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The Dark Knight: Special

  Global 

In den USA hat The Dark Knight bereits alle Rekorde gebrochen und gehört schon jetzt zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Ausserdem wurde der Streifen mit Lob geradezu überschüttet. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an den neuesten Batman-Film von Christopher Nolan natürlich auch hierzulande. Ob The Dark Knight diese wirklich erfüllen kann, erfahrt ihr in unserem Special.

Batman alias Bruce Wayne, gespielt von Christian Bale, ist alles andere als ein strahlender Held. Korruption, Gewalt und die nicht enden wollende Kriminalität in Gotham City lassen ihn langsam aber sicher am Sinn seiner Arbeit zweifeln. Die Bürger der Stadt brauchen einen Helden, zu dem sie aufsehen können. Keinen dunklen, sondern einen hellen Ritter. Genau der Richtige für diesen Job ist Staatsanwalt Harvey Dent, gespielt von Aaron Eckhardt, der ohne Rücksicht auf Verluste gegen das organisierte Verbrechen vorgeht. Schon bald hat Dent jedoch ein weitaus grösseres Problem, mit dem anfangs niemand gerechnet hat: Den Joker, gespielt von Heath Ledger. Dessen Plan ist es, ganz Gotham City im Chaos zu versenken. Nur Batman kann den völlig unberechenbaren Bösewicht jetzt noch aufhalten. Gleichzeitig kämpft dieser allerdings auch noch um seine grosse Liebe Rachel Dawes, gespielt von Maggie Gyllenhaal, für die er sogar seine Geheimidentität für immer aufgeben würde. Fragt sich nur, ob es dazu nicht bereits zu spät ist?

The Dark Knight Bild

Im Vergleich zu den meisten anderen Superhelden-Filmen ist die Geschichte von The Dark Knight sehr tiefgründig und hat trotz einer Laufzeit von knapp zweieinhalb Stunden so gut wie keine Längen. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt der erstklassigen schauspielerischen Leistung aller Akteure. Vor allem Heath Ledger spielt den Joker so fantastisch, dass man ihm noch viel länger zusehen möchte. Besser hätte man diese Rolle schlicht nicht besetzen können. Auch dass Katie Holmes durch die sehr überzeugende Maggie Gyllenhaal ersetzt wurde, ist wahrlich keine Tragödie. Überschattet wird das Ganze einzig von Ledgers tragischem Tod Anfang dieses Jahres, der zweifellos auch seinen Teil zum grossen Erfolg des Films beigetragen hat. Schade, dass dies seine letzte Rolle war. Denn auch wenn er sich damit ein Denkmal für die Ewigkeit gesetzt hat, wäre das sicherlich der grosse Durchbruch für den noch jungen Schauspieler gewesen.

Ein grosses Lob gebührt jedoch nicht nur den Darstellern, sondern auch den fulminanten Action-Sequenzen, bei denen keine Kosten und Mühen gescheut wurden. Nicht umsonst hat die Produktion des Films rund 200 Millionen Dollar verschlungen. Insbesondere die Szenen mit dem Tumbler, dem Batmobil aus Batman Begins, sowie jene mit dem neuen Batpod, einem sehr aussergewöhnlichen Motorrad, sind sehr actionreich ausgefallen und gehören zweifelsohne zu den absoluten Highlights des Films. Gleiches gilt für den orchestralen Soundtrack, welcher wiederum von Hans Zimmer und James Newton Howard komponiert wurde. Die deutsche Synchronisation ist hingegen eher mässig ausgefallen. Wer die Chance hat, den Film auf Englisch zu sehen, sollte diese also unbedingt nutzen.

Am Ende bleibt die Frage, was Nolan besser machen hätte können. Viel jedenfalls nicht. Was man ihm vorwerfen kann ist einzig, dass er das Ende des Films doch etwas in die Länge gezogen hat und es kein echtes Finale gibt. Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau und ändert nichts daran, dass The Dark Knight der absolute Höhepunkt dieses bislang eher dürftigen Filmjahres ist. Wer sich das durch die Lappen gehen lässt, ist selber schuld.

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Tim Richter

 
Tim Richter am 11 Sep 2008 @ 10:14
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