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Driver San Francisco: Review

 
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Hersteller: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Genre: Simulation und Sport: Fun Racer
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
PEGI: 12+
Spieler: -
Weitere Infos: Game-Facts zu Driver San Francisco
Fazit von Severin Auer
Driver ist noch immer das bekannte Spassrennspiel, bei dem man in Anlehnung an die Actionfilme der 1970er-Jahre durch die Stadt brettert und Verbrecher jagt. Dabei bewegt man sich zwischen Realismus und Arcade, legt viel Wert auf Action und Atmosphäre, überlässt dabei mit der zwar detaillierten, aber auch stark bevölkerten Stadt so einiges dem Zufall. Üble Crashs und Totalschäden gilt es nicht zu vermeiden, sondern sind Stil- und Spielmittel. Wer ernsthaft gegen die Uhr antreten will, ist mit Driver falsch bedient. Missionen zu Fuss hat man entfernt - und das Shifting bringt neuen Schwung in die Serie und ins Spielsystem. Der Körpertausch funktioniert hervorragend, nur ist man mancherorts auch auf die KI angewiesen, die ihren Job überwiegend sauber erfüllt, manchmal aber auch patzt. Die Hauptmission ist spannend inszeniert und weiss zu überzeugen. Die Nebenmissionen sind zahlreich vorhanden und abwechslungsreich ausgefallen. Besonderes Lob gibt's für den durchdachten Mehrspielermodus, für den sich die Macher so einiges einfallen liessen und der das Spiel auch längerfristig interessant macht.

Fazit von Tobias Kühnlein (Xbox 360)
Es zeugt von grossem Mut, ein Spiel unter dem vorbelasteten Titel Driver auf den Markt zu bringen, ist die Marke in den letzten Jahren doch nicht unbedingt mit Ruhm überhäuft worden. Aber siehe da, auf einmal macht das Cruisen richtig Spass, die Haupt- und Nebenmissionen fesseln nicht zuletzt aufgrund der tollen Charaktere, und Tanner selbst strahlt zum ersten Mal richtig Sympathie aus und wird vom Spieler voll und ganz als Protagonist akzeptiert. Die erstklassige Synchronarbeit der deutschen Sprecher von Johnny Depp, Charlie Sheen und Nicolas Cage trägt dazu ihr Übriges bei.

Auch wenn das extrem detailliert und authentisch nachgebildete San Francisco trotz unzähliger Passanten eher wie eine Kulisse wirkt, macht das Heizen durch die Strassen enorm viel Spass, zumal nach dem Hauptplot noch mehrere dutzend Nebenmissionen auf ihre Erfüllung warten. Die Tatsache, dass ich Driver an vier Vormittagen durchgespielt hatte, zeigt zum einen, dass die Entwickler den perfekten Mittelweg aus Motivation und Schwierigkeitsgrad gefunden haben - zumindest für meinen Geschmack - und dass ein Open World-Szenario im Driver-Universum funktioniert, auch wenn es sich nur aufs Fahren beschränkt. Die Tatsache, dass Driver - San Francisco dabei technisch ein wenig hinterherhinkt und die Story einige Logiklücken aufweist, juckt mich erstaunlich wenig. Daumen hoch für Tanner!

Fazit von Daniel Wendorf (Wii)
Schön, dass die Kollegen mit der grossen Version von Driver San Francisco ihren Spass hatten. Hatte ich nicht, denn leider Gottes ist die Wii-Fassung ein abstraktes Abziehbildchen des eigentlichen Spiels. Grafik? Scheisse, wirklich scheisse. Sound? Grottig. Die Stadt? Ein Witz aus Blöcken, Dunstnebel, wenig Verkehr und aufploppenden Objekten. Die Floskel vom Wii-Spiel auf PlayStation 1-Niveau passt hier perfekt. Story? Mies. Fahrgefühl? Akzeptabel. Das wirre Gefuchtel mit der Wiimote zum Rammen, Bremsen und Gasgeben mit den Aktionsknöpfen des Nunchuks ist dezent überladen - eine Classic Controller-Steuerung fehlt leider. Getoppt werden die technischen Aspekte durch furchtbare Dialoge, eine belanglose Story und ebenso austauschbare Missionen, die im Schwierigkeitsgrad zwischen kinderleicht und bockschwer pendeln.

Driver San Francisco ist somit ein weiteres Beispiel dafür, weshalb die Wii bei Hardcore-Zockern ein so schlechtes Standing hat. Angekündigt als eigenständige Version mit spielerisch anderen Ansätzen, entpuppt sich diese Fassung als eine einzige Zumutung hart an der Grenze zum Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Rennspielfans haben auf der Wii nur wenig zu lachen, denn neben Mario Kart, F1 2009 und TrackMania gibt es kaum hochwertige Kost. Nach Need for Speed - Hot Pursuit (GBase-Wertung: 1.0) ist Driver San Francisco ein weiteres Machwerk, das keinen Cent wert ist. Zu traurig, um wahr zu sein.

GBase-Wertung: 0.5/10

Fazit von M. Grunow (PC)
Driver San Francisco macht auch auf dem PC eine gute Figur. Die temporeichen und abwechslungsreichen Missionen sind klasse inszeniert. Kaum etwas erinnert noch an den biederen Vorgänger, der vor allem hinsichtlich der Handlung Schwächen offenbarte. Sicher, an das Übergehen in andere Charaktere und Wagen muss man sich zunächst gewöhnen. Doch nach kurzer Zeit macht der Körpertausch Spass und die Raserei durch das authentisch nachgebildete San Francisco wird immer spannender. Klar, die Texturenqualität lässt zu wünschen übrig und auch die Automodelle strotzen nicht gerade von Polygonvielfalt. Dennoch machen sowohl Handlung, als auch das Leveldesign Laune. Selten hatte ich beim Rammen und Boosten mehr Spass auf der virtuellen Strasse.

Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Detailgetreue, grosse Spielewelt
+ Das Shifting fügt sich passend ein
+ Umfangreich gestalteter Mehrspielermodus
+ Hauptgeschichte interessant inszeniert
+ Zahlreiche, detaillierte Automodelle
+ Zwischensequenzen grafisch top
- Viele Crashs
- Objekttexturen (Stadt) mittelmässig
- Zufall wirkt manchmal zu stark
- Eigene Start- und Zielpunkte für eigene Strecken nicht setzbar

Gesamtwertung:  
GBase Score:
8.0
Abwechslung: Gut
Atmosphäre: Gut
Bedienung: Gut
Langzeitmotivation: Gut
Herausforderung: Gut
Spieldauer: Gut
Multiplayer: Sehr Gut
Preis/Leistung: Gut

Driver San Francisco
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Severin Auer am 13 Sep 2011 @ 09:33
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