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Vancouver 2010: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Beim Skisprung hingegen versteht man die Welt nicht mehr, weil man mit den Schultertasten die Ausgleichsbewegungen des Sportlers in der Luft simuliert. Warum nimmt man hier nicht auch die Sticks, was eine sehr viel feinere Abstimmung in der Luft ermöglicht hätte? Eine kuriose Entscheidung! Ähnliches gilt leider auch für die alpinen Events. Wo die Abfahrt noch viel Freude macht und das Geschwindigkeitsgefühl befriedigend simuliert wird, nervt der Slalom-Wettbewerb mit zu schwierigen Parcours.

Apropos schwierig und vor allem nicht wirklichkeitsgetreu: Was die KI für Zeiten fährt, ist geradezu lächerlich. Da liegen zwischen dem ersten und vierten Platz beim Bobfahren satte 21 Sekunden nach dem ersten Lauf. Hallo? Fährt da die dritte Mannschaft von Jamaika im Bob der Österreicher mit? Die Schweiz hingegen, was uns als Schweizer Magazin natürlich freut, gewinnt nahezu jeden Event mit Fabelzeiten, die man unter normalen Umständen kaum erreichen kann, es sei denn, man fokussiert sich eine längere Zeit auf eben diesen sportlichen Wettbewerb. Das frustriert, weil die Goldmedaille anfänglich unerreichbar scheint. Wir haben nichts gegen anspruchsvolle Sportspiele, im Gegenteil. Erfrischend ist es, wenn man sich intensiv mit einer Spielmechanik beschäftigen muss, um zum Erfolg zu kommen. Doch sollte dies dann auch so gestaltet sein, dass man seine eigenen Fehler gut analysieren kann, um beim nächsten Mal seinen Versuch optimieren zu können. Angesichts nicht speicherbarer Wiederholungen aus jeweils fest vorgegebenen Perspektiven ist dies aber kaum möglich.

Optisch kann der Titel hingegen positiv beeindrucken: Sowohl die Strecken als auch die wählbaren Perspektiven machen Laune und erfreuen die Augen. Die Sportler sind toll animiert und zeigen sogar Emotionen nach einem Lauf - so soll es sein. Dennoch leidet natürlich die Identifikation aufgrund der bereits angesprochenen fehlenden Sportlererstellung. Interessant ist der Herausforderungsmodus geraten, bei dem ihr fest vorgegebene Zeiten erreichen müsst oder euch beispielweise nur mit umgefahrenen Schneemännern beim Slalom ins Ziel retten könnt. An witzigen Ideen mangelt es nicht, allerdings ist auch dieser Spass schnell vorbei und was dann bleibt, ist ein Sportspiel, welches mal auf einer Party herausgekramt werden kann, aber alleine vor dem Bildschirm nach wenigen Spielstunden nicht mehr motiviert. Das ist zu wenig, um als Sportsimulation ernst genommen zu werden.

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Markus Grunow am 20 Jan 2010 @ 19:30
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