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Mirror's Edge: Interview mit Tom Farrer

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Lange Zeit war von Mirror's Edge nicht mehr bekannt als ein Screenshot und die Erklärung von DICE, das Spiel sei revolutionär. Bei so vollmundigen Ankündigungen werden wir natürlich hellhörig und deshalb haben wir mit Tom Farrer, dem Produzenten des Spiels, ein Interview geführt, um zu erfahren, was sich hinter dem neckischen Titel wirklich versteckt.

Tom, die Stadt in Mirror's Edge sieht ganz schön steril aus. Was hat es damit auf sich?


Tom Farrer: (lacht) "Steril" trifft es ziemlich gut. Wir wollten ein Bild der Zukunft malen, das sich nicht an gängigen Klischees einer heruntergekommenen und düsteren Welt orientiert. In Mirror's Edge geht es um eine Gesellschaft, die an der Oberfläche perfekt erscheint. Es gibt keine Kriminalität, die Stadt ist beinahe klinisch sauber und die Menschen glücklich und zufrieden...

Mirror's Edge Bild

Aber dem ist nicht so, oder?


Tom Farrer: Natürlich nicht. Die Menschen zahlen für die Aufrechterhaltung dieser Scheinwelt einen hohen Preis. Alles in dieser Gesellschaft unterliegt strengster Kontrolle, wie zum Beispiel die Verbreitung von Informationen. Am Rande dieser glatten Oberfläche leben diejenigen, welche anders denken und sich diesem System nicht unterwerfen wollen. Sie werden von der Obrigkeit verfolgt und in den Untergrund gedrängt.

Also doch ein düsteres Bild der Zukunft, etwa wie in George Orwells 1984? Sprechen wir hier von Cyberpunks?


Tom Farrer: In gewisser Weise schon. Diese Gruppen, welche abseits der gesellschaftlichen Normen leben, können niemandem trauen, darum benutzen sie auch kein Internet und keine E-mails, um zu kommunizieren, sondern setzen so genannte Runner ein, welche Nachrichten von Hand quer durch die Stadt überbringen.

Und hier kommt Faith ins Spiel.


Tom Farrer: Genau. Faith ist die Hauptfigur des Spiels. Sie ist eine junge und extrem athletische und dynamische Frau, die auf der Strasse aufgewachsen ist und deshalb weiss, wie man sich schnell durch die Metropole bewegt und auch, wie man sich verteidigt.

Mirror's Edge Bild

Freerunning ist ja gerade en vogue.


Tom Farrer: Das stimmt schon. Freerunning oder Parkour hat in den letzten Jahren den Weg aus den Banlieues französischer Städte zuerst in die Werbung und dann bis zum Film und zu Spielen gefunden. Mit Mirror's Edge wollen wir diese Sportart durch Faiths Geschichte zu einem grossen Erlebnis machen.

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Luca Cannellotto

 
Luca Cannellotto am 21 Mrz 2008 @ 22:48
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