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PES 2011: Review

  Personal Computer Playstation 3 

Für Taktikfüchse und Strategiemuffel gleichermassen

Wo man sich gerade noch einige Momente im Mittelfeld auf den Füssen stand, bricht man blitzartig die Viererkette des Gegners auf und kommt möglicherweise zu einer guten Torchance. Die Dribblings und das veränderte Passspiel sind aber auch beim Flügelspiel relevant. Hier zeigt sich, dass es schwieriger als in den Vorjahren ist, mit den offensiven Mittelfeldspielern hinter die Verteidigung zu gelangen und eine perfekte Flanke in den Rücken der Abwehr zu schlagen. Häufig fliegt der Ball auch mal viel zu weit über Freund und Feind hinweg - sowas sieht man im realen Profifussball ja nun auch des Öfteren. Allerdings benötigen speziell die Durchschnittskicker in so mancher Situation zu lange, bis sie den Ball ordentlich verarbeiten. Da kommt es hin und wieder zu ärgerlichen Situationen, weil eine kleine Verzögerung vor dem Beginn einer neuen Aktion eintritt. Mit den Topteams bemerkt man dies kaum, in der Meisterliga hingegen mit einem schwachen Team nur allzu sehr.

Erneut sind die Taktik- und Aufstellungsbildschirme ein Freudenfest für Taktiker. Anfänglich fanden wir die veränderte Bedienung, die eher auf Konsolenspieler ausgerichtet ist, etwas verwirrend und auch nicht benutzerfreundlich. Für Neulinge hat das neue System aber auch Vorteile zu bieten, weil viele Taktiken bereits vorgegeben sind und so kaum mehr manueller Feinarbeit bedürfen. Wie in einem Fussballmanager könnt ihr nun sogar vorgeben, wie sich euer Team bei einer Führung oder einem Rückstand ab der 75. Minute verhält.

Wer sich bereits mit den vielfältigen taktischen Möglichkeiten und dem effektiven Stellungsspiel der Serie auskennt, kann diese Einstellungen selbstverständlich auch manuell vornehmen. Im Aufstellungsbildschirm tauscht ihr mittels Drag-und-drop-System eure Spieler sehr einfach aus. Selbst das Abrufen der aktuellen Form und Werte der Kicker ist in diesem Menü einfach und übersichtlich gestaltet. Doch auch hier muss man sich zunächst etwas Eingewöhnungszeit gönnen, bis man die Veränderung positiv aufnimmt.

Hinsichtlich der Ballphysik gibt es Licht und Schatten. Toll geraten sind die satten Flanken, Schüsse und Volley-Direktabnahmen. Bei den Pässen hingegen scheint der Rollwiderstand des Balls etwas zu hoch geraten zu sein, selbst bei druckvoll gespielten Passagen wird man diesen Eindruck kaum los. In Situationen, bei denen sich die Kicker regelrecht auf den Füssen stehen, etwa kurz vor dem Strafraum, kommt es gelegentlich auch noch vor, dass der Ball regelrecht unkontrollierbar erscheint. Drückt in solchen Momenten einfach mal die Schusstaste. Es ist erstaunlich, aus welchen Situationen man die Kugel noch halbwegs gezielt auf den Kasten befördern kann. Unser Eindruck: Hier hat sich Konami leicht verschlechtert, allerdings ist die Physik immer noch glaubwürdiger als die von EA Sports. Aber nicht mehr viel, und das sagt eine Menge aus für jeden eingefleischten PES-Fan.

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Markus Grunow am 01 Nov 2010 @ 10:45
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