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Iron Man - Der Film: Special

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Heutzutage gibt es kaum einen Superhelden, der noch keinen Hollywood-Streifen spendiert bekommen hat. Wer mit diesem Genre noch Geld verdienen will, muss sich also zwangsläufig etwas einfallen lassen. Die einfachste Möglichkeit ist natürlich, die Fortsetzung eines finanziell erfolgreichen Films zu drehen. Dass das nicht immer funktioniert, haben allerdings nicht zuletzt Streifen wie Superman Returns und Spiderman 3 bewiesen. Wohl auch deshalb hat Marvel Entertainment die Zügel dieses Mal selbst in die Hand genommen und mit Iron Man einen hierzulande eher weniger bekannten Helden ausgegraben. Ob sich der Kinogang trotzdem lohnt, verraten wir euch in unserem Special zum Film.

Geschaffen wurde Iron Man von den Autoren Stan Lee und Larry Lieber sowie den Zeichnern Don Heck und Jack Kirby. Seinen ersten Auftritt hatte er im März 1963 in Heft Nummer 39 der Reihe Tales of Suspense, wo er sich anschliessend als antikommunistischer Kämpfer etablierte. Hinter dem Iron Man steckt der erfolgreiche Geschäftsmann Tony Stark.

Iron Man - Der Film Bild

Für den selbstironischen Tony Stark, gespielt von Robert Downey Jr., ist das Leben nur ein Spiel. Er besitzt eine riesige Villa in Kalifornien, jede Menge Kohle und die Frauen liegen im zu Füssen. Dass dieser Reichtum von der Entwicklung und dem Verkauf von hochmodernen Kriegsgeräten, welche tagtäglich Dutzenden von Menschen das Leben kosten, herrührt, scheint ihn nicht zu interessieren. Bis zum dem Tag, an dem er in der Wüste von Afghanistan seine neueste Erfindung, die zerstörerische Jericho-Rakete, präsentiert und von einem Granatsplitter lebensgefährlich verletzt wird.

Daraufhin wird er von Terroristen in eine Höhle verschleppt, wo er eine Jericho-Rakete nachbauen soll. Sobald er das erledigt habe, würden sie ihn angeblich wieder frei lassen. Weil Tony weiss, dass das sowieso nicht geschehen wird, entschliesst er sich, gemeinsam mit seinem Mithäftling Yinsen einen Kampfanzug zu bauen, der irgendwie mit dem Minireaktor auf seiner Brust, welcher den Granatsplitter von seinem Herzen fernhält, gekoppelt ist. Wie genau das Ganze funktioniert, ist im Grunde genommen völlig egal. Auf alle Fälle schafft es Tony, mit Hilfe des Anzugs zu entkommen und will fortan keine Waffen mehr produzieren. Ganz im Gegensatz zu seinem Partner Obadiah Stane, gespielt von Jeff Bridges. Dieser versucht Tony um jeden Preis loszuwerden, um selbst an die Spitze von Stark Industries zu gelangen. Währenddessen baut Tony eine deutlich verbesserte Version seines Kampfanzugs und muss diesen auch sogleich einsetzen, als er eine riesige Verschwörung innerhalb der eigenen Reihen aufdeckt.

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Im Grossen und Ganzen macht Robert Downey Jr. seine Sache wirklich gut. Gleiches gilt für Jeff Bridges und Gwyneth Paltrow, welche ihre Rolle als Assistentin Pepper Potts ebenfalls sehr überzeugend spielt. Angesichts der gelungenen schauspielerischen Leistung der Protagonisten lässt es sich auch relativ leicht verschmerzen, dass die Story alles in allem doch etwas dünn ausgefallen ist und Iron Man schlussendlich nicht gegen seinen eigentlichen Erzfeind, den Mandarin, kämpft, da dieser von Regisseur und Produzent als zu veraltet angesehen wurde. Wer weiss, vielleicht kommt es ja im zweiten Teil, welcher bekanntlich bereits in Planung ist, zum grossen Aufeinandertreffen der beiden ewigen Rivalen. Fans der Comics würden es sich sicherlich wünschen. Ausserdem darf man gespannt sein, ob die verhältnismässig hohen Produktionskosten von rund 186 Millionen US-Dollar, welche wohl unter anderem auch durch die aufwändigen Effekte zustande gekommen sind, noch einmal übertroffen werden. Immerhin waren ursprünglich nur knapp 50 Millionen US-Dollar eingeplant. Spätestens nachdem der Film in den USA bereits am Startwochenende über 100 Millionen US-Dollar eingespielt hat, dürften sich die Produzenten an den Mehrkosten allerdings kaum mehr gestört haben.

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Fazit von Tim Richter

Iron Man gehört zweifellos zu den besten Superhelden-Verfilmungen der letzten Jahre. Auch wenn sich der Streifen im Gegensatz zu den meisten anderen Genrevertretern oft nicht ganz so ernst nimmt. Womöglich ist es sogar genau das, was den Reiz des Films ausmacht. Denn viele Kinogänger haben mittlerweile die Nase voll von den todernsten, immer gleichen Superhelden-Stories. Trotz der vielen Lacher kommt die Action allerdings glücklicherweise nie zu kurz, weshalb der Film auch Freunden einer etwas härteren Gangart durchaus zu empfehlen ist.

Iron Man - Der Film
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Tim Richter

 
Tim Richter am 22 Mai 2008 @ 16:19
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