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Pearl: simvalley SPX-34 Hardware Test

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Der Elektronikimporteur Pearl schickt den Nachfolger des letztjährigen und von uns durchaus als gelungen bezeichneten Smartphones SPX-28 ins Rennen. Die neue Generation besitzt einen stärkeren Prozessor und freut sich über ein optisches Facelifting. Ob das simvalley SPX-34 im Test überzeugen kann? Die nun folgenden Zeilen verraten mehr.

Smartphones gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Mittlerweile können fast alle mobilen Begleiter auf dieselben Funktionen zurückgreifen, sodass sich die Hersteller oftmals nur noch durch das Aussehen der Handys und vor allen Dingen durch den Verkaufspreis voneinander abgrenzen können. Trotzdem wird günstigen Android-Smartphones jedoch teilweise immer noch nachgesagt, dass man bei diesen Geräten Abstriche hinsichtlich der Funktionsleistung zu erwarten hat. Kommt da Pearl mit dem SPX-34 gerade recht? Schliesslich bietet das Handy auf dem Papier viel Smartphone für vergleichsweise kleines Geld. So kostet das SPX-34 im Moment 279,90 Euro - preislich liegen wir hier also deutlich im mittleren Preissegment.

Ein Handschmeichler

Wie schon der Vorgänger, das SPX-28, bietet das SPX-34 ein 5 Zoll grosses IPS-Display. Bei der Auflösung hat man ebenfalls keinerlei Änderungen vorgenommen, sodass der Bildschirm wiederum mit 1.280 x 720 Pixeln auflöst. Damit wird zwar immer noch kein Full HD geboten, aber das Display ist dennoch knackig scharf und sehr leuchtstark. Während man auf der rein technischen Seite also teilweise bereits bekannte Kost vorgesetzt bekommt, hat mantrotzdem ein Ass in der Hinterhand. So ist das Display beim SPX-34 nahezu rahmenlos, denn es nimmt fast die gesamte Vorderfront für sich in Anspruch. Da die Kanten an den Rändern zudem leicht abgeflacht sind, wirkt es beinahe so, als ob die Bildschirminhalte - Nokia-Lumia-typisch - über dem Display schweben würden. Auf diese Weise fallen auch lästige Spalten zwischen Display-Glas und Rahmen weg, in denen sich gerne Schmutzreste ablagern. Somit wird das Gerät zu einem echten Handschmeichler, welches man wirklich gerne benutzt. Wer übrigens einmal das Display etwa über sein T-Shirt wischt, kann mühelos alle Fingerabdrücke entfernen. Auch ohne Mikrofasertuch wird das Display problemlos blitzblank.

Pearl Bild
Trotz der im Vergleich zum Rest des Smartphones gigantischen Display-Grösse hat zusätzlich eine recht untypisch unterhalb des Bildschirms montierte Status-LED Platz gefunden, um verpasste Ereignisse anzuzeigen. Das Rück-Cover ist matt, schwarz und besteht aus einem gehärteten Kunststoff, der zum Glück Fingerfett-abweisend ist. Entgegen dem geläufigen Trend könnt ihr den Deckel mit wenigen Handgriffen entfernen, um so den Akku zu wechseln oder SIM-Karten einzulegen. Die beim Vorgänger optional erhältliche Möglichkeit, das Gerät per Induktion aufzuladen, existiert allerdings nicht mehr. Dafür könnt ihr jedoch einen doppelt so starken Akku mitsamt dem entsprechenden dickeren Rückdeckel erwerben.

Gewohnte MediaTek-Kost?

Im Inneren des SPX-34 werkelt ein Achtkernprozessor mit einer Taktrate von 1.4 GHz aus dem Hause MediaTek. Diese CPU, es handelt sich hierbei um das Modell MT6592, treibt das Gerät recht ordentlich flott an, sodass ihr das Handy weitestgehend flüssig bedienen könnt. Im AnTuTu-Benchmark-Test erhielt das SPX-34 um die 28.000 Punkte. Damit rangiert man im Bereich des ersten HTC One oder diverser Xiaomi-Geräte. Der Vorgänger erreichte im Schnitt noch rund 10.000 Punkte weniger. Für Hintergrundprozesse stehen 1 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Das reicht im Allgemeinen eigentlich aus. Lediglich bei mehreren gleichzeitig im Hintergrund laufenden Apps genehmigt sich das SPX-34 eine Denksekunde. Dafür stehen euch rund 6 GB Speicherplatz innerhalb der Datenpartition für die Installation von Programmen zur Verfügung. Wie bei nahezu allen simvalley-Modellen in der Vergangenheit, lassen sich auch hier jedoch keine Bilder oder Musikdateien ablegen. Hierfür benötigt ihr eine microSD-Speicherkarte. Ein Highlight: Mit dem SPX-34 könnt ihr zwei SIM-Karten (eine normale SIM, eine Micro-SIM) gleichzeitig betreiben. Beide SIM-Karten-Slots sind 3G-fähig (bis maximal 21 Mbit), wobei immer nur eine Karte im 3G-Netz eingebucht sein kann, während die andere SIM technisch bedingt im 2G-Netz verbleiben muss. Die Umschaltung zwischen den Netzen erfolgt jedoch per Einstellungsmenü in wenigen Sekunden. Eine LTE-Unterstützung fehlt beim SPX-34 allerdings leider vollständig. Ansonsten erwartet euch das übliche Repertoire - soll heissen: GPS-Empfänger, Bluetooth in der Version 4.0 und WLAN der Klasse IEEE 802.11 b/g/n. Interessantes Detail am Rande: Ob Fehler oder nicht, aber bei eingeschaltetem Flugmodus könnt ihr WLAN und Bluetooth nicht separat aktivieren. Der bereits angesprochene auswechselbare Akku hat eine Kapazität von 2.000 mAh. Dies sorgt laut Herstellerangaben für eine Stand-by-Zeit von 400 Stunden. Einem normalen Tag von rund zehn Stunden hält das SPX-34 bei moderater Nutzung durchaus stand. Der grösste Akkufresser bleibt aber nach wie vor das Display. Immerhin: Die Batterie ist schnell wieder aufgeladen, und zur Not steht ja wie erwähnt auch ein Akku mit 4.000 mAh über den Pearl-Shop zum Kauf bereit.

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Alexander Boedeker

 
Alexander Boedeker am 27 Mai 2015 @ 08:08
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