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Gamehotel: 2007 Reportage

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Bereits zum zweiten Mal fand am letzten Wochenende der GameHotel-Event in Zürich statt. Nachdem im letzten Jahr die Tonimolkerei als Location diente, beherbergte diesmal die Arena Filmcity die internationale Videospiele-Veranstaltung.



Bruno Beusch und Tina Cassani, die Köpfe hinter GameHotel, konnten einmal mehr einige der interessantesten Vertreter der Spiel-Industrie nach Zürich locken. Die Wahl Zürichs als Austragungsort nach Paris und Los Angeles unterstreicht die Rolle der Stadt als wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Europas. Am Freitag wurde der Event wie gewohnt mit einer Konferenz eingeläutet, welche die digitalen Spiele als Lifestyle-, Marketing- und Werbemedium ins Rampenlicht rückte. Bruno Beusch führte die Gäste in der Rolle des Moderators durch die Veranstaltung.

Die Konferenz

(von Luca Cannellotto)
Die Eröffnungsrede hielt Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Medienökonom und Kommunikationswissenschaftler an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Sein Vortrag mit dem Titel "Die Zweite Welle - Spiele auf dem Weg zum Leitmedium", versuchte einen Ausblick auf die Zukunft der Spiele in Bezug auf ihre wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung zu geben. Er sprach davon, dass das heutige Modell des Verkaufs von Spielen in der Form physischer Medien wie der DVD bald ausgedient habe, und dass in Zukunft die Distribution ausschliesslich über das Internet abgewickelt werden wird, wie es heute bereits bei Steam der Fall ist. Für Müller-Lietzkow ist es nicht zuletzt deshalb eine Frage der Zeit, bis die Umsätze der Spiele-Industrie diejenigen der Musikindustrie überflügeln werden.

Gamehotel Bild
Danach äusserte sich Dirk Schülgen, Head of Product Marketing bei Electronic Arts, in einem Gespräch mit Bruno Beusch über die Chancen und Probleme der Vermarktung von Spielen. Wie sein Vorredner bestätigte er die Tendenz zur Online-Distribution und kam auch auf die Werbung zu sprechen, unter anderem in der Form von Ingame Advertising.

Achim Jenner, Leiter Digital Media bei der renommierten Werbeagentur Jung von Matt, betrachtete in seinem Beitrag "Den Letzten beissen die Hunde" das Thema Werbung in Spielen sehr kritisch. Er versuchte zu umreissen, wieso Werber noch zögerlich mit dem Medium umgehen und sprach dabei von der noch fehlenden Zusammenarbeit zwischen Werbe- und Spiel-Industrie. Laut Jenner müssten neue Strukturen geschaffen werden, um Werbung effizient in Spielen einzubinden, weil Bannerwerbung allein nicht den gewünschten Effekt bringe. Dennoch räumte er ein, dass Ingame Advertising in Zukunft zu einem der relevantesten Werbekanäle werden könnte.

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Ettore Trento

 
Ettore Trento am 24 Okt 2007 @ 19:27
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