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Driver San Francisco: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 Wii 

Die multiple Persönlichkeit

Der rote Faden bildet natürlich die spannende Geschichte um Jericho. Aber auch die anderen Missionen gestalten sich abwechslungsreich, nicht selten dank den unterschiedlichen Figuren, was zu einigen amüsanten Situationen führt. Da flüchtet man mit einer Beute minutenlang vor der Polizei und hat auf dem Beifahrersitz eine Frau, die einem ihre Liebe gesteht, nur um am Zielort zu erfahren, dass dies alles nur ein grosser Schwindel war und sie sich mit einem Komplizen aus dem Staub machen werde. Generell können solche einzelnen Episoden für sich alleine stehen, manchmal findet man sich aber auch im Körper einer Person wieder, den man schon einmal besucht hat. Etwa jenem des jungen Studenten, der an Strassenrennen teilnimmt und durch Tanners Fahrfähigkeit enormes Ansehen gewinnt. Und wenn man nicht gerade selbst an solchen Rennen teilnimmt, versucht man diese Adrenalin-Junkies im Polizeiauto zu stoppen, verfolgt flüchtige Verbrecher, beschützt Geldtransporter und entschärft Bomben. Manche Mission wird durch ein Statusmeter ergänzt, zum Beispiel wenn man einem Fahrlehrer einen Schrecken einjagen will und dessen Puls mit Sprüngen und gefährlichen Überholmanövern auf 180 bringen muss. Oder wenn ein paranoider Zeuge auf der Hauptstrasse einen enormen Angstschub erleidet und bevorzugt auf Nebenstrassen transportiert werden möchte.

Das komatöse Chaos

Nicht in jeder Mission ist Shifting eine Option, schliesslich macht es wenig Sinn, sich bei einem Rennen, bei dem man die Startnummer 1 trägt, in ein anderes Fahrzeug zu beamen. Für die gezielte Verbrechensbekämpfung ist Shifting aber eine grosse Hilfe. Baut man mit einem Polizeiauto bei hoher Geschwindigkeit einen Unfall, shiftet man einfach schnell ins Auto des Kollegen, das noch immer am Heck des Flüchtigen klebt. Interessanter ist es vielleicht sogar, den Gegenverkehr zu beeinflussen. In der Vogelperspektive erkennt man leicht, ob sich nicht ein Bus oder ein schwerer Truck auf der Gegenfahrbahn befindet, den man zweckentfremden und dem Flüchtigen als Geisterfahrer entgegenkommen lassen könnte. Oder warum nicht einfach zur Strassensperre umfunktionieren?

Was hier nach einer sorgfältigen Aktion klingt, ist in Wahrheit pures Chaos auf den Strassen. Da sitzt man neben alten Omas, Fahranfängern oder streitenden Ehepaaren und lässt einen nach dem anderen gnadenlos frontal in die Fahrzeuge der Gangster donnern. Verrückt. Aber es ist ja alles nur ein Komatraum und dazu noch ein sehr spassiger. Das Shifting-System bringt Abwechslung ins herkömmliche Renn- und Verfolgungsgeschehen, wird aber auch nicht grossartig ausgelotet. Es wäre noch einiges an Potential für Missionen vorhanden, die dann nicht nur Fingerfertigkeit, sondern auch noch ein bisschen mehr Hirn abverlangen würden. Insgesamt sind die Missionen aber abwechslungsreich und unterhaltsam, nie zu lang und selten etwas zu kurz geraten. Der Schwierigkeitsgrad hält sich hingegen stark in Grenzen. Natürlich gibt es Situationen, in denen man eine bestimmte Strecke erst beim zweiten Anlauf verinnerlicht hat, gerade wenn man gegen die Zeit fährt. Insgesamt läuft man aber selten Gefahr, eine Mission nicht auch beim ersten Versuch zu bestehen - gerade in der ersten Spielhälfte. Als Notfall bliebe noch das Tuning der Schadens- und Turboleiste.

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Severin Auer am 13 Sep 2011 @ 09:33
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