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Dies und das: Pearl Touchlet X10 Hardware Test

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Der Elektronik-Importeur Pearl will auch auf dem Tablet-Markt mitmischen. Dazu hat man kürzlich mit dem X10 ein Gerät auf den Markt gebracht, welches auf den ersten Blick leicht mit dem iPad 1 verwechselt werden kann. Doch anstatt iOS, erwartet den Benutzer die nahezu aktuelle Android 4.0.3-Version. Kann das preisgünstige X10 tatsächlich überzeugen?

Technik, die begeistert?

Das Problem der Zersplitterung von Android ist auch nach der Veröffentlichung von Ice Cream Sandwich (4.0) im Dezember 2011 geblieben. Nach wie vor laufen die meisten Android-Handys noch auf der veralteten Gingerbread-Basis. Bei Tablets sieht die Sache anders aus. Eine Vielzahl von Herstellern setzt bereits bei neuen Geräten auf Android 4.0 oder bietet dies als Update für die bereits auf dem Markt befindlichen Geräte an. Auch das X10 von Pearl wird mit Android 4.0.3 ausgeliefert und profitiert damit von zahlreichen Verbesserungen.

Bevor wir jedoch einen kurzen Blick auf das Betriebssystem und die Hersteller-typischen Anpassungen werfen, sollte man die Hardware betrachten, die für ein knapp 230 Euro teures Tablet tatsächlich üppiger ausfällt, als zunächst vermutet. Tatsächlich kann man das X10 und das iPad 1 bei einem flüchtigen Blick durchaus verwechseln. Die Rückseite des Geräts ist komplett aus Metall in der Farbe Silber gehalten. Lediglich am oberen Ende gibt es die für das 3G-iPad-Modell typische schwarze Aussparung aus Plastik. Möglicherweise hat Pearl hier die WLAN-Funkantenne platziert, um einen optimalen Empfang zu gewährleisten. Die Vorderseite des X10 bietet ein 9,7 Zoll grosses kapazitives Display im 4:3-Seitenformat, welches von einem schwarzen Rand eingerahmt wird. Immerhin handelt es sich hierbei um ein IPS-Panel mit einer Glasoberfläche, welches Farben klar und deutlich darstellen kann. Eine etwas höhere Auflösung (1024x768) wäre dennoch wünschenswert gewesen. Auffällig ist die vom iPad bekannte Hometaste unterhalb des Bildschirms. Da ihr das X10 allerdings komplett mit den Android 4-Software-Tasten bedienen könnt, ist der Homebutton eigentlich nur kosmetischer Natur, wenngleich er natürlich seine Funktion - das Zurückkehren auf den Startbildschirm - durchaus erfüllt.

Dies und das Bild
Entgegen dem Trend, dem Anwender möglichst viel Platz einzuräumen, verzichtet Pearl auf einen eingebauten Speicher. So stehen euch lediglich rund 900 MB an Speicherplatz für Apps und Spiele zur Verfügung. Dies ist zwar deutlich mehr als der Speicherplatz einiger Android-Handys, trotzdem wäre mehr Speichervolumen wünschenswert gewesen. Wollt ihr Musik oder gar Filme auf dem Tablet hören oder anschauen, benötigt ihr also eine MicroSD-Speicherkarte. Dabei akzeptiert das X10 Karten mit bis zu 32 GB. Im Lieferumfang befindet sich jedoch keine. Immer häufiger findet man aber einen HDMI-Anschluss, mit dem sich Fotos oder Videos beispielsweise auf Fernsehgeräte übertragen lassen. Natürlich könnt ihr damit das X10 auch als Multimediaplayer nutzen. Allerdings benötigt ihr erst ein spezielles Mini-HDMI-Kabel beziehungsweise einen Adapter. Beides gehört ebenfalls nicht zum Lieferumfang. Dahingegen liefert Pearl von Haus aus gleich zwei Schutzfolien für das Display mit. Während die erste Folie wohl nur während des Transports vom Hersteller zum Käufer die Glasoberfläche vor Kratzern schützen soll, kann die zweite bereits vormontierte Folie durchaus im alltäglichen Einsatz auf dem Display als zusätzlicher Schutz verbleiben.

Eine weitere Besonderheit ist der Mini-USB-Anschluss. Hierüber lassen sich mit anderen Geräten Daten austauschen, da dieser gleichzeitig die USB-Host-Funktion unterstützt. Theoretisch könnt ihr so sogar einen 3G-Surfstick anschliessen und diesen als Modem benutzen. Allerdings funktionieren nur bestimmte Sticks, so dass hier entweder das Ausprobieren oder der Erwerb eines kompatiblen Surfsticks im Pearl-Onlineshop in Frage kommt. Das X10 selbst kommuniziert mit der Aussenwelt nur über WLAN. Eine GPS-Antenne oder eine Bluetooth-Schnittstelle gibt es nicht. Der Akku ist mit 6.500 mAh leider nicht ganz so überzeugend wie bei der Konkurrenz. So hält er je nach Nutzung drei bis sechs Stunden im Dauerbetrieb durch. Allerdings kam es bei unserem Testgerät häufiger vor, dass grössere Energiesprünge zu verzeichnen waren. Mal verlor das Gerät die Hälfte der Energie im reinen Standby-Betrieb, ein anderes Mal zeigte das X10 auch nach Stunden am Ladegerät nur lediglich 60 Prozent Akkukapazität an. Erst nach dem Herausziehen des Stromsteckers sprang die Anzeige auf 100 Prozent.

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Alexander Boedeker

 
Alexander Boedeker am 20 Jul 2012 @ 08:34
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