GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Dies und das: Sony Ericsson Xperia PLAY Hardware Test

  Global 

Die PlayStation Vita kommt Ende 2011 oder Anfang 2012 auf den Markt. Wer bis dahin nicht mehr warten möchte und sich an der PSP und den ewigen Nachfolgemodellen mit minimalen Designänderungen sattgesehen hat, der sollte einmal einen Blick auf das Xperia PLAY von Sony Ericsson werfen. Hier versucht Sony, ein Handy mit der Optik und den Funktionen einer Spielkonsole zu kreuzen. Wir konnten ein paar Tage das neue Android-Mobiltelefon ausprobieren.

"PlayStation Certified"

Mit dem grossen Schriftzug "PlayStation Certified" auf der Verpackung erahnen wir schon, dass es sich bei dem Xperia PLAY um kein normales Handy handelt. Nimmt man das Gerät zum allerersten Mal in die Hand, fällt vor allen Dingen das hohe Gewicht sofort auf. Satte 175 Gramm bringt das PLAY auf die Waage. Bis auf das hohe Gewicht ähnelt es den typischen Android-Vertretern. Ein 4 Zoll grosses kapazitives Display, ein 3,5mm-Headset-Anschluss sowie ein seitlich angebrachter Micro-USB-Anschluss; das PLAY lässt sich von vorne betrachtet auf den ersten Blick kaum von den anderen Android-Modellen - wie zum Beispiel das Xperia Arc - aus dem Hause Sony Ericsson unterscheiden.

Dies und das Bild
Schiebt man aber die obere Ebene des Handys mit zwei Daumen auf, offenbart sich eine für ein Handy nicht ganz so typische Eigenschaft: ein vollwertiges Gamepad! Das Bedienfeld liegt recht gut in der Hand und verfügt über zahlreiche zusätzliche Tasten, die einem echten Controller nachempfunden wurden. Neben einem analogen Steuerkreuz verfügt das Gamepad des PLAY über zwei Sensortasten, die die beiden Sticks eines Controllers imitieren sollen. Weitere Aktionstasten sowie die Schultertasten runden das Gesamtpaket ab. Während die Eingabe über das analoge Steuerkreuz recht flott von der Hand geht - einem hervorragenden Druckpunkt sei Dank -, erfordert der Umgang mit den beiden Sensorfeldern etwas mehr Einarbeitung. Zwingend notwendig ist die Verwendung allerdings nicht. Dafür bleibt das Display, wenn man das Gamepad nutzt, vollständig sichtbar.

Unter der Haube werkelt ein 1 GHz schneller Snapdragon-Prozessor. Im Zusammenspiel mit einem Grafikbeschleuniger werden auch 3D-Spiele problemlos und flüssig dargestellt. Abgerundet wird der Hardware-Spagat durch technische Raffinessen wie GPS, HSDPA, WLAN und Bluetooth. Dem Xperia PLAY mangelt es in technischer Hinsicht an fast nichts. Der Akku hält einige Stunden Dauerbeanspruchung stand. Dies liegt aber auch zum grössten Teil daran, dass das Display relativ dunkel ist. Dies scheint auch Sony Ericsson erkannt zu haben, so ist der Regler für die Display-Helligkeit bei der erstmaligen Inbetriebnahme auf das Maximum eingestellt. Die unterhalb des Displays angebrachten vier Tasten, um durch die Android-Menüs zu navigieren, sind zwar nicht beleuchtet - Sony Ericsson verzichtet allerdings auf kapazitive Bedienelemente, sodass sie auch bei Dunkelheit nach ein wenig Gewöhnung erfühlt werden können. Dabei sollte man aufpassen, dass man beim Drücken der schmalen Tasten nicht auch noch einen Teil des Displays unabsichtlich berührt.

Für einen Nachfolger sollte Sony Ericsson das Speichersystem allerdings noch mal stark überarbeiten. Mit 512 MB Arbeitsspeicher lässt es sich zwar mit dem PLAY noch recht flott arbeiten - auch das Öffnen mehrerer Anwendungen bringt das Gerät nicht aus der Puste -, dennoch stehen für Programme nur noch wenige hundert MB zur Verfügung. Zwar lindert die Funktion Apps2SD die Speichernot, indem einige Daten auf die mitgelieferte 8 GB-Speicherkarte ausgelagert werden, trotzdem sinkt der verfügbare Gerätespeicher kontinuierlich. Besonders die speicherhungrigen Anwendungen wie etwa Opera Mobile, die den Cache nicht auslagern, zehren am ohnehin schon geringen Speicherplatz.

Dies und das
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?



Alexander Boedeker

 
Alexander Boedeker am 12 Sep 2011 @ 09:51
oczko1 Kommentar verfassen