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Nintendo: Wie der Konzern die Kurve bekam Reportage

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Die Nachrichten rund um Nintendo waren Anfang 2014 eher düster. Die Wii U konnte nicht mal ansatzweise die Erwartungen erfüllen und auch das Spieleangebot in den nächsten Wochen gab keinen Anlass für Hoffnungen. Zum Ende des Jahres schien Nintendo aber die Situation gedreht zu haben. Der Knackpunkt dabei war interessanterweise eine Entscheidung, die zunächst für Stirnrunzeln sorgte.

Erinnern wir uns an den Januar: Das Weihnachtsgeschäft ist vorbei und Super Mario 3D World ist jetzt schon zwei Monate alt. Die Aussicht: düster. Bis zum Mai soll lediglich Donkey Kong Country: Tropical Freeze die First-Party-Fahne hochhalten. Third-Party-Entwickler wie EA haben schon längst die Wii U verlassen, und selbst Ubisoft, zunächst noch begeisterter Publisher, zieht sich mehr und mehr von der aktuellen Nintendo-Konsole zurück. Die Situation ist für den Wii-Nachfolger alles andere als rosig, und so verwundert es nicht, dass dann auch die Zahlen nicht stimmen. Geringe Verkäufe, nicht einhaltbare Prognosen und ein scheinbar hilfloser Hersteller machen nicht gerade Mut.

Nintendo Bild
2013 noch ein seltenes Bild: Ein Wii-U-Käufer

Dass dies zum Ende des Jahres anders aussieht, scheint seinen Ursprung Mitte des Jahres gehabt zu haben. Ironischerweise hat Nintendo mit der Ankündigung, wieder keine E3-Pressekonferenz zu halten, genau die richtige Entscheidung getroffen. Was zunächst als weiterer Sargnagel für die Wii U gesehen wurde, entpuppte sich letztlich als ein probates Mittel für eine durch Bombastpräsentationen gelangweilte Spieleszene. Denn Nintendo setzte auf ein anderes, direktes Konzept: Anstatt eine Bühnenshow zu exerzieren, die wie bei Microsoft und Sony vor allem zur Selbstbeweihräucherung dient und die eigentliche Inhaltsarmut kaschiert, setzte man auf einen eigens produzierten Videostream, welcher viele alte und neue Titel zeigte. Ausserdem gab's auf dem durch die gesamte E3 übertragenden Playhouse-Tree-Kanal weitere Informationen und Spielszenen zu sehen. Mit selbstironischem Auftreten und einem überraschend divergenten Line-up schien die Stimmung zu kippen. Für den Konsumenten und die Öffentlichkeit war die E3 sicherlich der Wendepunkt, der mit der Veröffentlichung des mal wieder exzellenten neuen Mario-Kart-Ablegers kurz zuvor eingeleitet wurde.

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Patrik Nordsiek

 
Patrik Nordsiek am 10 Feb 2015 @ 18:20
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