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GBase: Special Computerspiele sind Kunst

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In dem heutigen Artikel möchte ich mich der Frage widmen, ob Computerspiele Kunst sind. Fernab einer philosophischen Betrachtung, was Kunst überhaupt ist, glaube ich auch aus eigener Erfahrung, dass den Künstlern hinter einem Computerspiel manchmal zu wenig Respekt gezollt wird. Und dass eine rein monetär motivierte Verwertung von Spielen eine Vergewaltigung des kreativen Daseins ihrer Macher ist. Aber sind diese Objekte unserer Begierde überhaupt Kunstwerke?



Drehort eines Kinofilms

Scheinwerfer werden ausgerichtet, Kameras durch die Gegend geschoben, Schauspieler geschminkt und in Szene gesetzt. Der Regisseur brüllt Anweisungen durch sein Megaphon, damit die 500 Statisten des Monumentalepos auch auf der richtigen Seite des Schlachtfeldes stehen. Im Hintergrund Kulissen und Bauten, die von vielen eifrigen Händen in Wochen andauernder Arbeit geschaffen wurden.

Für einen Moment lang könnte man sich einen Ameisenhaufen in einem Anfall von Hyperaktivität vorstellen, so geht es an manchem Set der Filmindustrie zu. Und dann - Stille. Alle konzentrieren sich auf den Augenblick, die nächste Szene. Mit dem Anspruch, im richtigen Moment ein Gefühl zu transportieren, und der Einstellung, Persönlichkeit und Ausdruck zu verleihen. Dem Zuschauer eine Unwirklichkeit darzubieten, so dass sie zum Greifen nahe rückt. Klappe und Action!

GBase Bild

Nach fünf Stunden und 34 Einstellungen ist die Szene abgedreht. Alle sehen irgendwie etwas verspannt aus, aber glücklich über das gerade Geleistete. Dabei waren das gerade einmal zehn Sekunden des neuen Blockbusters, die hoffentlich im Kasten sind. Überlegt man sich jetzt, wie viel Arbeit und Mühe in den meisten Kinofilmen steckt, wenn alleine zehn Sekunden Rohmaterial einen ganzen Tag Arbeit bedeuten können, dann ist man wirklich geneigt, diese Ausdrucksform als Kunst anzuerkennen. Auch wenn sie nicht von der Staffelei Picassos oder aus der Feder Schillers stammt.

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Stefan Spill

 
Stefan Spill am 30 Sep 2007 @ 19:11
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