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Assassin's Creed 2: Review

  Personal Computer XBOX 360 

Die Gegner-KI spricht sich in offenen Kämpfen ab, umzingelt uns und nutzt die kleinsten Fehler für eigene Angriffe aus. Allerdings sind selbst normale Wachen im Umgang mit Schwertern, Äxten und Speeren so geübt, dass sie unsere Attacken einen Deut zu effektiv abblocken. Das nimmt den Gefechten einen gewissen Flow. Auch wären umfangreichere Kombomanöver mit dem Schwert wünschenswert, was nicht heissen soll, dass es den Schlachten an optischen Reizen fehlen würde. Immerhin können wir Kontrahenten packen, ihnen Kopfnüsse und Tiefschläge verpassen, sie von Dächern schmeissen und in Holzgerüste werfen, die daraufhin zusammenstürzen und die armen Kerle unter sich begraben. Insofern verdient das Spiel also wieder einen deutlichen Daumen nach oben.

Erneut wundert uns die USK 16-Freigabe. Zwar gibt es keine abtrennbaren Körperteile, doch landen Klingen oftmals im Hals- und Brustbereich von Widersachern, was spritzende Blutfontänen und tiefe Fleischwunden nach sich zieht. Eine sehr delikate Angelegenheit, die von gewissen Zwischensequenzen mit erhängtem Kind oder bestialisch zugerichteter Frauenleiche noch verstärkt wird. Wir halten die PEGI 18-Einstufung also für deutlich passender.

Quantität ein Placebo?

Eine präzise Steuerung ist bei einem Spiel wie Assassin's Creed II essenziell, andernfalls würden die häufigen Exkursionen über die Dächer der Städte zur Geduldsprobe ausarten. Erfreulich, dass auch im zweiten Teil wieder alles im bedienungstechnischen Lot ist. Nun ja, zumindest fast. Manchmal reagiert Ezio nämlich so empfindlich auf unsere Eingaben, dass er statt dem geplanten Sprungmanöver eine Kletteraktion in die falsche Richtung startet. Die Worte, die wir aus Frust unserer Konsole zubrüllten, ersparen wir euch an dieser Stelle. Aber das ist eben der Preis für eine Bedienung, die im Prinzip halbautomatisch und kontextbezogen funktioniert. Um etwa von Punkt A nach Punkt B über eine Reihe von Holzbalken zu gelangen, müssen wir nicht manuell und mühsam von einem Balken zum anderen springen, sondern einfach ein paar Knöpfe gedrückt halten - den Rest erledigt Ezio von selbst. Meist sehr komfortabel, manchmal aber wie gesagt nervig, vor allem bei Aufgaben, die unter Zeitdruck erledigt werden müssen.

Ab der zweiten Spielhälfte haben wir uns an den Akrobatikeinlagen und Nebenaufgaben sattgespielt. Dann wurde uns auch bewusst, wie repetitiv das Spiel wieder mal geworden ist. Im Prinzip sind die meisten Hauptmissionen spielerisch nämlich an Nebenaufträge angelehnt, nur dass sie hier halt mit Storyszenen verfeinert wurden und dem Voranschreiten in der Handlung dienen. Und weil Hauptmissionen auch Geldentlohnungen mit sich bringen, stellten wir uns später die Frage, wieso wir uns noch mit Nebenmissionen abquälen sollten. Die meisten wichtigen Utensilien wie Medizinampullen, Wurfmesser, Rauchbomben und Rüstungsreparaturen können wir nämlich auch ohne Nebenverdienste finanzieren. Und bessere Ausrüstung ist spielerisch nicht so extrem spürbar, dass sie unbedingt notwendig wäre. Von daher wirkt die Vielfalt an Möglichkeiten letztlich wie ein Placebo.

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Daniel Boll am 12 Mrz 2010 @ 00:01
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