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Pearl: SP-360 Hardware Test

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Unermüdlich stampft das Elektronikversandunternehmen Pearl unter der Eigenmarke simvalley ein Smartphone nach dem anderen aus dem Boden. Während andere Hersteller dabei oftmals in einer Gerätegeneration nur kleinere Schönheitskorrekturen vornehmen, bekommt nahezu jedes Pearl-Smartphone gleich mehrere neue Funktionen spendiert, die das aktuelle Produkt von den vermeintlichen Vorgängern abgrenzen sollen. Wir haben uns dieses Mal das derzeitige Spitzenmodell namens SP-360 geschnappt, welches sich mit einem Verkaufspreis von 279,90 Euro der durchaus gehobeneren Konkurrenz stellen muss.

Das erste Luxus-Dual-SIM-Smartphone?

Während bisherige Pearl-Handys eher im unteren Preissegment angesiedelt waren, will das SP-360 hoch hinaus. Hoch ist auch der Preis, der mit knapp 280 Euro bei diesem Modell höher ausfällt, als man es von simvalley-Produkten gewohnt ist. Für den Preis erhaltet ihr den typischen Inhalt einer Smartphone-Verpackung: Neben dem SP-360 finden sich in der Packung ein Headset, der Netzstecker sowie ein USB-Kabel, welches gleichzeitig zum Aufladen des Geräts dient. Auch ein ausführliches Handbuch sowie eine Software-CD liegen bei. Der wechselbare Akku hat eine Kapazität von 1.700 mAh. Er hält zwar einen Arbeitstag halbwegs durch, trotzdem ist seine Leistung - bedingt durch die Dual-SIM-Funktionalität sowie durch das grosse Display - nur im unteren Mittelfeld angesiedelt. Auf die Batterieanzeige ist leider nicht immer Verlass. So verliert sie zu Beginn relativ schnell an angezeigten Prozentpunkten, während die letzte 15-Prozent-Akkustandsanzeige noch für eine halbe Ewigkeit ausreicht.

Pearl Bild
Entgegen dem Trend, möglichst ein Smartphone mit "runden Ecken" anzubieten, hat sich simvalley eher am eckigen Nokia-Lumia-Design orientiert, welches sich angenehm von der Masse abhebt. Aufgrund der Materialwahl - die abnehmbare Rückseite wird aus mattem Kunststoff gefertigt, während die beiden seitlichen Flanken aus Metall bestehen - wirkt das SP-360 nicht nur sehr edel, sondern ist zudem auch noch extrem leicht. Gerade einmal 138 Gramm - inklusive des eingelegten Akkus - bringt das Gerät auf die Waage. Unser Testgerät ist zudem akkurat verarbeitet, sodass die Fertigungsqualität anderen namhaften Herstellern in nichts nachsteht. Lediglich das Abnehmen des Akkudeckels benötigt etwas Fingerspitzengefühl.

Da auch in diesem Jahr immer grössere Displays absolut im Trend liegen, hat sich simvalley ebenfalls nicht lumpen lassen und dem SP-360 einen 4,7 Zoll grossen IPS-Bildschirm spendiert. Mit einer HD-Auflösung von 1280x720 Pixeln werden dabei alle Inhalte auf dem Display knackig scharf dargestellt, sodass auch das Lesen von längeren Texten nicht zur Ermüdung der Augen führt. Die Leuchtkraft ist ebenfalls ausreichend hoch. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es allerdings - wie bei fast allen Smartphones - schwer, noch etwas auf dem Bildschirm erkennen zu können. Gleichsam verhält es sich mit der Acht-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, die unter optimalen Bedingungen recht gute Fotos schiesst, aber natürlich nicht an die Qualität von Digitalkameras mit einem richtigen Objektiv heranreicht. Eine Frontkamera für Videotelefonie mit einer Auflösung von drei Megapixeln ist ebenfalls verbaut. Unter der Haube verrichtet ein Zweikernprozessor mit einer 1-GHz-Taktung seinen Dienst, der für recht flüssiges Arbeiten sorgt. Der Flaschenhals ist der Grafik-Chipsatz, der etwas schwachbrüstig ausgefallen ist und mehr Power hätte vertragen können. Für die meisten Apps und Spiele reicht dieser jedoch voll und ganz aus, wenngleich hin und wieder kleinere Ruckler feststellbar sind.

Pearl Bild
Wichtigstes Merkmal aller Pearl-Smartphones ist die Dual-SIM-Fähigkeit, die es euch erlaubt, gleich zwei SIM-Karten parallel in einem Handy zu benutzen. Beide SIM-Karten lassen sich je nach Benutzerwunsch für die Telefon- und die Datendienste nutzen, wobei - technisch bedingt - immer nur eine SIM-Karte zur gleichen Zeit das 3G-Netz nutzen kann, während die andere im GSM-Netz verharren muss. Allerdings könnt ihr die Einstellung für das 2G- und 3G-Netz in wenigen Sekunden ändern. Die Empfangsleistung ist durch die Bank recht ordentlich. Neben WLAN- und Bluetooth-Funkempfänger, letzterer leider nur in der inzwischen veralteten 2.1-Version verbaut, befindet sich auch ein GPS-Empfänger an Bord. Dieser braucht allerdings unbedingt eine freie Sicht zum Himmel sowie einige Sekunden länger, bis er einen GPS-Fix bekommt. Da sind Konkurrenzmodelle doch wesentlich schneller und auch etwas genauer.

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Alexander Boedeker

 
Alexander Boedeker am 27 Mai 2013 @ 09:58
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