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Arcade Games: Special Die Oktober Highlights

  Playstation 3 XBOX 360 

Im Oktober kamen einige vielversprechende Arcade-Titel auf den Xbox Live-Marktplatz und das PlayStation Network. Mit dabei waren Comic Jumper, Sonic 4 - Episode 1, Super Meat Boy und Costume Quest. Wir haben alle gespielt und unsere Eindrücke in einem Special zusammengefasst.

Es wird teurer

Ein Trend bei den Arcade-Games auf Xbox Live und PlayStation Network lässt sich leider beobachten. Seit dem Sommer kommen fast nur noch Spiele zu einem Preis von 1200 Microsoft-Punkten (PSN 12,99 Euro / 17,50 SFr) heraus. Bislang war der durchschnittliche Preis meist bei 800 Punkten. Dies wird ja oft mit der steigenden Qualität und dem Umfang von Arcade-Spielen gerechtfertigt. Das mag bei manchen Titeln auch stimmen und gerechtfertigt sein, aber es lässt sich nicht für alle sagen. Oft kommt es einem eher so vor, dass die Publisher einfach mal auf den Teuerungszug aufspringen, ohne dass ihr Spiel den Anschein erweckt, dass es jetzt 1200 wert wäre. Doch schauen wir uns die Toptitel des Monats Oktober einmal genauer an.

Comic Jumper (Xbox 360)

Die Entwickler von Twisted Pixel haben schon zwei erfolgreiche Arcade-Spiele auf den Marktplatz gebracht. Zum Einen das Jump 'n' Run Splosion Man, das vor allem durch seinen Humor und den coolen Kooperativmodus für zwei Spieler überzeugen konnte. Dass die Entwickler Humor besitzen, haben sie mit The Maw auch noch mal bewiesen. Nun gibt es ihr drittes Spiel, Comic Jumper, das am 5. Oktober das digitale Licht der Welt erblickte.

Die Protagonisten des Spiels sind der Comicheld Captain Smily und sein Sidekick Star, der als Stern mit Mund und Augen auf Smilys Brust festgewachsen ist. Zusammen sind sie wahre Sprücheklopfer und bringen den Spieler immer wieder mit ihrem köstlichen Humor zum Lachen. Doch Smiley hat finanzielle Probleme, denn seine Comics werden kaum noch verkauft. So kommt es, dass er sich seinen Neustart mit Gastauftritten in anderen Comics finanzieren muss. Natürlich wird er nicht nur in Superheldencomics geschickt, sondern quer durch verschiedene Comicgenres. Dabei trifft er auf viele kuriose Charaktere, wie den übergewichtigen Barbarenanführer Nanoc, der verdächtig wie Arnold Schwarzenegger aussieht und obendrein einen österreichischen Akzent an den Tag legt. Mit Humor und lustigen Anspielungen wurde nicht gespart, und gerade da ist Comic Jumper sein Geld wert.

Arcade Games Bild
Gespielt wird in guter, alter Sidescroller-Manier. Dabei schiesst man mit dem linken Stick seine zwei Pistolen im 360 Grad-Radius ab und bewegt den Charakter gleichzeitig mit dem rechten Stick. Zusätzlich wird gehüpft und gehangelt und per Nahkampfattacke Gegner ausgeschaltet. Ab und an kommen auch kurze Passagen inklusive Perspektivenwechsel, in denen man Quick-Time-Events bestehen muss, oder per bewegbarem Fadenkreuz im Stand herumballert. Lustige Sache am Rande: Hat man seinen Spezialangriff aufgeladen und löst man ihn aus, helfen einem die virtuellen Abbilder der Entwickler von Twisted Pixel höchstpersönlich und säubern den Bildschirm. An witzigen Ideen mangelt es dem Spiel auf keinen Fall.

Comic Jumper ist durch und durch auf Comic getrimmt. Die Grafik ist sehr bunt und grossflächig. Viele Zwischensequenzen und Spielabschnitte werden durch Comicstrips und Sprechblasen in Szene gesetzt. Das gesamte Spiel greift auf Klischees von verschiedenen Comicgenres zurück und bringt so nicht nur den den Comicliebhaber zum Schmunzeln. Gespielt wird nur alleine, ein Kooperativmodus wie bei Splosion Man fehlt leider.

Fazit von Stefan Vogel
Wer auf diese Comicaufmachung steht und auch den Humor mag, kann sich den Kauf durchaus überlegen. Nüchtern betrachtet ist das Gameplay an sich ein alter Hut und eigentlich nur etwas für Retrofans. Schade ist auch, dass es kein Kooperativmodus ins Spiel geschafft hat. Ob Comic Jumper seine 1200 Punkte wert ist, misst man am besten selbst daran, wie oft man vor dem Bildschirm laut loslacht.

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Stefan Vogel

 
Stefan Vogel am 02 Nov 2010 @ 10:21
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