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Split/Second: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Blechschlacht

In Split/Second fahrt ihr die meiste Zeit gegen sieben Kontrahenten, während euer Finger ständig über einer wichtigen Taste ruhen wird. Damit das Rennspektakel nicht zum chaotischen Inferno wird, könnt ihr die explosiven Events nur ausführen, wenn ihr genügend Energie gesammelt habt. So füllt sich eure in drei Abschnitte eingeteilte Energieleiste bei Sprüngen, dem Fahren im Windschatten oder sehenswerten Drifts in Kurven. Leuchtet schliesslich ein Abschnitt auf, könnt ihr mit den so genannten Powerplays per Knopfdruck in die präparierte Rennkulisse eingreifen. Die Möglichkeiten dabei sind vielfältig: Auf Befehl wirft ein Helikopter leicht entzündliches Gut ab oder ihr lasst eine nahe gelegene Tankstelle hochgehen. Neben einstürzenden Gebäuden, detonierenden Fahrzeugen und fiesen Fallen könnt ihr euch aber auch Abkürzungen basteln. Signalisiert euch die Energieleiste mit roter Farbe das Limit, könnt ihr mit den Level-2-Powerplays sogar ganze Wolkenkratzer dem Erdboden gleichmachen, was zu einem extrem schweisstreibenden und erstaunenden Spielerlebnis führt. So düst ihr in der ersten Runde noch an einem Flugplatz vorbei, müsst im folgenden Rennen aber über diesen ausweichen, weil ein umgestürzter Leuchtturm den ursprünglichen Weg versperrt. Und wenn dann noch kurz der brachiale Sound aussetzt und ihr dem Sinkflug einer Boeing zuschaut, die direkt vor euch in tausend Teile zerschellt, während ihr natürlich den Trümmern ausweichen müsst... da rutschte uns beim Test für einige Sekunden das Herz in die Hose. So etwas hat man in einem Rennspiel bisher noch nicht gesehen!

Die Powerplays dienen aber nicht nur der Effekthascherei, sondern sind auch eure einzige Waffe, um die ersten Plätze zu ergattern. Es gibt nichts Befriedigenderes, als eure Kontrahenten kurz vor dem Ziel in die Kühlerhaube eines Transportflugzeugs zu schicken oder unter einem LKW zu begraben.

Mehr Action geht nicht

Dass ihr mittels Knopfdruck ganze Streckenverläufe ändern oder gar unterbrechen könnt, kaschiert die lächerliche Streckenauswahl zumindest teilweise. Denn in Split/Second mangelt es nach mehreren Spielstunden an Vielfalt. Bald kennt ihr alle 15 Rennstrecken auswendig und habt auch die anfangs extrem spannenden Powerplays zur Genüge gesehen. Böse Zungen behaupten sogar, dass sich das Spielerlebnis mit der Zeit abnutzt. Und tatsächlich: Nach dem gefühlt hundertsten Rennen auf der Flughafen-Strecke wissen wir genau, wo ein Kran uns am Sieg hindern oder ein explodierendes Event gefährlich werden könnte. Nichtsdestoweniger wisst ihr natürlich nie genau, zu welchem Zeitpunkt die Gegner versuchen, euch in die Falle tappen zu lassen, und die Entwickler von Black Rock Studio haben alle Explosionen glaubwürdig in die Spielwelt integriert.

Wer trotzdem nach neuen Herausforderungen sucht, wird vielleicht mit den fünf anderen Rennmodi glücklich. Wo die klassischen Rennen sowie das Knock-out-Turnier noch zu den unspektakulärsten Vertretern gehören, geht es bei Luftangriff schon erfrischend actionlastiger zu. Ihr müsst auf einer Strecke von A nach B fahren, während euch ein Helikopter mit Raketen beharkt, denen ihr ausweichen müsst. Je öfter ihr das schafft, desto mehr Punkte scheffelt ihr auf euer Konto. Habt ihr aufgrund ständig reissender Komboketten oder dem Verlust eurer Leben die Nase gestrichen voll, könnt ihr dem fliegenden Vogel im Modus Himmlische Rache zeigen, wo der Hammer hängt. Denn nun könnt ihr die anfliegenden Sprengköpfe, genügend Energie vorausgesetzt, kurzerhand ablenken und dem Helikopter die Flügel stutzen.

Am brachialsten fanden wir allerdings die Überlebensrennen. Hier geht es auf einer sehr kleinen Rundstrecke darum, den abgeworfenen Ölfässern der vor euch fahrenden LKWs auszuweichen und diese zu überholen. Hier braucht ihr nicht nur ein gutes Auge und einen schnellen fahrbaren Untersatz, sondern auch eine Menge Glück. Denn die Anzahl und jeweilige Flugbahn des gefährlichen Guts ist dank Havoc-Physikengine alles andere als berechenbar. Zu guter Letzt könnt ihr natürlich noch in den spannenden Online-Rennen euer Können unter Beweis stellen oder euch zusammen mit einem Freund im Splitscreen messen. In jedem Fall zahlen sich Nerven aus Stahl und blitzartige Reflexe aus, denn im Mehrspielermodus hat man selten so viel Schadenfreude empfunden, wie bei Split/Second.

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Mirco Kaempfer am 10 Jun 2010 @ 09:17
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