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FUEL: Interview mit Uwe Zirbes

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Der Rallye-Profi Uwe Zirbes ist nicht nur Gründer, Teamchef und Fahrer des ersten europäischen Hummer-Racingteams, sondern auch Sieger der Deutschen Offroad-Rallye-Meisterschaft 2008. Mit seinem monströsen HUMMER H1 fährt das Team bei internationalen Offroad-Rallyes - darunter Ungarn, Spanien, Tschechien, Deutschland, Afrika und Mexiko. Während Nachwuchs-Fahrer im neuen Rennspiel FUEL von Codemasters in zahlreichen virtuellen Offroad-Events antreten können, ohne sich den realen Strapazen auszusetzen, die solche Touren mit sich bringen, weiss Uwe Zirbes aus eigener Erfahrung, was Offroad-Racing in der Realität wirklich heisst.

Herr Zirbes, im neuen Offroad-Rennspiel FUEL von Codemasters können die Spieler eine riesige virtuelle Welt frei befahren und in zahlreichen spannenden Events gegeneinander antreten. Welche Strapazen und Gefahren bringt eine echte Rallye mit sich?


Es gibt bei jeder Rallye zahlreiche brenzlige Situationen, auf die man gefasst sein muss. Die Autos sind im Grunde alle sicher mit Vollkäfig und Schalensitzen. Doch was macht man, wenn man sich überschlägt und kopfüber im Bach liegt - Tür eingeklemmt und Wasser steigt...! Bei den Wüstenrallyes, denke ich persönlich, ist es noch einen Zacken schlimmer. Du fährst Etappen von 350 km auf reinen Dünenfeldern. Die Dünen sind haushoch, spitz und du weist nie, was dich dahinter erwartet. Jede einzelne Düne birgt eine neue Gefahr. Das ist eine echte Herausforderung für Maschine und Mensch. Rallye ist also nichts für Briefmarkensammler und Weicheier, es ist immer ein Stück Gefahr dabei. Man darf sich nie überschätzen und sollte etwas Respekt vor der Strecke haben.

FUEL Bild

In FUEL begegnen dem Spieler auch immer wieder extreme Wetterphänomene wie Tornados und Sandstürme, die für heikle Situationen sorgen. In welche brenzlige Lage Sie selbst schon einmal geraten?


Auch in einer echten Rallye kann man von einem Sandsturm überrascht werden, was mir 2007 bei einer Wüstenrallye passiert ist. Fahren ist dann unmöglich, der Sand kommt durch jede einzelne Ritze ins Innere des Autos. Echt gewaltig! Eine weitere Gefahr in der Wüste ? besonders bei den Motorradfahren ? ist, wenn man eine andere Spur fährt, um besser die Dünen zu um- oder überfahren, dann eine technische Panne hat und nicht vom ?Lumpensammler? (Serviceteam) gesehen wird und lediglich 2 Liter Wasser an Bord hat. Fast bei jeder Rallye geschehen solche Unfälle, wo dann die Organisation wie auch die Serviceteams die Jungs suchen gehen und nach zwei Tagen aufsammeln. Ich kenne Leute, die haben zuerst ihr Kühlerwasser getrunken und waren kurz davor das Zeitliche zu segnen.

Worin besteht für Sie der besondere Reiz von Offroad-Rennen im Vergleich zu Rennen auf asphaltierten Strecken?


Es ist die Herausforderung, mit Gefahren und Situationen umzugehen, die man vorher nicht sehen kann. Du weist nicht, was hinter der Düne ist. Siehst nur Horizont und musst innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde entscheiden, wie du reagierst. Hinzu kommt, dass man auch Schlamm, Wasser, Sand, Wiese, Acker, einfach alles durchfahren muss. Es gilt also, viele verschiedene Situationen zu bewältigen. Auf Asphalt gewinnt das schnelle Auto. Im Offroadsport gewinnt nur derjenige, der schnell reagiert, vorausschauend fährt, körperlich fit ist und eine gute Portion Wahnsinn mitbringt. Wenn man weniger PS hat, kann man das kompensieren durch Waghalsigkeit. Aber: 70% des Erfolgs machen Service, Crew und Technik aus. Man darf hier nicht den Fehler machen und nur den Fahrer sehen. Es steht ein ganzes Team von bis zu 100 Mechanikern, Betreuern und Begleitpersonen dahinter. Nur im Team kann man eine Rallye gewinnen!

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Markus Grunow

 
Markus Grunow am 29 Jun 2009 @ 19:46
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