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Xbox One: Kolumne Special - Generation Langeweile

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Das ist sie also, die "Next Generation", die nächste Konsolengeneration. Nachdem Nintendo mit der Wii U den Anfang gemacht und Sony die PlayStation 4 gleichermassen vorgestellt und doch wieder versteckt hat, hat nun Microsoft seine Vision des Next-Gen-Entertainments enthüllt. Nun kann endlich ein Fazit gezogen werden. Wer hat die erste Runde gewonnen? Wer hat sich gnadenlos verpokert? Wer hat den Systemseller präsentiert, und wer hat besonders viel riskiert? Und vor allem: Was kommt am Ende dabei heraus?

Mein Fazit war nach der Xbox-One-Präsentation schnell gefunden. Ein Wort, kurz und schmerzhaft, dem Englischen entnommen: Meh!

Diese Konsolengeneration lässt mich fast völlig kalt. Was habe ich ehrfurchtsvoll auf die PlayStation 2 geschaut! Wie schön fand ich sowohl die Wii als auch ihre HD-Geschwister, die PlayStation 3 und die Xbox 360! Wie leidenschaftlich habe ich diskutiert, dass die Dreamcast und der GameCube doch viel besser sind als die Xbox! Und heute? Heute ist es mir fast egal, denn selten zuvor haben sich die Unentschlossenheit und die Ungewissheit der Branche so stark auf die Konsolen ausgewirkt. All die verschiedenen Trends der letzten Jahre zollen ihren Tribut.

3D? Gibt es nicht, lasst uns doch erst mal 1080p erreichen. 4K? Das wäre ja fast so mutig wie 2005 HD anzubieten. Motion Control? Nach dem Move-Nachzügler kein Wort mehr von Sony, und die Kinect hat noch weniger "Core-Gamer"-Befürworter als die Wii. Selbst die eigentümlichen, aber mutigen Architekturen von Sony gehören der Vergangenheit an. Nun wird auf PC-Kompatibilität gesetzt, sodass auch wirklich jedes Spiel möglichst leicht auf allen Konsolen laufen kann. Lediglich Nintendo bekommt zum Beispiel von EA eine (Fast-)Absage. Aber das hat wohl eher politische Gründe.

Der Einheitsbrei setzt sich fort, und es würde mich nicht wundern, wenn Valve in einem halben Jahr bekannt gibt, dass man Steam und den Big-Screen-Modus übrigens schon lange für Xbox One und die PlayStation 4 umgesetzt hat, man aber von einer Veröffentlichung absehe, um die eigenen Steam-Boxen nicht zu untergraben.

Sinnbild für Patriks Langeweile: Microsofts All-in-One-Entertainment-Lösung
Xbox One Bild
So verrückt, wie es in manchen Ohren klingen mag: Nintendo hat derzeit als einziger Konsolenhersteller noch Reibungspotenzial. Und trotz aller technischen Unzulänglichkeiten macht es das System genau deswegen so interessant. Oder zumindest interessanter als die Konkurrenten. Dass das nicht unbedingt der Rede wert ist, zeigt mein fast gleich grosses Interesse an Ouya, Gamestick und Konsorten. Selbst Windows-8-Tablets finde ich bahnbrechender und kreativer als die "Next Generation". Euphorie oder gar ein Hype hört sich auf jeden Fall anders an.

Ein letzter Absatz noch zur Xbox One, immerhin sind diese Bilder noch am aktuellsten: eine All-in-One-Entertainment-Lösung soll sie werden. Mit diesem Design, mit diesen Voraussetzungen? Ich fluche heute noch über den noch immer relativ hohen Stromverbrauch meiner PlayStation 3 Slim und vor allem über die Lüfter. Jetzt stopfen wir da noch eine Sprach- und Kamerasteuerung rein, noch bessere Hardware und Xbox-getreu wahrscheinlich noch mehr Lüfter. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das als Entertainment-Zentrum vorstellen kann. Wenigstens muss sie nicht immer online sein.

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Patrik Nordsiek

 
Patrik Nordsiek am 22 Mai 2013 @ 17:56
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