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Dante's Inferno: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Während das Buch Die göttliche Kömodie die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies beschreibt, erlebt ihr in Dante's Inferno nur die erste Episode in der Hölle. Letztere teilt sich in neun Zirkel auf, die Autor Dante Alighieri in unterschiedliche Laster gegliedert hat, die jeweils von einem Endgegner bewacht werden. Ähnlich wie bei God of War handelt es sich bei Dante's Inferno um einen Mix aus Hack 'n' Slay gepaart mit Action-Adventure-Einlagen. Immer wieder trefft ihr auf gequälte und gepeinigte Seelen, die euch im Auftrag Lucifers entgegentreten. Erst wenn alle Feinde besiegt sind, lässt euch das Spiel eure Reise in die Tiefe fortsetzen.

Viel Geschmack haben die Entwickler besonders bei der Auswahl der Gegner bewiesen, liefert das Original doch eine gute Vorlage. Neben Feuerwesen oder ungetauften Kindern, aus deren Arme Schwerter statt Hände gewachsen sind, legt ihr euch oftmals auch mit deutlich grösseren Gegnern an, die nicht nur im Nahkampf überlegen sind, sondern auch über dämonische Zauberkräfte verfügen. Besonders extravagant und immer wieder aufs Neue begeisternd sind die zahlreichen und extrem spektakulären Bosskämpfe, die euch am Ende eines jeden Zirkels erwarten. So tretet ihr gegen Cerberus, den dreiköpfigen Höllenhund, an oder bietet Kleopatra die Stirn, die euch im Wollustzirkel zur Sünde verführen will. Alles epische Kämpfe, die jedem Kinofilm das Wasser reichen können, an denen man sich kaum sattsehen kann. Und wer einmal die Zügel über ein abscheuliches Höllenmonster selbst in die Hand genommen und ganze Berge versetzt hat, der weiss, über welche Kräfte die Macht verfügt, die sich euch in den Weg stellt.

Im Laufe der Zeit erlernt Dante immer mächtigere Kampftechniken, die er ohne Gnade seine Feinde spüren lässt. Während des gesamten Spiels seid ihr lediglich mit zwei Waffen ausgerüstet: Neben der Sense, die ihr dem Tod abgenommen habt, bekommt ihr mit dem Heiligen Kreuz eine mächtige Fernkampfwaffe in die Hand gedrückt, die mit Hilfe des Lichts Gegnern Schaden zufügen kann. Durch besondere Finishingmoves oder das Erlösen / Verdammen von rastlosen Seelen, die in der Hölle gefangen sind, könnt ihr Erfahrungspunkte verdienen, die ihr für neue Komboattacken ausgeben könnt. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Art und Weise, wie ihr euch den Geschöpfen gegenüber verhaltet. Erlöst ihr sie und lasst sie in die Sphären des Himmels aufsteigen, erhaltet ihr andere Erfahrungspunkte als wenn ihr sie für immer der Hölle überlasst. So lassen sich unterschiedliche Fertigkeiten freischalten. Gefundene Relikte und erlernte Zaubersprüche sorgen ebenfalls für eine gesteigerte Kampfkraft.

Der Schwierigkeitsgrad hält sich auf der Classic-Stufe in Grenzen, so dass nach gut acht bis zehn Stunden der Abspann über den Bildschirm flimmert. Dies liegt insbesondere daran, dass ihr relativ schnell neue Fertigkeiten freischalten könnt, die euch mächtiger werden lassen. Dadurch sind normale Kämpfe kaum noch eine Herausforderung. Bossgegner brauchen hingegen schon mehr Fitness eurer Daumen, hier gilt es zur rechten Zeit auszuweichen und dem Endgegner mit der Sense einen Scheitel zu ziehen. Solltet ihr dann doch einmal einen zweiten Tod sterben - schliesslich habt ihr ja schon per se einmal das Zeitliche gesegnet -, versetzt euch das Spiel meistens nur wenige Meter vor den letzten Kampf zurück. Auch die zahlreichen Speicherpunkte sind fast schon zu fair gesetzt. Wer den Nervenkitzel mag, der darf auch gerne mal eine Speichermöglichkeit überspringen. Neue Energie und Lebenskraft tankt ihr an Brunnen, die nach dem einmaligen Gebrauch zerstört werden.

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Alexander Boedeker am 09 Feb 2010 @ 09:59
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