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Headup Games: gamescom 2012 Special

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Von Düren bis nach Köln ist es nicht weit. Und so haben auch die Jungs von Headup Games der diesjährigen gamescom einen Besuch abgestattet. Mit im Gepäck befanden sich einige neue Titel, die erst kurz vor der Messe angekündigt wurden. Auch dieses Mal will sich der deutsche Publisher insbesondere bei Indie-Entwicklern beliebt machen. Können ein ehemaliges Studentenprojekt, ein nicht wirklich ernsthaft gemeintes Action-RPG und die kleine Lilly wirklich überzeugen?

The Inner World

Jules Verne hat es schon lange gewusst, nun haben wir es schwarz auf weiss. Tief im Inneren unserer Erde gibt es noch eine Welt. Verborgen vor den Augen der Menschen, leben dort fantastische Wesen in einer mittelalterlich angehauchten Welt. Doch die zauberhafte Schöpfung namens Asposien ist in Gefahr. Die riesigen Windbrunnen, die den Hohlraum im Massiv der Erdkugel mit dem lebenspendenden Sauerstoff versorgen, drohen zu versiegen. Einer nach dem anderen fördert nur noch ein laues Lüftchen zutage. Als wäre dies noch nicht schlimm genug, suchen auch noch zahlreiche Windgötter - völlig aufgeregt durch das Versiegen des Windstroms - das Land heim und versteinern alles und jeden, auf den sie treffen. Nun wird es Zeit für Helden, die sich mutig den Gefahren stellen und die Windbrunnen wieder ankurbeln. Nur blöd, dass unser Alter Ego, Robert genannt, ganz und gar nicht der typische Draufgänger aus dem Lehrbuch ist.

Trotz Studentenhintergrund will The Inner World ganz gross im Adventure-Genre mitspielen. Nicht nur durch eine spannende Story, sondern auch mit zahllosen Kleinigkeiten und Details. So sind zahlreiche Rätsel und ziemlich kniffelige Aufgaben geplant, die Robert immer näher auf die Spur der verwunschenen Windbrunnen bringen. Eine Hotspot-Anzeige und ein ausgefeiltes Hilfesystem sollen allerdings mögliche Frustmomente bereits im Keim ersticken. Rund sechs Stunden sind zum Durchspielen veranschlagt. Die eigens für dieses Spiel entwickelte Engine setzt ganz klassisch auf 2D-Hintergründe und -Figuren im Zeichentrickstil. Kleinere Sequenzen, etwa wenn ihr Gegenstände im Inventar miteinander koppelt, werden liebevoll animiert dargestellt.

Headup Games Bild

Ersteindruck von Alexander Boedeker

Der PC- und iOS-Titel The Inner World ist ein typischer Vertreter der Indie-Spiele. Ein paar Studenten haben sich es zum Ziel gesetzt, ihre Abschlussarbeit nicht in irgendwelchen Uni-Archiven verstauben zu lassen, sondern die Welt Teil an ihrem Werk haben zu lassen. Dass das Prinzip nicht neu ist, haben bereits viele Titel im Vorfeld bewiesen. Doch bei The Inner World lässt sich erkennen, dass in dieses Spiel unglaublich viel Herzblut eingeflossen ist. Die Hintergrundgeschichte klingt spannend, und die Grafiker beweisen unglaublich viel Mut zum Detail. Schade, dass der Ausflug nach Asposien nur ein paar Minuten gedauert hat und wir bis zum 2. Quartal 2013 wieder an die Erdoberfläche zurückkehren mussten.

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Alexander Boedeker

 
Alexander Boedeker am 06 Sep 2012 @ 10:20
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