GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Pearl: Touchlet XWi.8 3G und XWi10.twin Hardware Test

  Global 

Mit der Entscheidung Microsofts, Windows 8.1 in der Bing-Version fast kostenlos unter das Volk zu bringen, sind nun auch die Preise für Tablets, die mit der neuesten Windows-Ausgabe ausgerüstet sind, extrem gefallen. Auch Pearl, bekannt für Android-Smartphones und -Tablets, hat mittlerweile gleich zwei Windows-Tablets unter der Marke Touchlet in petto, die zwar fast gleich viel kosten, sich aber technisch gravierend voneinander unterscheiden. Wir haben beide Geräte einige Wochen lang testen können.

Setzt Microsoft (endlich) zum Überholen an?

Griffen die Kunden zu Beginn des Tablet-Booms ab dem Jahr 2010 hauptsächlich zu recht teuren iPad-Modellen, dauerte es nicht lange, bis dass sich auch Googles Android-Tablet-Betriebssystem als bequemer, aber auch mobiler Begleiter etablieren konnte - und das sogar deutlich günstiger, als die Konkurrenz aus dem Hause Apple. Nur Microsoft, ein Gigant im stationären PC-Software-Markt, hinkte bei der Wahl der Hersteller für ein bestimmtes Tablet-OS deutlich hinterher, und auch die eigene Surface-Produktlinie konnte nicht zuletzt durch das beschränkte Windows RT nicht so recht überzeugen. Das ist auch kein Wunder, denn vor der Kachel-Oberfläche von Windows 8 war das Microsoft-OS mit Fingern kaum vernünftig zu bedienen. Mittlerweile verteilt Microsoft Windows 8.1 als Bing-Version für bestimmte, kleinere Geräte kostenlos, und auch die Windows-Version für Tablets mit einem grossen Display kostet die OEM-Hersteller nur noch einen Bruchteil dessen, was früher verlangt wurde. Insofern verwundert es nicht, wenn beispielsweise HP das HP Stream 7 für unter 100 Euro oder Dell das Venue 8 Pro für 89 Euro verkaufen kann. Auch der Elektronikimporteur Pearl präsentiert unter der Touchlet-Marke mit dem XWi.8 3G und dem XWi10.twin zwei Windows-8.1-Tablets, die jedoch etwas teurer sind, als die eben erwähnte Konkurrenz. 259,90 Euro werden für das XWi.8 3G und 289,90 Euro für das Xwi10.twin verlangt. Aber vielleicht sind sie auch wesentlich besser ausgerüstet, als so manches Konkurrenzprodukt im hart umkämpften Tablet-Markt, sodass der Preis gerechtfertigt erscheint?

In den folgenden Textabschnitten werden wir uns dem Aussehen, den inneren Werten, dem Handling, der Bedienbarkeit sowie der Software genauer widmen. Abwechselnd stellen wir erst das kleinere XWi.8 3G und anschliessend das grössere Xwi10.twin vor.

XWi.8 3G

Look & Feel

Wer bereits einmal ein Tablet in der Hand hatte, der wird sich über das Gewicht des XWi.8 3G zunächst wundern. Ganze 371 Gramm bringt das Gerät auf die Waage. Zum Vergleich: Das ein Zoll kleinere Nexus 7 (2013) wiegt gerade einmal 291 Gramm und ist somit satte 80 Gramm leichter. Dreht man das Pearl-Gerät jedoch einmal um, dann kann man auch den Grund hierfür schnell erkennen. Nahezu die gesamte Rückseite, die wie bei vielen anderen Modellen nicht zur Akkuentnahme entfernbar ist, besteht aus Aluminium, welches nicht nur einen hochwertigen Eindruck vermittelt, sondern sich auch noch äusserst resistent gegenüber Fingerabdrücken zeigt. Hier kann sich die nur auf Plastik setzende Konkurrenz schon einmal gerne eine Scheibe abschneiden. Lediglich der untere Bereich um die doppelten Lautsprecher und um die Kamera am anderen Ende der Rückseite ist aus schwarzem Plastik. Vermutlich verstecken sich an diesen Stellen hinter der Abdeckung die Antennen für 3G-, WLAN- und Bluetooth-Empfang. Die Vorderseite bietet ein 8-Zoll-IPS-Display, welches mit 1.280 x 800 Pixeln auflöst. Zwar bietet das Gerät somit kein Full-HD-Erlebnis, aber aufgrund des kleineren Displays ist dies auch gar nicht nötig und würde nur unnötig Rechenleistung und Strom kosten. Texte werden dennoch schön knackig scharf dargestellt. Die Kachel-Oberfläche von Windows 8.1 ist ideal, um das XWi.8 3G mit den Fingern bedienen zu können. Wer tiefer in das System eindringt und somit den klassischen Desktop erkundet, kommt, auch wenn die Bedienfelder manchmal sehr klein werden, mit ein wenig Übung auch hier mit der Fingernavigation zurecht.

Pearl Bild
Die jeweilige Tasten für das Ein- und Ausschalten, die Lautstärkeregulierung und die Rückkehr zur Windows-Kachel-Oberfläche befinden sich an der Seite. Das ist insofern schade, als dass ihr fast dazu gezwungen werdet, das Tablet im Hochformat zu halten, sofern ihr die Windows-Taste öfters benötigt. Im Querformat ist sie kaum mit dem Zeigefinger zu erreichen, sodass der Arbeitsfluss unterbrochen wird. Sinnvoller wäre es für beide Haltepositionen gewesen, den Windows-Startknopf an den Rand des Displays als kapazitive Taste einzubauen. Lustigerweise war das wohl ursprünglich auch der Plan, zeigt doch das Cover der Verpackung eben genau jene Anordnung.

Pearl
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?



Alexander Boedeker

 
Alexander Boedeker am 16 Apr 2015 @ 09:30
oczko1 Kommentar verfassen