage Battles des Spiels wollen gleichzeitig Action-Adventure und Strategiespiel sein - eine Mischung, die nicht jedermanns Sache sein dürfte. De facto wird man hier in eine offensive Spielweise gezwungen, die nur selten Raum für strategische Entscheidungen lässt. Dazu kommt, dass der Einzelspielermodus des Titels, gemessen an der Grösse der Spielwelt und der Anzahl zu entdeckender Fähigkeiten, zu kurz geraten ist. Wenn man sich nach knapp zehn Stunden Spielzeit einige der interessanteren Upgrades im Spiel erkämpft hat, ist der Spass auch schon vorbei. Da hilft auch die wunderschön gestaltete, offene Spielwelt mit ihren immergleichen Nebenmissionen nicht.

Was Brütal Legend schlussendlich am Leben hält und von anderen Actionspielen abhebt, sind die Liebe zur Thematik und der ehrliche, leichtherzige Humor, der in die Entwicklung des Spiels eingeflossen ist. Tim Schafer hat es geschafft, verbreitete Klischees der Metal-Szene auf selbstironische, aber subtile Weise zu einer epischen Geschichte zu verarbeiten, die zu keinem Zeitpunkt prätentiös daherkommt. Die Action trägt ihr Übriges dazu bei, den Eindruck des klischeeträchtigen Heavy Metal-Universums zu unterstützen: Wenn man auf den Knien durch eine Horde von Gegnern rutscht und diese dabei mit der E-Gitarre in Brand setzt, sind Lacher und Wow-Rufe allemal vorprogrammiert. Wir hoffen, dass Brütal Legend früher oder später einen Nachfolger spendiert bekommt, der auf den offensichtlichen Stärken des Spiels aufbauen und dabei die erwähnten Fehler ausmerzen wird. Den Vergleich mit einem Metal-Konzert besteht das Spiel auf jeden Fall: Schnell, hart und viel zu schnell vorbei!

Fazit von M. Grunow

Tja, Ettore hat hier den Nagel auf den sprichwörtlichen Kopf getroffen mit seiner Wertung uns seinem Artikel samt Fazit. Als alten Metalhead macht mir Brütal Legend schon viel Freude. Der trockene Humor im Spiel, die Bestätigung und Verunglimpfung uralter Vorurteile, die Tatsache, dass sich der Metal hier mal selbst auf die Schippe nimmt. Das ist schon ganz grosser Sport. Ein wenig mehr Esprit vom Jack Black Film "The Pick of Destiny" hätte ich mir persönlich noch gewünscht, aber auch so ist die Geschichte des Roadies ein tolles Fest für alle Headbanger alter Schule. Lange hat mich ein Titel nicht mehr so zum Lachen bringen können wie Brütal Legend. Das alleine verdient schon ein dickes Kompliment an das Team von Tim Schafer!

Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Gelungenes Tribut an die Metal-Szene
+ Viel Liebe zum Detail
+ Schöne Schauplätze
+ Gelungener Humor
+ Exzellenter lizenzierter Soundtrack
+ Für Metal-Fans wie Neueinsteiger gleichermassen geeignet
- Schlachten anfänglich zu chaotisch
- Open World-Part nicht sehr motivierend
- Kampagne insgesamt zu kurz
- Nebenmissionen zu monoton
- Instabiler Mehrspielermodus

Gesamtwertung:  
GBase Score:
8.0
Abwechslung: Gut
Atmosphäre: Gut
Bedienung: Befriedigend
Langzeitmotivation: Ausreichend
Herausforderung: Gut
Spieldauer: Ausreichend
Multiplayer: Befriedigend
Preis/Leistung: Gut

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Ettore Trento am 23 Okt 2009 @ 15:05
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