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Computerspielemuseum: Reportage zur Eröffnung

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Auf der ganzen Welt gibt es nur knapp zehn Computerspielemuseen, und eines davon steht in Berlin, genauer gesagt im ehemaligen Ostblock. Aufgemacht hatte dieses eigentlich schon 1997, aber relativ verborgen in einem alten Industriegebiet. Jetzt ist es Zeit für eine Neuauflage in neuen Räumen mit einem verbesserten Ausstellungskonzept. Wie das Ganze aussieht, konnten wir bei einem exklusiven Presserundgang feststellen, der am 20. Januar stattfand.

Nach einem kurzen Weg durch tristes Berliner Winterwetter finde ich halb hinter einer Baustelle versteckt unauffällig in der Karl-Marx-Allee das Computerspielemuseum. Heute ist der Presserundgang durch die neu gestalteten und bezogenen Räumlichkeiten. Erstmals öffnete das Berliner Computerspielemuseum 1997 an ganz anderer Adresse seine Pforten. Ich habe noch vage Erinnerungen an meinen Besuch dort, die Räume waren klein, klaustrophobisch, hier und da gab es ein paar Exponate, und man konnte auch ein bisschen daddeln. Mehr war aber zu der Zeit nicht drin. Wer weiss, vielleicht bin ich selber auch zu jung und unbedarft gewesen, um mich mit dem Museum in seiner damaligen Form weiter auseinanderzusetzen.

Computerspielemuseum Bild

Sperrholz, Knetmasse und Kaffee

Bei der Neuauflage ist das alles anders - der Ort ist nicht mehr der Hinterhof eines Seitengebäudes abseits jeglicher Verkehrsverbindung. Vielmehr wurden über 600 Quadratmeter Erdgeschoss in den eindrucksvollen Bauten der Karl-Marx-Allee bezogen. Nur wenige Meter von der U-Bahn-Station Weberwiese und damit keine 15 Minuten vom Alexanderplatz entfernt. Auch drinnen ist einiges anders - der schwache Geruch von Knetmasse, frisch zusammengebauten Sperrholzmöbeln und Kaffee gaukelt einem mit der hellen, klaren und bunten Optik fast schon vor, man sei in einer Kindertagesstätte gelandet.

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Treibende Kraft Computerspiele

Aber um Kinderkram geht es hier nur in dem Sinne, dass ausführlich ausgeleuchtet wird, wie Computerspiele eine der treibenden Kräfte hinter der fortlaufenden Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten sind. Sprich Computerspiele sind das, wofür man im Anwenderbereich als Otto Normal-User überhaupt Rechenkraft braucht. Wegen einer Excel-Anwendung oder um besser im Internet surfen zu können wird sich wohl kaum einer einen neuen Rechner oder gar eine Videospielekonsole kaufen. Für grafisch oder sonstwie aufwändige Spiele schon eher.

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Wille Zante

 
Wille Zante am 25 Jan 2011 @ 14:52
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