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Portal 2: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Eine Kiste hier, ein Portal da und etwas Gel dort

Nur mit den Portalen alleine ist's aber wirklich nicht getan. Einige der Rätsel erfordern etwas mehr als blaue und orangene Fenster. So müssen Laserstrahlen entweder unterbrochen oder mit einer dazu geeigneten, reflektierenden Kiste umgeleitet werden, um etwa bestimmte Schalter zu aktivieren und damit ein hilfreiches Ereignis auszulösen. Neu dazugekommen sind im zweiten Teil aber auch Traktorstrahlen und begehbare Brücken aus Lichtenergie, mit Hilfe derer der Spieler auch an Orte gelangen kann, die zuvor als unerreichbar schienen. Einige der Rätsel lassen sich also nur durch eine geschickte Kombination all dieser Mittel lösen. Doch das ist noch nicht alles: Die kreativen Köpfe von Valve haben sich auch drei verschiedene Gelsorten einfallen lassen, auf die ihr im späteren Spielverlauf treffen werdet.

Die drei Gelsorten werden durch gewaltige Rohrsysteme durch die gesamte Forschungseinrichtung, deren gewaltiges Ausmass ihr ebenfalls zu sehen bekommen werdet, gepumpt, und haben natürlich auch drei verschiedene Eigenschaften. Verteilt ihr weisses Gel in der Umgebung, lassen sich auch Portale auf jenen Oberflächen erzeugen, auf denen es zuvor unmöglich war. Blaues Gel hat zur Folge, dass der Spieler auf der damit bespritzten Oberfläche höher springen kann. Wir müssen wohl nicht näher erläutern, welche Folgen es hat, wenn beispielsweise ein Würfel mit der blauen Masse in Kontakt kommt, oder? Orangenes Gel bewirkt einen enormen Geschwindigkeitsschub. Ihr könnt damit Abgründe überwinden, die euch zuvor noch verschlungen hätten. Auch dank dieser drei Gelsorten wirkt der Spielverlauf unglaublich abwechslungsreich.

Ebenfalls einen nicht zu verachtenden Anteil an der Kurzweil hat die witzig präsentierte Hintergrundgeschichte, die durch nicht weniger witzige Mono- beziehungsweise Dialoge zwischen Maschine und - in der Regel ... Maschine erzählt wird. Dabei wird Sarkasmus grossgeschrieben, und auch pechschwarzen Humor trifft man an. Das gefällt und passt perfekt zum Spieldesign. Gut finden wir auch die Entscheidung der Entwickler, Chell nicht sprechen zu lassen. Die stumme Zeitgenossin ermöglicht es uns so, den künstlichen Lebewesen die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Und das wird mit jeder Sekunde, in der die Roboter etwas von sich geben, belohnt. Da passt auch die grafische Gestaltung des Spiels wunderbar ins Konzept der Entwickler. Schlicht, teilweise fast schon zu steril, aber trotzdem ungemein atmosphärisch und anregend. Nach diesem Spiel werden Besuche beim Zahnarzt schon fast zum Erlebnis.



Die dunkle Seite des Mondes

Nein, liebe Leser, wir werden euch nicht verraten, warum wir hier ganz bewusst den Begriff "Mond" in der Überschrift erwähnen. Zu gross wäre die Spoilergefahr. Trotzdem hat auch ein Spiel wie Portal 2 so seine Probleme oder eben Schattenseiten. Oder doch nicht? In der Tat fällt es schwer, auch nur ein Sandkorn im Getriebe der Portalkanone ausfindig zu machen. Das Gameplay gibt sich einfach, das Design wunderbar abwechslungsreich, die Mono- und Dialoge sind lustig, der Spieler erfährt nach und nach mehr, in was für einer misslichen Lage er sich eigentlich befindet, und ausgedehnte Längen im Spielverlauf sind kaum auszumachen - hier herrscht, trotz der Länge des Spiels, Kurzweil. Stichwort Spieldauer: Auch wir haben natürlich Stimmen gehört, die besagen, das Spiel in fünf Stunden oder weniger durchgezockt zu haben. Fakt ist aber: Wer sich alles genau anschaut und nicht sofort jedes Rätselszenario in Rekordzeit lösen kann, wird deutlich länger seine Freude mit Portal 2 haben.

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Andy Wyss am 16 Mai 2011 @ 22:31
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